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12. März 2011
WOCHENSCHAU: "Auf Eggen"
Am Anfang gab’s heftige Kritik an den Plänen, die alte Industriebrache "Auf Eggen" zu sanieren und zum Wohngebiet zu machen. Proteste, Bürgerbeteiligung und die Offenheit des Projektentwicklers Gerhard Eisele führten schließlich zum best untersuchten Gebiet in Lörrach, wie das einmal eine Landratsamtsmitarbeiterin formuliert hat. Da weiß man, was im Boden ist. Heute spricht Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm von einem "Glücksfall für uns", dass in sehr guter Lage ohne zusätzlichen Flächenverbrauch, weil hier eine Brache saniert und revitalisiert wurde, Einzelhausbebauung ermöglicht wurde für junge Familien. Das passt in die städtische Siedlungspolitik, denn hier sind, wie die Stadt Ende des vorigen Jahres feststellte, 43 Prozent der Bewohner unter 20 Jahren, nur 1,2 Prozent über 60. Und die durchschnittliche Haushaltsgröße sind 3,4 Personen. Damit sind Bedarf und Richtigkeit der Maßnahme hinreichend belegt. Eine Fußnote des Projektes war 2009, dass "Auf Eggen" unter sechs Projekten für den Flächenrecyclingpreis des Landes nominiert worden war. Es ging um "vorbildliche Stadtentwicklungsprojekte, in denen brach liegende Siedlungsflächen städtebaulich genutzt werden". Das Gebiet in Stetten hat damals den Preis nicht bekommen, was aber den Erfolg nicht schmälerte.
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Die Narren gaben in der vergangenen Woche in der Stadt den Ton. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn beim Hemdglunkiumzug, an der Gugge-Explosion, beim Fasnachtsumzug, am Kinderumzug und zum Gugge-Monster am Fasnachtsdienstag war es ja unüberhörbar. Da haben sich manche Guggemusiker so in Begeisterung gespielt, dass es ihnen schwer fiel, am Dienstagabend von jetzt auf gleich aufzuhören. So begleiteten denn noch Trommelschläge hinter der Bühne den Schlussakkord der Fasnacht davor. Die "Musik" dazu machte die Kreissäge der THW, das den Narrenbaum umlegte. Am andern Morgen, als die Stadt zur Geschäftszeit wieder geschäftig wurde, waren Buden und Bühnen schon abgebaut. Als hätte hier nicht tagelang der Gugge-Bär gesteppt. So schön die Lörracher Fasnacht war, ohne Narren und Töne schien die Stadt richtig aufzuatmen. Und wer noch einen fasnächtlichen Nachschlag haben möchte, hat dazu ja am Sonntag in Hauingen und am Montag in Basel Gelegenheit.
Nach der Fasnacht geht ’s noch mal gemächlich zu. Die Kommunalpolitik pausiert noch. Dieweil haben die Wahlkämpfer keine Verschnaufpause. Für sie waren auch manche Fasnachtsanlässe Pflichttermine, wenngleich auch mit Vergnügen verbunden. Jetzt nimmt der Wahlkampf noch mal Fahrt auf. Ungeachtet dessen, dass die Schulen noch Winterferien haben. In diesen Vorfrühlingstagen genießen viele die Sonne, ob in den Cafés auf den Plätzen der Stadt oder beim Spaziergang in den Parks. Da liegt der Gedanke an die Eröffnung der Grillsaison näher als an eine von Meteorologen immer noch für denkbar gehaltene Rückkehr des Winters.
Autor: Nikolaus Trenz
