Wenige junge Unternehmen im Innocel-Center

Peter Gerigk

Von Peter Gerigk

Sa, 20. Oktober 2018

Lörrach

Plus bei Wirtschaftsförderung.

LÖRRACH (ger). Die städtische Gesellschaft Wirtschaftsförderung Lörrach hat das Jahr 2017 mit einem Überschuss von rund 49 000 Euro abgeschlossen. Geschäftsführerin Marion Ziegler-Jung erntete für ihren Jahresabschluss am Donnerstagabend im Hauptausschuss Wohlwollen und erhielt auch Ratschläge.

Horst Simon (SPD) regte an, das Verhältnis der Mieter im Innocel-Center solle zugunsten junger Unternehmen verändert werden, insbesondere in Richtung von mehr Gründerfirmen. "Beim Gewerbeflächenkonzept müssen wir standhaft bleiben", stellte Uwe Caassen (FW) fest. Die Stadt dürfe nicht wegen der Wohnungsnot Flächen, die für Gewerbeansiedlungen reserviert sind, in Wohnflächen umwandeln. Angesichts des positiven finanziellen Jahresergebnisses betonte er auch, Überschuss sei nicht gleich Überschuss, schließlich werden die Personalkosten der Wirtschaftsförderung Lörrach aus dem Kernhaushalt der Stadt beglichen. Auch Margarete Kurfeß (Grüne) sagte, Gewerbe- und Wohnflächen seien keine Konkurrenz, sondern müssten sich ergänzen.

Ulrich Lusche (CDU) erinnerte daran, dass im Innocel-Center eine Fluktuation unter den Mietern beabsichtigt sei. Auf seine Frage, wie verlässlich eine bleibende, hohe Auslastung mit Mietern sei, sagte Ziegler-Jung, sie sei angesichts der Anfragen in diesem Jahr zuversichtlich. "Es wird vielfältiger im Haus", erwartet sie. Dies liegt daran, dass dieses Jahr fünf kleinere Unternehmen einzogen und Mieter ausziehen werden. Die Auslastung lag Ende Juni wie die durchschnittliche Auslastung 2017 bei rund 94 Prozent, das Ziel der Flächenvermietung bei 80 Prozent. Aktuell sind 29 Unternehmen mit rund 200 Arbeitsplätzen im Innocel-Center angesiedelt. Davon sind jedoch nur sechs Jungunternehmen von bis zu drei Jahren und 22 Unternehmen, die vor mehr als sechs Jahren gegründet wurden.

Büro- und Praxisflächen wurden 2017 deutlich weniger angefragt als im Vorjahr. Die Flächenanfragen für Handel, Produktion und Lager bewegten sich dagegen auf dem gleichen Niveau. Das Interesse am Erwerb eines eigenen Gewerbegrundstücks sei nach wie vor groß, schreibt Ziegler-Jung in ihrem Bericht. Für das neue Gewerbegebiet Brombach-Ost liegen viele Anfragen vor.