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29. Oktober 2016

Wie Träume in Kinderbücher fliegen

25. Kinderbuchmesse Leselust im Burghof vom 18. bis 20. November zum Thema "Träume".

  1. Organisatoren und Unterstützer der Lörracher Leselust. Foto: B. Ruda

LÖRRACH. Vor 25 Jahren war "Kinderbuchmesse" noch nicht einmal ein Traum, sondern einfach nur ein Wort, wie Organisatorin Birgit Degenhardt gestern beim Pressegespräch erzählte. Die Kinderlobby habe damals erfunden, was das Wort bedeutet. "Ist es nicht unglaublich, dass es die Veranstaltung jetzt schon zum 25. Mal gibt?", fragte sie. Für die Jubiläumsausgabe vom 18. bis 20. November im Burghof hat das Team um die Organisatorin denn auch "Träume für morgen: in Büchern - von Kindern - beim Lesen" zum Thema gewählt. Weil die Kinderbuchmesse ein lebendiges Zeichen dafür ist, dass Träume wahr werden, und weil Träume so gut in die Zeit passen.

Manche der Kinder, die 1992 zur Premiere gekommen waren, besuchen nun die größte Kinderkulturveranstaltung der Region schon mit ihren eigenen Kindern. 25 Buntstift-Kerzen auf einer Geburtstagstorte zeigen das runde Jubiläum an. Auf einen Gratulanten sind die Organisatoren besonders stolz: Ottmar Hitzfeld schrieb ein Grußwort für das Programmheft. Der berühmte Fußballtrainer lädt dazu ein, die vielfältigen Lese-Verführungen mit Autoren, Illustratoren, Schmökerecke, Lesungen, professionellem Theater, Atelier, Literaturcafé und Workshops anzunehmen und herauszufinden, wie Träume in Kinderbücher fliegen, wie sie in Zeilen passen. "Bleibt neugierig!", so sein Rat.

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Was wünschen sich die kindlichen Helden in Büchern für ihre Zukunft? Drei Autoren und Illustratoren stellen dazu auf der Kinderbuchmesse ihre Bücher vor und lesen daraus: Bruno Blumes Erstlesebuch "Gufidaun" erzählt von einem Außerirdischen. Sebastian Vollmars kleiner Roboter Cortex verblüfft auch mit seinen Kugelschreiberzeichnungen, und Mehrdad Zaeri erzählt von Nosret und einer Kuh. Sein Buch handelt vom tiefen Verlangen, in zwei Welten zu leben. Neben Autoren lesen auf der Messe auch Promis wie Armin Schuster, Jörg Lutz oder Markus Muffler. Außerdem wurden die zweisprachigen Lesungen nochmals enorm ausgebaut. Workshops und die ständigen Angebote wie die große Kinderbuch-Ausstellung KIBUM mit allein 4000 bis 5000 Neuerscheinungen aus diesem Jahr, in der man sich regelrecht festlesen kann, fehlen selbstverständlich auch bei der 25. Ausgabe nicht - genauso wie der "Frühschoppen" als einziger Programmpunkt für Erwachsene am Sonntagmittag.

Erstmals gibt es laut Degenhardt noch eine reelle Chance, einen der begehrten Plätze für die Lesenacht zu ergattern. Eingebettet sind auch wieder professionelle Theaterstücke für kleinere und größere Kinder, die als einzige Eintritt kosten. Zahlreiche Sponsoren und Unterstützer helfen, dass das möglich ist, genauso wie mehr als hundert ehrenamtliche Helfer zum Beispiel von den Eltern des Montessori-Kinderhauses Lörrach. "Danke ist da ein dürres Wort", befand Birgit Degenhardt. Eigentlich müsse man von Autoren einen Text ausarbeiten lassen.

Vom 7. bis 18. November gibt es im Rahmen der "Leselust" erneut Veranstaltungen an mehreren Orten.

Kinderbuchmesse im Burghof: Freitag, 18. November, 16 bis 19 Uhr, Samstag/Sonntag, 19. /20. November, je11 bis 18 Uhr

Autor: Barbara Ruda