Waldorfschule in Bewegung

Johanna Hoegg

Von Johanna Hoegg

Fr, 13. April 2018

Lörrach

Das Pausengelände der Privatschule in Stetten wurde neu gestaltet / Arbeit über Jahre hinweg.

LÖRRACH. Bunt ist es geworden auf dem Pausenhof der Waldorfschule. Und einladend für alle, die klettern, schaukeln, balancieren oder hüpfen wollen. Ein lang ersehntes Projekt ist nach vielen Jahren der intensiven Vorbereitung verwirklicht worden. Von der Stadt war der Leiter des Fachbereichs Jugend/ Schule/Sport, Gerhard Bukow, mit seiner Stellvertreterin Ilona Oswald zum Gratulieren gekommen.

Bewegung als wichtiger Teil der Waldorf-Pädagogik könne hier integriert werden in den Tagesablauf der 360 Schülerinnen und Schüler, sagte Bukow. Es sei spürbar, "dass die Schule atmet und wächst". Sie sei ein wichtiger Baustein in der Schullandschaft, biete mit all ihren Facetten einen "alternativen und spannenden Weg für junge Menschen auf dem Weg zur persönlichen Reife".

"Es ist ein ganz feierlicher Tag", hatte die Geschäftsführerin der Schule, Valérie Ralle, zur Begrüßung gesagt. Die Kinder der 4. bis 7. Klassen stimmten denn auch unter Leitung von Kai Giesen "Freude schöner Götterfunken" an. Anlass war die Einweihung der neu gestalteten Spielgeräte auf dem Pausenhof und im hinteren Teil des weitläufigen Geländes der Waldorfschule. Dass auch Volkstanz Teil des Bewegungsprofils ist, zeigten Schüler unter Leitung von Christiane Wehnert.

Eltern haben über viele Jahre hinweg mit unzähligen Arbeitsstunden und ihrem Einsatz bei den Herbstfesten das finanzielle Fundament gelegt. Über das letzte Jahrzehnt konnten so rund 150 000 Euro angespart werden. Über dreieinhalb Jahre zog sich der gestalterische Entwicklungsprozess hin, bei dem Roland Senger als Landschaftsarchitekt und Vater von Waldorf-Kindern sich mit großem Fachwissen engagierte. Ihm und allen, die sich engagierten, dankte Valérie Ralle herzlich, bevor das rote Band von Kindern und Angelika Langner zertrennt wurde. Mit Begeisterung gab es einen Sturm auf die neuen Spielgeräte. Langner als Leiterin der Gartenbau-Abteilung hatte großen Anteil an der Umsetzung von Kinder-Wünschen und der Neugestaltung des Eingangskonzepts.

Die Tischtennisplatte hat einen neuen Platz gefunden, sieben neue Spielgeräte wurden aufgestellt. Farblich unterschiedliche Flächen setzen Akzente. Neben Holz-Hackschnitzeln wurde ein feingranulierter Gummibelag aus Recycling-Material ausgelegt. Im Hüte-Bereich wurde für die Jüngeren mehr Spielfläche geschaffen. Dort entstand ein kleiner Balancierparcours, eine Rutsche, die im Hang integriert ist, und eine Partnerschaukel.

Einige Parkplätze auf dem hinteren Gelände wurden zugunsten eines neuen Spielbereichs umgewandelt, besonders beliebt sind da eine hohe Kletterstange, Klettergerüst und Tau-Schaukel. Zum Bach am Talweg hin wurde ein kleiner "wilder" Spielbereich für Rückzugsplätze belassen. Die Bepflanzung aller Außenflächen und die Gestaltung der Beete fand in Absprache und enger Zusammenarbeit mit Angelika Langner statt. So wurden 100 Quadratmeter neu bepflanzt, 170 Quadratmeter Rasen angelegt und Hunderte Stauden und Sträucher gepflanzt.