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12. November 2010

Gemeindehaus soll schöner werden

Die evangelische Kirchengemeinde Ihringen investiert 1,2 Millionen Euro in den Umbau und die Renovierung.

  1. Das Freiburger Architektenpaar Silke Dewes und Wolfgang Stocker hat den Architektenwettbewerb für die Neugestaltung des Ihringer Gemeindehauses gewonnen. Foto: elisabeth Jakob-Kölblin

IHRINGEN. Das Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Ihringen soll schöner werden. In einer Gemeindeversammlung wurde jetzt das 1,2 Millionen Euro teure Umbau- und Renovierungsvorhaben interessierten Bürgern vorgestellt.

Auf Anraten der Kirchenbaudirektion war ein Architektenwettbewerb ausgelobt worden. 5 Architekturbüros wurden angeschrieben, darunter auch Architekten aus Ihringen und Breisach. Aufgabe war einerseits, das Gemeindehaus energetisch aufzuwerten, und andererseits die Struktur des Gebäudes so zu verändern, dass das Haus an der Kirchstraße erkennbarer und auffälliger wird. Der Entwurf des Freiburger Architektenpaars Wolfgang Stocker und Silke Dewes fand die Zustimmung des Entscheidungsgremiums, dem Vertreter der Kirchengemeinde sowie der Architekt Thomas Gillich, Architekt beim Kirchenbauamt der Landeskirche, angehörten. In der Versammlung wurden alle 5 Entwürfe an Pinnwänden vorgestellt.

Architekt Wolfgang Stocker stellte seinen Entwurf vor. Danach soll das Erdgeschoss neu aufgeteilt werden, mit dem Ziel einer verbesserten, lichtdurchfluteten Eingangssituation und der Erschließung aller Funktionen. Das neue Eingangsfoyer mit der eingestellten Treppenskulptur verbinde das Erdgeschoss mit dem Obergeschoss und schaffe geschossübergreifende Blickbeziehungen und somit eine attraktive, klar ablesbare Erschließung des großen Gemeindesaals, erläuterte der Architekt.

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Der kleine Saal wird zur Straßenseite verlegt, um eine Signalwirkung nach Außen zu erreichen. Direkt an den Saal schließt sich die Küche an. Durch die Anbindung der Küche an die Aufzugsanlage könne auch der große Saal im Obergeschoss auf kurzem Weg bedient werden. Drei neue Gruppenräume im Erdgeschoss werden durch einen vierten im 2.Obergeschoss für die Tagesbetreuung Demenzkranker ergänzt.

Die Balkone werden durch Glasfronten aufgewertet und Erker sollen Sichtbeziehungen zum örtlichen Umfeld herstellen. Künftig soll es nur noch eine Wohnung im 2. Obergeschoss geben.

Die Fassaden und Fenster werden entsprechend dem historischen Ortsbild mit Putz und Holzelementen in Naturtönen versehen. Durch innere und äußere Fassadendämmung sowie einer dreifach Isolierverglasung soll der Wärmeverlust deutlich reduziert werden.

Auch ein Raum für die Tagesbetreuung Demenzkranker

Die bestehende Heizanlage könne erhalten bleiben. Erneuert wird aber die Lüftungsanlage. Im großen Saal ist eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung vorgesehen.

Pfarrer Peter Boos beantwortete im Anschluss Fragen der Zuhörer. Das Gemeindehauses wurde 1967 für 600 000 D-Mark gebaut. Der jetzige Umbau kostet 1,2 Millionen Euro. Pfarrer Boos betonte, dass seit 1967 an dem Gebäude nichts mehr gemacht worden sei. Die Betonwand im großen Saal, die vielen Bürgern auch heute noch immer nicht gefällt, solle erhalten bleiben. Während der Umbauphase soll hauptsächlich das Jugendhaus in der Zeppelinstraße für Treffen und Veranstaltungen genutzt werden.

Gute Nachrichten hatte der Pfarrer zur Finanzierung des Projekts. Dank Spenden, guten wirtschaftlichen Verhältnissen und einem Zuschuss der Landeskirche könne bald mit dem Umbau begonnen werden.

Autor: Elisabeth Jakob-Kölblin