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29. Juni 2012 10:50 Uhr

Niederlage gegen Italien

Löw: Wegen einem Spiel dürfen wir nicht alles infrage stellen

Klare Ansage bei der Pressekonferenz: Bundestrainer Joachim Löw will nach der Niederlage gegen Italien im EM-Halbfinal sein Konzept nicht grundlegend überdenken – und auch an der bisherigen Mannschaft festhalten.

  1. Joachim Löw Foto: dapd

Frage: Joachim Löw, gegen Italien kann Deutschland bei Turnieren offensichtlich nicht gewinnen. Woran liegt das?
Joachim Löw: Italien ist sicherlich eine starke Mannschaft, das haben wir gewusst und waren darauf vorbereitet. In der ersten Halbzeit ist unser Spiel nach dem ersten Gegentor, das zu vermeiden gewesen wäre, in Unordnung geraten. Wir waren zweimal in der Abwehr unaufmerksam, das ist brutal bestraft worden. Anschließend war es schwer, das Spiel zu drehen, weil Italien sehr gut verteidigt hat. Die italienischen Spieler sind taktisch sehr gut ausgebildet. Zudem hat Italien zwei hervorragende Stürmer und in Pirlo einen Taktgeber, der sie sehr gut einsetzt.

Wie groß ist die Enttäuschung, dass Deutschland erneut den großen Wurf verpasst hat?
Löw: Natürlich ist die Enttäuschung zunächst mal sehr groß, weil wir ja mit viel Energie versucht haben, ins Finale zu kommen. Unter dem Strich muss man aber hervorheben, dass wir ein sehr gutes Turnier gespielt haben. Wir haben eine phänomenale Vorrunde bestritten mit drei Siegen und auch das Viertelfinale gewonnen. Es gibt nach einem Spiel keinen Grund, alles infrage zu stellen. Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen, sie hat sich bei der EM auch außerhalb des Platzes hervorragend präsentiert, wir haben mit der jüngsten Mannschaft ein sehr gutes Turnier gespielt. Wir haben zwei hervorragende Jahre gehabt und die Entwicklung weiter vorangetrieben. Nun haben wir gegen starke Italiener verloren. Deshalb gibt es aber keinen Grund, irgendetwas in Zweifel zu ziehen.

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Gegen Italien haben Ihre Personalentscheidungen nicht so gegriffen wie in den vorherigen Spielen. Würden Sie im Nachhinein die selben Wechsel vornehmen?
Löw: Im Nachhinein kann man immer sagen, man hätte dieses und jenes anders machen können. Mario Gomez hat in der Vorrunde drei Tore geschossen und war nach dem Griechenland-Spiel sehr motiviert, weil er nicht von Beginn an gespielt hat. Toni Kroos wollte ich zusätzlich an zentraler Stelle im Mittelfeld haben, um De Rossi und Pirlo aus dem Spiel zu nehmen. Das hat zu Beginn auch gut geklappt. Nach der Pause musste ich zwangsläufig wechseln, um etwas zu versuchen.

Wie lange werden Sie brauchen, um die Enttäuschung zu verarbeiten?
Löw: Sicherlich brauchen wir eine gewisse Zeit, um die Enttäuschung zu verarbeiten. Aber im Fußball geht glücklicherweise alles sehr schnell. Wir werden uns wieder neue Ziele setzen und angreifen. Es gibt keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Die Mannschaft wird diese Niederlage verkraften.

Unter dem Strich ist der erste Titel seit 1996 aber verpasst worden ...
Löw: Grundsätzlich muss man feststellen, dass man Titel nicht herbeireden kann. Wie lange musste Spanien warten, bis sie 2008 mal wieder einen Titel gewonnen haben? Bei den vier letzten Mannschaften bei einem EM-Turnier ist die Luft sehr, sehr dünn. Ein Moment der Unachtsamkeit kann ein Spiel entscheiden. Und wir waren zweimal unachtsam. Dennoch haben wir in den vergangenen zwei Jahren viele andere Nationen eingeholt oder sogar hinter uns gelassen.

Im September beginnt die WM-Qualifikation für Brasilien 2014. Wie sehen Ihre Planungen für die kommenden zwei Jahre aus?
Löw: Zu den Planungen kann ich im Moment gar nichts sagen, denn Brasilien ist noch ein ganzes Stück weg. Wir hatten einige junge Spieler bei diesem Turnier, die gute Erfahrungen sammeln konnten wie Marco Reus oder auch Mario Götze, der eine sehr gute Perspektive hat. Wir werden mit allen Spielern das Turnier aufarbeiten, es wird aber keine großen personellen Einschnitte geben.

Wer ist für Sie der Favorit im Finale?
Löw: Das Finale ist völlig offen. Italien hat wirklich überzeugt in diesem Turnier, Spanien vielleicht nicht ganz so dominant gespielt wie erwartet. Aber auch im Finale kommt es auf Kleinigkeiten an.

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Autor: sid


52 Kommentare

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Harald Meierhofer  

Harald Meierhofer

Registriert seit: 12.09.2011

Kommentare: 2115

29. Juni 2012 - 11:34 Uhr

Ich möchte Löws Leistung nicht schmälern. Aber die Aufstellung für das Italien-Spiel war angstgesteuert. Statt mutig auf Offensive zu setzen, hat das verquere Devensivkonzept das System der deutschen Mannschaft massiv geschädigt.

Das fast krampfhafte Festhalten an Schweinsteiger war spätestens nach der Vorrunde nicht mehr gerechtfertigt. Schweinsteiger war zu langsam, zu ideenlos, zu unsicher. Eine ständige Fehlerquelle.

Podolski war in jedem Spiel ein Ausfall. Er hat ein Tor abgestaubt, das war seine ganze Leistung während des Turniers. Podolski hat seinen Zenith überschritten, andere Spieler sind kreativer, schneller, spontaner, besser.

Jogi Löw zeichnete sich bisher nicht dadurch aus, dass Spieler wegen ihrer vergangenen unbestreitbaren Verdienste eingesetzt wurden. Die Personalien Schweinsteiger und Podolski könnte die Wende dahin einläuten, wenn Löw nicht aufpasst.

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Annemarie Müller

Registriert seit: 13.08.2010

Kommentare: 42

29. Juni 2012 - 12:58 Uhr

Tja - hinterher sind alles schlauer, gelle?

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Jürgen Steinke

Registriert seit: 22.02.2010

Kommentare: 196

29. Juni 2012 - 13:14 Uhr

Trainer Löw wie die Mannschaft hatten vor und während des Turniers nur eine Botschaft: Wir sind soweit, wir holen den Titel. Löw wusste genau, dass dieses Mal ein Achtungserfolg nicht ausreicht um die Nation wie die Experten zufrieden zu stellen. Mathias Sammer mit einer anderen Philosophie als Löw sie vertritt lauert im Hintergrund. Er meint, dass es mit rein spielerischen Mitteln nie zu Titeln reicht, sondern eine besondere kämpferische Einstellung, eine Siegermentalität, hinzu kommen muss. Womöglich hat er Recht.

Italien war in allen Belangen überlegen. Löw wusste, dass die Mannschaft nicht die Klasse besitzt wie in einer beinah beispiellosen PR-Kampagne unterstellt. Der Nägel kauende Trainer machte gleich zu Beginn des Spiels offenkundig, wie es wirklich im Innern des Teams aussah. Und die Angst bestimmte dann auch die Aufstellung, die Taktik und das Auftreten der Mannschaft.

Deutschland hat derzeit keinen herausragenden Mittelstürmer, der klitzekleine Möglichkeiten eiskalt nutzt. Deutschland hat keine überragende 10, denn dass diese Schuhe Özil eine Nummer zu groß sind, wurde überdeutlich. Deutschland hat keinen überragenden 6er, den Schweinsteiger war total außer Form. Deutschland hat keinen starken rechten Außenverteidiger, denn Boateng hat lediglich im ersten Spiel überzeugt, danach aber allenfalls durchschnittlich agiert. Und als es darum ging auch auf höchstem Niveau zu bestehen, nämlich gegen Italien, hat der Abwehrchef des amtierenden Deutschen Meisters und der des Vizemeisters versagt. Und das auch noch ziemlich kläglich.

Nüchtern betrachtet klafften halt einfach Anspruch und Wirklichkeit arg auseinander. Darin liegt das Problem. Denn es stimmt ja, dass Deutschland endlich wieder viele talentierte Spieler hat. Dass Deutschland nicht mehr alleine auf Physis setzen muss um erfolgreich zu sein, sondern das spielerische Element betonen kann. Aber Italien hat schonungslos offen gelegt, dass Deutschland nicht der wahre Europameister ist. So wie die Bundesliga nicht die stärkste Liga Europas ist, so ist die Deutsche Nationalmannschaft (noch) nicht das Maß aller Dinge. Man hat uns das eingeredet und viele haben es zu gern geglaubt.

Dass Löw jetzt so tut als hätte man dem Team die Favoritenrolle ungewollt aufgedrängt, ist Quatsch und ich schiebe das jetzt mal auf den zeitlich zu geringen Abstand zum Geschehen. Er und die Mannschaft hatten noch nicht das Format für den Titel. Denn eindeutiger als gegen Italien hätte eine Niederlage gar nicht ausfallen können. Auch ein 4:1 hätte den tatsächlichen Kräfteverhältnissen durchaus entsprochen.

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Michael Riedle

Registriert seit: 17.07.2011

Kommentare: 573

29. Juni 2012 - 13:16 Uhr

"Tja - hinterher sind alles schlauer, gelle?"

Das mag wohl sein, aber ich glaube die überwiegende Mehrheit war recht enttäuscht wie sie die Startaufstellung gelesen haben. Hab zumindest niemanden gehört der sie gut fand. Das muss auch gesagt werden dürfen.....

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Michael Basket  

Michael Basket

Registriert seit: 30.07.2009

Kommentare: 1207

29. Juni 2012 - 13:19 Uhr

@ Herr Riedle: Das nach einem verlorenem Spiel die Mehrheit die Startaufstellung nicht gut fand überrascht mich jetzt aber ;-).......

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Michael Basket  

Michael Basket

Registriert seit: 30.07.2009

Kommentare: 1207

29. Juni 2012 - 13:26 Uhr

Fußball ist überschätzt. Im Faustball sind wir Weltspitze! Dressurreiten ist auch super! Und Skat! Fussball ist doch genauso ein neumodischer Kram wie Computer, Handys, Pop-Musik. In ein paar Jahren wird Fussball keiner mehr sprechen und all diese Dinge vergessen haben ;-) .......

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Egon Mayer

Registriert seit: 30.06.2010

Kommentare: 1485

29. Juni 2012 - 14:00 Uhr

...und im Zehnkampf hat auch endlich wieder ein Deutscher den Titel geholt... ;)

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Michael Riedle

Registriert seit: 17.07.2011

Kommentare: 573

29. Juni 2012 - 14:05 Uhr

@Michael Basket

Sie haben meine Kommentar aber schon gelesen, ich sagte Startaufstellung also VOR dem Spiel.....

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Moritz Rau

Registriert seit: 26.07.2011

Kommentare: 294

29. Juni 2012 - 14:10 Uhr

Ich hätte dem "Stürmer Neuer" so sehr ein Tor gegönnt - das wäre das erste Tor durch einen Torwart außerhalb des Elfmeterschiessens gewesen.

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Christian Stocker

Registriert seit: 01.09.2010

Kommentare: 166

29. Juni 2012 - 14:13 Uhr

Man muss klar und deutlich festellen:
Die Mannschaft hat in diesem Spiel versagt auf ganzer Linie!
Da nutzen die guten Vorrundenspiele auch recht wenig, wenn
die guten Leistungen nicht über das ganze Turnier hinwegtransportiert
werden können. Das Ziel "Europameister" hat die Mannschaft formuliert.
Und daran muß sie sich auch messen lassen! Fakt ist: Lahm, Podolski, Schweinsteiger haben alle jeder einzelne so um die 100 Länderspiele inzwischen. Die sind alles andere, nur nicht unerfahren! Schweinsteiger (zwar verletzt, aber wenn er spielt ist dies keine Entschuldigung), Podolski waren während der gesamten EM Totalausfälle! Lahm hat sich hierzu gestern eingereiht! Von diesen Spielern muss man einfach mehr erwarten! Da muss einfach mal Klartext gesprochen werden! Als Chefs oder Anführer hat sich dieses Trio während der gesamten EM nicht präsentiert! Und dieser Kritik müssen sie sich stellen! Wenn dann noch Badstuber und Hummels leistungsmässig ausfallen, wie gestern, dann gute Nacht!
Zur Abwehrleistung gestern kann man nur eines sagen:
Naiv bis zum geht-nicht-mehr!

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Markus Hofmann (BZ)  

Markus Hofmann (BZ)

Registriert seit: 07.05.2009

Kommentare: 247

29. Juni 2012 - 14:34 Uhr

Hoffentlich wird jetzt keine "Wir-brauchen-wieder-Spieler-wie-Steffen-Freund-oder-Jens-Jeremies-Diskussion" geführt ^^

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Ammar Ulabi™  

Ammar Ulabi™

Registriert seit: 08.05.2009

Kommentare: 3969

29. Juni 2012 - 14:48 Uhr

@ Herrn Markus Hofmann

Was genau ist die Botschaft Ihrer Einlassung ? Unterschwellige Androhung zu Schließung des Threads (wie üblich) oder ausnahmsweise einmal eine - ungewohnt - aktive und moderative Einlenkung ?

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Armin Wolff  

Armin Wolff

Registriert seit: 01.09.2009

Kommentare: 81

29. Juni 2012 - 14:54 Uhr

Ich möchte mich nicht unter die gefühlt 80 Millionen Bundestrainer, die nach jeder solchen Niederlage auftauchen einreihen, aber man sollte vielleicht mal eine andere Frage stellen.

Völlig unabhängig von Aufstellung, Taktik, Tagesform und Spielerwahl, warum hinterfragt eigentlich niemand das prinzipielle Unvermögen der DFB-Auswahl im letzten Jahrzehnt auch mal auch nur ein entscheidendes Spiel gegen eine echte Spitzenmannschaft zu gewinnen?

Bei allem Respekt vor der Arbeit, den tollen Spielen, die wir immer mal wieder zu sehen bekommen, dem Spass, den es macht diese Mannschaft anzuschauen, wenn es mal "läuft". Auch bei aller Bewunderung der vielen Talente und der erstklassigen Nachwuchsarbeit, die da dahinter stecken muss:

Eine deutsche Nationalmannschaft kann seit mindestens 10 Jahren kein wichtiges Spiel gegen eine echte Spitzenmannschaft gewinnen.

Brasilianer im Neuaufbau in einem Freundschaftsspiel mal 3:0 abzufertigen macht Spass, zählt aber nicht. Ebensowenig schwache Engländer, heillos überschätzte Argentinier oder müde Holländer. Wenn wir mal die rosa Brille absetzen und z.B. die letzten WMs betrachten, ergibt sich ein klares Muster:

WM 2002:
Vorrunde gegen Saudi-Arabien und Kamerun - klar. Schon nur ein maues 1:1 gegen Irland. Dann KO-Runde mit absolutem Minimalergebnis, 3 mal 1:0 (Paraguay, USA, Südkorea). Erste echte Spitzenmannschaft war Brasilien im Finale - chancenlos.

WM 2006:
Costa Rica und Ecuador keine Gegner. Gegen Polen ein krampfiges 1:0, mäßige Schweden besiegt und gegen schwache Argentinier im Elfmeterschiessen gewonnen. Gegen Italien im Halbfinale m.E. nie in Verdacht gekommen, das Spiel gewinnen zu können.

WM 2010:
Australier waren keine Gegner, den Grottenkick gegen Serbien verloren und ein krampfiges 1:0 gegen Ghana. Dann die 2 rauschhaften Spiele gegen mäßige Engländer und schwache Argentinier, die im kollektiven Gedächtnis alles andere überlagern. Aber gegen den ersten echten Gegner - Spanien - wieder chancenlos.

Wenn man aber den Anspruch hat, Weltmeister oder Europameister zu werden - und der war ganz klar bei diesem Turnier da - dann muss man zwangsweise auch in der Lage sein, eine echte Spitzenmannschaft, auch wenn die grade einen guten Tag erwischt hat, zu besiegen. Das klappt trotz all der guten Vorbereitung, der talentierten Spieler und dem wunderschönen Fussball, zu dem sie manchmal in der Lage sind seit Ewigkeiten nicht.

Vielleicht hat Sammer recht, und die Defizite liegen mehr im Kopf, bei Einstellung und Mentalität. Mit Angstfussball wird man Italien oder Spanien oder irgendeiner anderen Spitzenmannschaft in Topform jedenfalls nicht beikommen...

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Johannes Allgaier

Registriert seit: 11.06.2010

Kommentare: 134

29. Juni 2012 - 15:18 Uhr

Herr Wolff,
aha, England, Holland, Argentinien, Brasilien ... alles keine Spitzenmannschaften mehr. Wen zählen Sie denn dann zu dieser exklusiven Riege außer Italien und Spanien?

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Armin Wolff  

Armin Wolff

Registriert seit: 01.09.2009

Kommentare: 81

29. Juni 2012 - 15:37 Uhr

Gegenfrage Herr Allgeier: zählen sie Brasilien und Argentinien aktuell noch dazu, die beide in der letzten Südamerika-Meisterschaft nicht unter die letzten 4 gekommen sind? Holland, die in dieser EM ohne Punkt nach Hause fahren durften? Oder die Engländer, die selbst im eigenen Land nicht mehr dazu gezählt werden?

Und ich habe ausdrücklich geschrieben: man müsste auch mal eine *echte* Spitzenmannschaft, die gerade einen *guten* Tag erwischt hat schlagen können. Wann ist da zuletzt in einem wichtigen Spiel gelungen?

Ok, vielleicht Uruguay im Spiel um Platz 3 in Südafrika, aber ob das ein wichtiges Spiel ware, stünde zur Debatte :-)

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Johannes Allgaier

Registriert seit: 11.06.2010

Kommentare: 134

29. Juni 2012 - 16:00 Uhr

Natürlich zähle ich Brasilien und Argentinien zu den Spitzenmannschaften!
Wann hat denn eine Mannschaft, die verliert, einen "guten" Tag erwischt?
Ist Italien jetzt eine Spitzenmannschaft, obwohl sie 2010 in der Vorrunde gescheitert sind, oder hat Deutschland keinen "guten" Tag erwischt?

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Dennis Özkan  

Dennis Özkan

Registriert seit: 05.08.2009

Kommentare: 33

29. Juni 2012 - 16:16 Uhr

Neuanfang ohne Jögi Löw, der Deutschlands besten Torhüter Marc-André Ter Stegen zu Hause lässt, Marco Reus nicht von Anfang an spielen lässt, dafür aber Holger Badstuber, Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger.

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herbert scholl

Registriert seit: 09.05.2009

Kommentare: 1075

29. Juni 2012 - 16:53 Uhr

48 % von 11000 Befragten bei Focus sind für Rücktritt von Löw.

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Dennis Özkan  

Dennis Özkan

Registriert seit: 05.08.2009

Kommentare: 33

29. Juni 2012 - 17:13 Uhr

Löw kann eben keinen EM- und WM-Titel aufweisen. 1996 war der letzte Triumph für den DfB-Adler.

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Jürgen Hufschmidt

Registriert seit: 19.06.2012

Kommentare: 4

29. Juni 2012 - 17:14 Uhr

Herr Scholl, zur Umfrage im Focus,wenn 50 Millionen Menschen etwas dummes sagen, bleibt es trotzdem eine Dummheit---Anatol France. Dumm finde ich solche Umfragen nach eine Niederlage. Es ist ja wohl klar, dass sich dann so viele sogenannte Fußballexperten zu Wort melden. Natürlich kann ( muss ) man entäuscht sein, aber alles gleich in Frage zu stellen finde ich doch sehr verwunderlich. Alle diejenigen, die jetzt diese unqualifizierten Bemerkungen von sich lassen, waren gestern um 20.45 Uhr genauso überzeugt von einem Sieg wie alle anderen auch. Aber wie sagte schon Marc Twain, das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der Persönlichkeit

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Martin Bitdinger

Registriert seit: 21.04.2012

Kommentare: 206

29. Juni 2012 - 17:46 Uhr

Wir brauchen wieder Spieler wie Steffen Freund oder Jens Jeremies!

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Harald Meierhofer  

Harald Meierhofer

Registriert seit: 12.09.2011

Kommentare: 2115

29. Juni 2012 - 21:57 Uhr

Herr Özkan, den Rücktritt von Löw zu fordern, ist kindisch und völlig unüberlegt. Löw hat in ein paar Spielen falsche Personalentscheidungen getroffen. Dafür kann und darf, ja muss man Kritik üben. Aber Löw hat den deutschen Fussball nach einem tiefen Tal der Tränen wieder nach ober geführt, und wenn sich seine Personalpolitik wieder löst von Namen und alten Verdiensten und die Orientierung wieder ausschliesslich auf Leistung, Schnelligkeit und Spielintelligenz zu liegen kommt, werden sich auch die alten Erfolge wieder einstellen.

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Jürgen Steinke

Registriert seit: 22.02.2010

Kommentare: 196

29. Juni 2012 - 23:15 Uhr

Dass Löw alleine den Deutschen Fussball nach oben geführt hat, ist doch wohl eine ziemliche Übertreibung. Es gab eine Übereinkunft der Liga und der Vereine, die Jugendarbeit drastisch zu intensivieren. Daraus entstanden Fußballinternate wie das des SC. Löw arbeitet mit Spielern, die von der Liga ausgebildet werden. Löw hat keinen der aktuellen Nationalspieler ausgebildet. Er stellt eine Mannschaft zusammen und übt eine Taktik ein.

Die Mannschaft tritt anders auf, versucht sich spielerisch zu behaupten, "schön" zu spielen, die so genannten Deutschen Tugenden von einst vergessen zu machen. Also holländisch oder brasilianisch zu spielen. Dafür bekam er bislang Unterstützung von Beckenbauer und Netzer. Ob das nach diesem Turnier so bleiben wird, wird man sehen.

Also Löw als "Erfinder" des neuen deutschen Fußballs zu stilisieren ist sicher objektiv falsch. Den Job würde der Trainer Streich nicht schlechter machen. Zum Beispiel.

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Ralph Walchner

Registriert seit: 26.06.2009

Kommentare: 806

29. Juni 2012 - 23:21 Uhr

Löw muss mit Sicherheit nicht zurücktreten.
Er muss mit Sicherheit aber aus seinen Fehlern lernen und diese in Zukunft vermeiden.

Einer der größten Fehler war es mit Schweinsteiger einen unfitten Spieler durchs Turnier zu schleppen. Nach eigener Aussage wollte Löw so etwas nach den schlechten Erfahrungen mit Mertesacker und Metzelder bei einem vorherigen Turnier nicht mehr machen. Warum diese Wiederholung?

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Werner Higel

Registriert seit: 12.12.2010

Kommentare: 22

30. Juni 2012 - 14:19 Uhr

Ich möchte mich nun nicht auch noch in die ganze Riege der "Fußballsachverständigen" einreihen, aber eine ganz subjektiv empfundene Feststellung zum Besten geben. Das fing schon an beim Absingen der Nationalhymnen, die Italiener "brannten" alle, nicht nur wegen der belcantohaften Melodie ihrer Hymne (nicht nur Starsänger Buffon), alle, unabhängig ihrer Hautfarbe und Herkunft schrieen das "Italia" in den Himmel Warschaus hinein. In jeder Faser eines jeden Spielers spürte man den unbedingten Siegeswillen.

Und die deutschen Spieler, großteils "erloschen" standen sie da, nichts zu spüren von einem Siegeswillen, kaum einer hat mitgesungen und wenn - dann nur ein wenig die Lippen bewegt.

Und so begann das Spiel, genau so wie das Singen. Zwei Tore und die Deutschen waren endgültig "erloschen", kein Leben mehr in der Mannschaft. Wer auf die Körpersprache achtete, sah recht bald, dass da nichts mehr draus werden sollte mit einem Gegenlauf der Deutschen. Wirklich ohne Feuer und Leidenschaft, das war mein Empfinden, gegen eine "brennende" italienische" Mannschaft.

Dieser "brenndenden" Mannschaft gönne ich den Titel.
Forca Italia!!!

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Ammar Ulabi™  

Ammar Ulabi™

Registriert seit: 08.05.2009

Kommentare: 3969

30. Juni 2012 - 17:58 Uhr

Hallo Herr Higel,

da Sie als einer der wenigen hier das Thema "Nationalhynme mitsingen" aus solch einer überzeugenden und zutreffenden Betrachtung her ansprechen, sage ich Ihnen mal gerne was Ergänzendes dazu:

Der "Inno di Mameli" ist, anders als bei unserem "Einigkeit und Recht und Freiheit" nicht nur eine Aufforderung sondern eine regelrechte Aufbruchsanweisung. Die Marschmusik verstärkt diese botschaftliche Inbrunst entsprechend. Kein Wunder also, wenn man da geneigt und ergriffen ist, da regelrecht mitzuschmettern.

Wäre ich allerdings Italiener bzw. in einer Situation, in der es diese Hymne inbrünstig mitzusingen gelte, dann würde ich an ihrer umstrittensten Stelle im Refrain ( 2 x "Siam' pronti alla morte" = Wir sind bereit zum Tode [um die Ideale zu verfolgen]) entweder schweigen oder aber das Wort "morte" (Tod) durch das Wort "sorte" (=persönliches Schicksal, die eigene Bestimmung) ersetzen.

So geschieht es auch in den italienischen Grundschulen, in den Jahrgängen, in denen man im Heimatkundeunterricht auch die Nationalhymne behandelt und man den Kleinen ItalienerINNEn zwar den Originaltext nicht vorenthält, sie aber lieber das Wort "sorte" singen läßt, damit aus Kinderkehlen keine Todesbereitschaft über deren Lippen geht.

Um die Umstrittenheit dieser Zeile wieder zu erkennen und festzustellen, wie die Italiener sehr verantwortlich damit umzugehen wissen, zeigt sich hier, wo die kleine Eleonora nur die erste Strophe singt und der Refrain sodann von einem Erwachsenenchor übernommen wird:

http://www.youtube.com/watch?v=axHa6dUeeFI

Einen weiteren Beleg für die Umstrittenheit der besagten Zeile lieferte aber auch dieser uns allbekannte Clown auf seine typische Art, und zwar genau bei Zeitindex 1:31 :

http://www.youtube.com/watch?v=H6z6c3pJs0o

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herbert scholl

Registriert seit: 09.05.2009

Kommentare: 1075

30. Juni 2012 - 18:33 Uhr

Was soll's ??
"Marschons,Marschons " hat den Bleus auch nicht geholfen !

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Franck Mitaine

Registriert seit: 24.02.2011

Kommentare: 32

30. Juni 2012 - 19:09 Uhr

@ Hr. Scholl
Tss Tss Tss "Marschons,Marschons " ist die Allemanisch version für "Marchons, Marchons" nehme ich an. alles gut.

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Elly Brodhag

Registriert seit: 18.11.2010

Kommentare: 325

30. Juni 2012 - 19:11 Uhr

Genau, Herr Scholl, auch den Portugiesen nicht, auch wenn Ronaldo

Helden der See, edles Volk;
Tapfere und unsterbliche Nation.
Nun ist die Stunde gekommen um
Portugals Glanz erneut zu zeigen.
Aus dem Nebel der Vergangenheit,
Oh Vaterland, hören wir die Stimmen
Unserer altehrwürdigen Vorväter.
Dies soll uns zum Siege führen!

(Refrain)
An die Waffen, die Waffen;
Zu Land und zur See!
An die Waffen, die Waffen;
Um unser Vaterland zu verteidigen!
Um den feindlichen Geschützen entgegen zu marschieren!
usw.

voller Inbrunst die protugiesische Hymne mitgesungen hat ;-).

Es ist doch egal, ob man mitsingt oder nicht. Verwerflicher finde ich die Fans mit ihrem dümlichen Gepfeife, wenn die jeweils gegnerische Nationalhymne gespielt/gesungen wird. Aber noch ekliger bzw. bescheuerter finde ich das stereotype "Sieg"-Gebrülle von den deutschen Fans. Es hett eifach e Gschmäckle.

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herbert scholl

Registriert seit: 09.05.2009

Kommentare: 1075

30. Juni 2012 - 19:38 Uhr

Herr Mitaine,
Vom Castrum Estufin über Hochkönigsburg nach Haute- Koenigsbourg
wae kein guter Weg für Hüben und Drüben.
Meine erste Freundin war aus Colmar,damals Kolmar.

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Ammar Ulabi™  

Ammar Ulabi™

Registriert seit: 08.05.2009

Kommentare: 3969

30. Juni 2012 - 19:50 Uhr

An diejenigen, die es angeht:

Etwas wollte ich ja immer schon mal loswerden (hat gewiss der/die eine oder andere auch hier schon kundgetan in der jüngeren Vergangenheit):

Ist Euch allen schon mal aufgefallen, dass die Spanier NIE ihre Hymne mitsingen, geschweige denn mitschmettern ?

Und sie wurden trotzdem Welt- wie Europameister und stehen heuer schon wieder im Finale.

Die Schotten allerdings singen ein lokalpatriotisches Volkslied mit - und wurden noch nie was bei internationalen Fussballturnieren.

Bitte DARÜBER auch mal bisschen nachdenken.

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Elly Brodhag

Registriert seit: 18.11.2010

Kommentare: 325

30. Juni 2012 - 21:27 Uhr

@Ammar Ulabi: Die Spanier können nicht mitsingen - es gibt keinen Text für die Hymne.

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Ammar Ulabi™  

Ammar Ulabi™

Registriert seit: 08.05.2009

Kommentare: 3969

30. Juni 2012 - 22:06 Uhr

@ Elly

Eben drum ;-)
Genau DAS war es ja, worauf es mir bei diesem Argument ja auch ankam. ;-))

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Brigitte Röhrich

Registriert seit: 01.07.2012

Kommentare: 3

01. Juli 2012 - 11:39 Uhr

Jetzt einen Rücktritt von Joachim Löw zu fordern ist doch völlig übertrieben. Man muß doch da mal auf dem Teppich bleiben und wieder zu einer gewissen Nüchternheit zurückkehren. Ich muß mich schon sehr wundern, wie schnell eine Stimmung kippen kann. Auch die im Ausland in den Zeitungen geschrieben Kommentare waren zum Teil so überzogen und gehässig, da weiß man doch wieder "was Sache ist". Und erst die "Bild"! Das war auch unter allem Niveau, aber aus dieser Richtung erwartet man ja auch nichts anderes. Man sollte bedenken, dass es sich bei Trainern, Spielern usw. um "Menschen", die eben auch mal Fehler machen, handelt und nicht um Maschinen. Die Devise heißt: Emotionen runter kochen.

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Martin Bitdinger

Registriert seit: 21.04.2012

Kommentare: 206

01. Juli 2012 - 13:27 Uhr

"Man sollte bedenken, dass es sich bei Trainern, Spielern usw. um "Menschen", die eben auch mal Fehler machen, handelt und nicht um Maschinen."

Das ist schon richtig, aber Löw ist nicht ehrenamtlicher Trainer eines Dorfvereins.

Er ist durch sein hochbezahltes "Amt" als Bundestrainer bereits mehrfacher Millionär geworden und hat schon lange ausgesorgt. Das ist ihm gerne zu gönnen.

Aber dann müssen auch die Resultate stimmen.
Wie bei jedem kleinen schlechtbezahlten Angestellten auch.

Löw hat ja mal kokettiert mit einem Trainerjob in Barcelona nach der DFB-Zeit. Da soll er mal nach 4 Jahren ohne Titel sagen: "wir dürfen jetzt nicht alles in Frage stellen". Da fliegt er spätestens nach dem zweiten Jahr ohne Titel. Und das zurecht!

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Brigitte Röhrich

Registriert seit: 01.07.2012

Kommentare: 3

01. Juli 2012 - 13:57 Uhr

@Herr Bitdinger

Auch Geld macht aus Menschen keine Maschine, die immer und überall gut funktioniert.

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Martin Bitdinger

Registriert seit: 21.04.2012

Kommentare: 206

01. Juli 2012 - 14:23 Uhr

"Auch Geld macht aus Menschen keine Maschine, die immer und überall gut funktioniert."
Hat das jemand behauptet ?
Und schön, wenn Löw wenigsten 50% seiner Bezüge an den DFB zurückzahlt.

Löw muss auch nicht IMMER und überall "funktionieren", aber EINMAL bei jetzt 4 Turnieren kann man doch schon verlangen...
Soll er sich halt einen anderen Job suchen, wo seine Versagensquote geringer oder egal ist...

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Ralph Walchner

Registriert seit: 26.06.2009

Kommentare: 806

01. Juli 2012 - 15:10 Uhr

Wenn die hohe Bezahlung der Trainer einen Titel garantierte, dann gäbe es dieses Jahr wahrscheinlich 16 Europameister und doppelt so viele Champions-League Sieger.

Ich sage nach wie vor, dass die Aufstellung die Niederlage nur zu einem kleinen Teil verursachte. Die Hauptursache lag in mangelnden Einsatz der Mannschaft und individuellen Fehlern. Trotzdem muss sich Löw natürlich die Kritik gefallen lassen. Man sollte aber auch nicht vergessen, dass die Spieler auf dem Platz die haarsträubenden Fehler gemacht haben. Auf diese möglichen Fehler hat Löw in der Vorbereitung der Partie mit Sicherheit eindringlich hingewiesen und daher in meinen Augen auch nicht zu verantworten.

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Martin Bitdinger

Registriert seit: 21.04.2012

Kommentare: 206

01. Juli 2012 - 15:51 Uhr

"Wenn die hohe Bezahlung der Trainer einen Titel garantierte, dann gäbe es dieses Jahr wahrscheinlich 16 Europameister und doppelt so viele Champions-League Sieger."

Etliche Trainer sind ja auch bereits zurückgetreten (worden).
Man kann nicht Millionen kassieren und bei Versagen sich dann vor der Verantworung drücken oder die Schuld bei anderen suchen.
Es wird z.B. immer Abwehrfehler und daraus Gegentore geben, aber eine Mannschaft wird von einem guten Trainer so eingestellt, daß sie positiv darauf reagiert und nicht wie ein kopfloser Hühnerhaufen.

Nicht die Gegentore oder überhaupt die Niederlage an sich waren für mich wie für viele so ernüchternd, sondern das wie und auch die Nichtreaktion der Mannschaft. Das offensichtliche Unvermögen, mit einem Rückstand umzugehen.

Die fehlenden 20% Kampfgeist...

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Stefan Voges

Registriert seit: 11.05.2010

Kommentare: 46

01. Juli 2012 - 16:25 Uhr

"Neuanfang ohne Jögi Löw, der Deutschlands besten Torhüter Marc-André Ter Stegen zu Hause lässt..."

@ Dennis Özkan: Mit diesem Torhüter wären wir Europameister geworden? Was hat Manuel Neuer schlecht gemacht?

Ach ja, wer wäre denn für einen Neuanfang am besten geeignet?

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Ralph Walchner

Registriert seit: 26.06.2009

Kommentare: 806

01. Juli 2012 - 17:09 Uhr

"Man kann nicht Millionen kassieren und bei Versagen sich dann vor der Verantworung drücken oder die Schuld bei anderen suchen. "

Da stellt sich die Frage was unter "Versagen" zu verstehen ist. Mit 0 Punkten in der Vorrunde zu scheitern würde ich als Versagen bezeichnen. Wenn man es als Versagen bezeichnet unter die Besten Vier Mannschaften zu kommen, hat man in meinen Augen keinerlei Respekt vor der Leistung der Gegner und leidet unter Realitätsverlust.

"...aber eine Mannschaft wird von einem guten Trainer so eingestellt, daß sie positiv darauf reagiert und nicht wie ein kopfloser Hühnerhaufen."

Interessante Sichtweise. Wenn das nur so einfach wäre und ein Nationaltrainer in der kurzen Zeit der Vorbereitung darauf wirklich großen Einfluss haben könnte.....

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Harald Meierhofer  

Harald Meierhofer

Registriert seit: 12.09.2011

Kommentare: 2115

01. Juli 2012 - 19:40 Uhr

Herr Bitdinger, Sie tun so, als würde Herr Löw *Ihnen* irgend etwas schulden.
Tut er aber nicht.
Der DFB bezahlt sein Gehalt, und er schuldet nur dem DFB etwas. Ihre ureigenen Befindlichkeiten gehen dem DFB und Herrn Löw vermutlich ziemlich am Allerwertesten vorbei.

Die Nationalmannschaft über 6 Jahre stabil unter den vier besten Teams der Welt zu halten, ist an sich schon eine sehr gute Leistung. Ein Titel wäre das Sahnehäubchen, sicher, aber eben nur das.

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Elly Brodhag

Registriert seit: 18.11.2010

Kommentare: 325

01. Juli 2012 - 22:56 Uhr

@Ammar: Wie war das nochmal? Wie wichtig ist das Mitsingen der Nationalhymne? ;-)

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Christian Stocker

Registriert seit: 01.09.2010

Kommentare: 166

01. Juli 2012 - 23:31 Uhr

Ich finde auch, daß Löw durchaus gute Arbeit gemacht hat. Allerdings wurde er meineserachtens von Schriftsteller Lahm, mit Abstrichen (verletzungsbedingt) von Schweinsteiger aber vor allem von Podolski im Stich gelassen. Diese 3 Spieler, welche in der Summe zusammen etwa 300 Länderspiele haben, müssen ganz anders auf dem Platz auftreten. Als sogenannte Führungsspieler haben sie absolut versagt. Es tut mir leid es zu sagen zu müssen, aber ich hatte den Eindruck, daß beim Spiel gegen Italien die ganze Mannschaft Angst hatte. Warum frage ich mich???
Es kann ja immer mal wieder vorkommen, daß man mit 0:1 in Rückstand gerät, aber
deshalb ist das Spiel ja noch nicht vorbei!! Aber unsere Mannschaft steckte danach auf und auch, und das ist für mich negativ das Überraschende, auch kämpferisch auf! Das kenne ich so von einer Deutschen Nationalmannschaft nicht! Spätestens beim 0:2 und der anschliessenden provozierenden Jubelgeste von Balotelli habe ich gehofft, daß jetzt eine Trotzreaktion kommt. Hier hätten die sog. Führungsspieler voranschreiten müssen! Podolski wurde dann endlich zu Halbzeitpause ausgewechselt, aber auch von einem wohl verletzten Schweinsteiger erwarte ich, wenn er spielt, daß er versucht aggressiv die Mannschaft mitzureißen, oder Löw hätte ihn auswechseln müssen! Lahm wirkt für mich wie ein Schulbub, aber nicht wie ein Kapitän! Viel zu brav! Diese Mannschaft ist sehr talentiert, aber um Titel zu gewinnen, muss wieder ein Schuß positive Agressivität und absoluter Siegeswille Einzug halten.
Dieser war nach dem 0:1 leider nicht mehr zu spüren und nach dem 0:2 sind unsere Spieler mit Ausnahme von Neuer, Klose und Reus nur noch über den Rasen geschlichen! Von daher war die Leistung der Deutschen Mannschaft im Turnier meinetwegen gehoben durschnittlich aber keinesfalls sehr gut!

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Volker Klein

Registriert seit: 03.02.2011

Kommentare: 131

02. Juli 2012 - 10:51 Uhr

Die meisten Spieler der deutschen 11 sind beim Singen der Hymne schläfrig geworden und wurden nicht wieder 100 Prozent wach. Am besten sang noch Manuel Neuer mit, der am Ende fast noch das - in der EM-Geschichte einzige - reguläre Tormann-Tor geschossen hätte, wenn der Schiedsrichter nur fünf Sekunden Später in die Trillerpfeife geblasen hätte. Wer will da noch an Zufall glauben? Singen üben, sonst wird das nie etwas.

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Michael Basket  

Michael Basket

Registriert seit: 30.07.2009

Kommentare: 1207

02. Juli 2012 - 11:01 Uhr

@ Herr Klein: Mir sind 11 schweigende Fussballer bei einer Hymne lieber, wie 11 besoffene Glatzköpfe die mitgrölen. Fussballer sin zum Fussballspielen da, nicht zum singen! Dafür gibt es anderes Personal. P. Lahm hat mitgesungen: Fehler beim Gegentor, als er das Abseits aufhob. Schweinsteiger hat mitgesungen: Eines seiner schwächsten Turnierspiele überhaupt! Özil hat nicht mitgesungen: Elfmeter verwandelt. Was sagt das ganze jetzt über die (Mit-)Singerei aus? Nix, rein gar nix! Mir geht die ganze Diskussion gegen den Strich! Auch bei anderen Sportarten (z.B. Leichtathletik) wird auf dem Siegerpodest (meist) nicht mitgesungen. Haben Sie in der Formel 1 mal einen Deutschen die Hymne siegen sehen? Sind die Nichtsinger jetzt schlechtere Deutsche wie die Singer? Wen man ein Haar in der Suppe finden will, dann findet man Sie auch! Was kommt als nächstes? Das einer gesungen hat, aber nicht laut genug? Oder richtig genug? Wenn ich jemanden singen hören will, gehe ich zum Konzert/Oper oder sonstiges. Ins Fussballstadion gehe ich zum Fussball schauen, außer dort ist gerade ein Konzert ;-)......

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Volker Klein

Registriert seit: 03.02.2011

Kommentare: 131

02. Juli 2012 - 11:17 Uhr

Herr Basket, Singen schweißt zusammen. Deshalb wird doch auch die vierte Internationale gesungen. Löw braucht einen Gesangstrainer zur Seite. Ob das wirklich hilft, das muß man das BZ-Schweine-Orakel fragen, das ist da natürlich kompetenter als unsereins.

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Michael Basket  

Michael Basket

Registriert seit: 30.07.2009

Kommentare: 1207

02. Juli 2012 - 11:23 Uhr

@ Herr Klein: "Singen schweißt zusammen" ? Da kennen Sie aber meine ehemaligen Mannschaftskameraden nicht, das Geheule war eher zum wegrennen ;-) ...

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Jens Müller-Storz  

Jens Müller-Storz

Registriert seit: 04.07.2011

Kommentare: 633

02. Juli 2012 - 13:17 Uhr

Der DFB gibt soeben bekannt, dass Gotthilf Fischer Gesangstrainer wird.

Regt euch nicht auf, Sammler ist schon in München und er Bundes Jogi geht da auch noch diese Woche hin. Herr Löw singt, soweit ich mich erinnern will, auch nicht mit. Der popelt ...

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Volker Klein

Registriert seit: 03.02.2011

Kommentare: 131

03. Juli 2012 - 09:51 Uhr

Herr Basket, für Ihre Kameraden noch ein Geheimtip für kostenlosen Gesangsunterricht: (http://www.candy-college.com/tipps-tricks/online-singen-lernen/). Auch Jogi Löw und seinen Mannen zu empfehlen.

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Michael Basket  

Michael Basket

Registriert seit: 30.07.2009

Kommentare: 1207

03. Juli 2012 - 10:12 Uhr

@ Herr Klein: Vielen Dank für den Tip! Sollte ich mich bei meinen Kameraden mal unbeliebt machen wollen, werde ich darauf zurückgreifen ;-) ....

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Ammar Ulabi™  

Ammar Ulabi™

Registriert seit: 08.05.2009

Kommentare: 3969

03. Juli 2012 - 11:04 Uhr

Wir machen das ab 2016 (Frankreich) am allerbesten nur noch so, dass die Fussball-EURO mit dem European Song Contest zusammgelegt werden.

Dann wird der wahre Europameister aufm Platz künftig etwa so gefunden:

"Hello togther, this is Geneva calling, the capital of the Uefa ... and here are the results of our votes:

Germany: No Goals
.....
.....
.....

Italy: 10 Goals

and our 12 Goals - Vote goes to ....., ...., ...., ....,

S P A I N !!!

http://www.youtube.com/watch?v=S7MOhUnXksE&feature=fvwrel

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