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22. Februar 2010 17:00 Uhr
Jetzt gibt es auch ein Seniorenorchester
Blasmusikverband Kaiserstuhl-Tuniberg hat keine Nachwuchssorgen
Nicht nur die Jugend ist im Blasmusikverband Kaiserstuhl-Tuniberg besonders aktiv, zum Beispiel bei Solo- und Gruppenwettbewerben. Auch das vor kurzem gegründete Seniorenorchester stößt auf großen Zuspruch.
VOGTSBURG-BISCHOFFINGEN / KAISERSTUHL / TUNIBERG (ca). Dies wurde in der Jahreshauptversammlung in Bischoffingen deutlich. Georg Opitz, Präsident des Blasmusikverbands, begrüßte nach dem musikalischen Willkommensgruß der Winzerkapelle Bischoffingen viele Gäste in der Bischoffinger Festhalle. Vogtsburgs Bürgermeisterstellvertreter Udo Beck betonte, wie wichtig die Blasmusik neben dem Wein für die Region sei. "In Vogtsburg gibt es allein 5 Musikkapellen, in denen viele Bürgerinnen und Bürger aktiv sind", sagte er. Der Vorsitzende der Winzerkapelle Bischoffingen nutzte die Gelegenheit, die Kapelle kurz vorzustellen. "In diesem Jahr können wir unser 125-jähriges Bestehen feiern", betonte er stolz.
Schriftführerin Christiane Gondorf blickte auf die Veranstaltungen des Verbands zurück. Im Mittelpunkt standen zum Jahresende die Prüfungen zum Jungmusikerleistungsabzeichen und ein Solowettbewerb, berichtete sie. Derzeit habe der Verband 3076 Mitglieder. Vor allem viele junge Musiker seien in den Kreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen und der Stadt Freiburg aktiv. 1163 Mitglieder seien Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren, der Altersdurchschnitt liege bei 28 Jahren, erklärte die Schriftführerin.
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Von einem leichten Zuwachs auf dem Konto des Verbands berichtete Rechnerin Elke Mackensen. Vor allem die Zuschüsse des Landes, der Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen sowie der Stadt Freiburg seien wichtig. Allerdings gehe sie davon aus, dass die Kosten für den Solowettbewerb in Zukunft steigen werden. "Wir geben mehr aus, als wir einnehmen. Im Moment ist es noch möglich, dass der Verband diesen Wettbewerb so hoch bezuschusst, aber daran muss sich etwas ändern", sagte Mackensen.
Verbandsdirigent Bernd Becker sagte, dass 2010 wieder ein Wertungsspiel für Orchester in Kooperation mit dem Markgräfler Musikverband geplant ist. Zudem wies er auf das Landesmusikfest 2010 vom 14. bis 16. Mai in Metzingen hin. "Leider haben sich nur 5 Orchester aus dem Bund Deutscher Blasmusikverbände angemeldet, es wird also fast eine rein schwäbische Veranstaltung werden", bedauerte er. Das Landesmusikfestival finde dieses Jahr in Villingen-Schwenningen zusammen mit der Landesgartenschau statt, informierte er.
Jeden ersten Montag im Monat probe bereits fleißig das neue Seniorenorchester, berichtete Becker. Auch wenn der Zuspruch erstaunlich groß sei, könnten die "Musikerpensionäre" noch Verstärkung in allen Registern gebrauchen. "Wir haben auch schon Anfragen für Auftritte", fügte er hinzu. Für 2010 sei wieder ein Workshop für Dirigenten geplant, sagte Becker.
Besonders erfreulich sei die große Beteiligung am Solowettbewerb im vergangenen Jahr gewesen, hob Jugendleiter Frieder Stoll im Anschluss hervor. Mit 111 Meldungen hätten doppelt so viele Musikerinnen und Musiker wie im Vorjahr teilgenommen. "Die Ergebnisse waren außerordentlich gut, der Aufwand hat sich gelohnt", betonte Stoll.
Im Bereich des Jungmusikerleistungsabzeichens seien Ende 2010 Neuerungen bei der Auswahl der Stücke geplant, informierte er. So sollen wieder Hefte mit verbindlichen Literatur herausgegeben werden. Außerdem erinnerte Stoll an den Gruppen- und Vororchesterwettbewerb, der in diesem Jahr am 13. und bei großem Zuspruch auch am 14. November stattfindet. Im Mai oder Juni gibt es in Umkirch zum ersten Mal einen Grundkurs in Rhythmik und Gehörbildung.
Opitz betonte in seinen Dankesworten, wie notwendig die Zuschüsse für den Blasmusikverband seien. "Die Gelder für die Jugend und die musikalische Ausbildung sind eine wichtige Investition in die Zukunft", sagte er. Vizepräsident Dieter Hohwieler lobte Opitz für seine Arbeit und überreichte ihm eine Flasche Wein. "Sein Einsatz ist nicht aufzuwiegen", betonte er.
Wahlen: Alle Mitglieder des Präsidiums wurden in ihren Ämtern bestätigt. Verbandspräsident ist weiterhin Georg Opitz, Vizepräsident Dieter Hohwieler, Rechnerin Elke Mackensen, Schriftführerin Christiane Gondorf, Verbandsdirigent Bernd Becker und Jugendleiter bleibt Frieder Stoll.
Kontakt: Georg Opitz; Telefon: 07642/1725; E-Mail: georgopitz@gmx.de
Autor: ca
