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11. Juli 2010 15:57 Uhr

Jochen Gerbel erreicht sein Ziel

Weltrekord im Rollstuhl

Der querschnittsgelähmte Rollstuhlsportler Jochen Gerbel hat seinen Weltrekord geschafft. Ziel war es, innerhalb von 24 Stunden mit einem ganz normalen Rollstuhl 200 Kilometer, also 500 Stadionrunden im Lörracher Grüttpark-Stadion zurückzulegen.

  1. 471 Mal umrundete Jochen Gerbel (rechts), unterstützt von Kollegen, von Samstag auf Sonntag das Grüttpark-Stadion. Foto: Thomas Loisl Mink

Nachdem er am Samstag um 11 Uhr gestartet war, vollendete er am Sonntag um 9.32 Uhr seine 460. Runde im Grüttpark-Stadion und stellte damit den Weltrekord ein. Da hatte er den im Guinness-Buch der Rekorde dokumentierten Weltrekord eines Portugiesen bereits erreicht. Nach 464 Runden machte Jochen Gerbel am Sonntagmorgen noch eine Pause und setzte seine Fahrt danach nochmals fort, insgesamt fuhr er 471 Runden, also 188,4 Kilometer. "Es war lang, hart und schmerzhaft", sagte ein sichtlich erschöpfter, aber zufriedener Jochen Gerbel am Sonntag. "Aber die Stimmung war gut, und es waren die Leute, die mich motiviert haben, durchzuhalten", stellte er fest. Zwei Tische mit Unterstützern haben die ganze Nacht über, während der 26-jährige Brombacher seine Runde drehte, durchgehalten und ihn angefeuert. "Die Leute waren sehr wichtig, und der Erfolg gehört allen", sagte Jochen Gerbel.

Die Lörracher Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm und der Weiler Oberbürgermeister Wolfgang Dietz gaben gemeinsam am Samstag den Startschuss, von da an fuhr Gerbel immer eineinhalb Stunden lang und machte dann 25 Minuten Pause. Jede Runde wurde fotografisch und schriftlich dokumentiert. Zuvor waren noch Holzplatten verlegt worden, um den Widerstand der Tartanbahn zur verringern. In der Nacht verkürzte er die Fahrtzeit auf eine Stunde, entsprechend wurden auch die Pausen kürzer. "Jochen ist mit Blasen übersät, aber hat die Nacht ohne Probleme überstanden", erzählte sein Vater Herbert Gerbel. Die schnellste Runde fuhr Jochen Gerbel in 1:59 Minuten.

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"Wir hatten ein sensationelles Team von rund 200 ehrenamtliche Helfern", freut sich Herbert Gerbel. Einige Behindertensportler unterstützten Jochen auch dadurch, dass sie einige Runden mit ihm mitfuhren. Etliche Guggenmusiken und Bands aus der ganzen Region sorgten für ein Rahmenprogramm, und eine Vielzahl von Freunden und Bekannten von Jochen Gerbel verfolgten seinen Kampf um den Weltrekord und feierten am Ende mit ihm seine erstaunliche Leistung.

Autor: tm