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04. Februar 2012
WOCHENSCHAU: Großes Rad
Es war mehr als eine gewöhnliche Hauptversammlung, die erste Zusammenkunft der Mitglieder des FV Lörrach-Brombach (FVLB). Sie verdiente das Attribut historisch in der Sportgeschichte der Stadt und der beteiligten Vereine. Damit ist der per Zusammenschluss aus FV Brombach und FV Lörrach gebildete Fußballclub nun ein richtiger Verein mit Satzung, Vorstand und so weiter. Dort haben sie eine Vision: Den FVLB zum glänzenden fußballerischen Aushängeschild der Stadt aufzupolieren. Große Worte fielen da: vom "fußballerischen Riesen, den wir in den letzten Monaten mit großen Anstrengungen aus dem Tiefschlaf erweckt haben" (Thomas Groß, sportlicher Leiter). Das muss die Wirtschaft auch so sehen lernen, wenn die Träume Wirklichkeit werden sollen. Lörrach gilt sponsormäßig bisher als ein schwieriges Umfeld des Fußballs. Aber diese Visionäre haben bei der Fußballfusion Mut und Realitätssinn bewiesen. Sie drehen ein großes Rad. Hoffentlich weiter mit so viel Elan und Erfolg.
Die nationale Kandidatensuche für den Eurovision Song Contest schlägt Wellen bis in den äußersten Südwesten. Und so wird es noch weitergehen, nachdem Céline Huber bei der vierten Ausscheidungsshow "Unser Star für Baku" am Donnerstag keinen Schiffbruch erlitt, auch wenn der Juryvorsitzende Thomas D sich beim Vortrag der Lörracherin – sie interpretierte "Right To Be Wrong" von Joss Stone – fühlte, als stünde er am Bug der Titanic und höre Céline singen. Die mit Namen Huber meinte er, nicht die Dion. Dann wünschte er sich, die Voicelab-Studentin möge mal im Abendkleid und einer 37 Meter langen Schleppe auftreten, damit sie "durch einen Perlenschimmer die größten Balladen unseres Lebens singt". Sweete Balladen seien eben ihr Ding, weniger dass sie mit "souligem Dreck mal einen rausrotzt" (Stefan Raab). Bei der Songauswahl, so der Rat der Jury, solle sich Céline deshalb genauer mit ihrem Stimmpotenzial beschäftigen. Auf der Internetplattform Facebook äußerten sich gestern Lörracher positiv über ihren Auftritt. Auch Stadtrat Dietmar Ferger meldete sich zu Wort. Er habe nie gedacht, dass er mal Geld für ProSieben ausgeben würde. Nun hoffe er, dass alle Voicelab-Leute am Montagabend bei der nächsten Show mit abstimmen – und ganz Lörrach dazu.
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Es ist kalt, saukalt, der Jahreszeit entsprechend. Mit der großen Kälte kommen auch die traurigen Nachrichten und Bilder von denen, die keine warme Stube haben oder die es in die Wärmestube nicht (mehr) schaffen. Jetzt hat die Polizei in Lörrach mitten in der Nacht einen Obdachlosen entdeckt, im Rosenfelspark unter der Freilichtbühne schlafend. Der 29-Jährige meinte, er habe trotz der eisigen Temperaturen einen ausreichend warmen Schlafsack. Das Angebot in die Wärmestube zu gehen, lehnte er genauso dankend ab, wie als Schutz vor dem Erfrieren im Polizeigewahrsam zu übernachten. Die Streife schaute im Laufe der Nacht mehrfach, ob es dem Mann auch wirklich gut ging. So ging diese Geschichte auch gut aus.
Autor: rud/ktz
