Versorgung nicht auskömmlich

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 10. März 2018

Lörrach

Stickelberger zu Unterricht.

LÖRRACH (BZ). Wie sieht die Unterrichtsversorgung der Schulen im Kreis aus? Das wollte der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger angesichts der aktuellen Diskussion um Lehrermangel genauer wissen und stellte eine Kleine Anfrage an das Kultusministerium. Nun liegt dessen Antwort vor. "Die vorgelegten Zahlen zeigen, dass die Unterrichtsversorgung im Kreis nicht auskömmlich ist", hält Stickelberger in einer Pressemitteilung fest. Er fordert daher eine Aufstockung der Krankheitsreserve und einen höheren Versorgungsgrad.

Aus Sicht des Ministeriums ist ein Versorgungsgrad von 100 Prozent "auskömmlich", da damit der Pflichtunterricht sichergestellt werden könne. Doch, so Stickelberger, "sogar das Ministerium muss einräumen, dass nicht mal der überall erreicht wird. An unseren Grund-, Haupt- und Werkrealschulen liegt er mit 97,4 Prozent darunter. Und bei den beruflichen Schulen und den Sonderpädagogischen Zentren spricht die Ministerin selber gar von einem strukturellen Defizit", so Stickelberger. Auch die Lehrerversorgung an den Gemeinschafts- und den Realschulen liegt mit 100,4 und 100,7 nur knapp über der angeblich auskömmlichen Zielmarke von 100 Prozent.

"Eine gute Unterrichtsversorgung sieht anders aus", findet Stickelberger. "Denn mit einem Versorgungsgrad von unter 100 Prozent, wie er bei unseren Grund-, Haupt- und Werkrealschulen, bei den beruflichen Schulen und bei den Sonderpädagogischen Zentren festgestellt wurde, kann schon ohne Ausfälle aufgrund von Krankheit, Fortbildungen oder schulischen Aktivitäten der Pflichtunterricht nicht vollumfänglich stattfinden." Zusätzlich Angebote wie AGs blieben ohnehin außen vor. Deutlich werde der Lehrermangel auch aus der Antwort des Ministeriums zur Frage nach dem Bedarf an Lehrkräften aus der Krankheitsreserve. "Auch in diesem Schuljahr war ein Großteil der Vertretungsreserve bereits zu Schuljahresbeginn eingesetzt."