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06. September 2008

Einfach leben kann Spaß machen

Kinder erlebten spannende Ferientage in der Natur / Jeden Tag wurde für 26 Leute Brot im Lehmbackofen gebacken.

KIRCHZARTEN. "Leben wie die Schwarzwaldindianer", das versprach Spannung für Kinder und Jugendliche, die im Rahmen des Ferienprogramms des Jugendbüros Kirchzarten zum Thurner zogen, um dort ein paar Tage mit einfachsten Mitteln zu leben.

Nun, jeder wusste, das es im Schwarzwald keine Indianer gab. Aber wie hätten sie gelebt, wenn sie am Thurner zu Hause gewesen wären? 19 Kinder und sieben Betreuer versuchten, ihre Ferien einmal mit einfachen Mitteln zu gestalten, die ihnen vor allem die Natur bot. Wigwams brauchten sie zwar nicht bauen, als Unterkunft hatten sie die einfache Hammerloch-Hütte und der einzige Komfort war Strom. Sonst sollte versucht werden, so wenig wie möglich einzukaufen und sich das Lebensnotwendige aus der Natur zu beschaffen. Bereits im dritten Jahr fand diese Freizeit unter Leitung von Gudrun Janoschka von der "Einfach-leben-Schule" in Stegen statt. Eine Gruppe hatte bereits einen Lehmofen gebaut, der jetzt standig fürs Brotbacken angeheizt wurde. Die Kinder lernten einen Bachkühlschrank bauen. Im Wald wurden Beeren für Marmelade gesammelt, für das Feuer musste eifrig Holz beschafft werden.

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Auch das Spielen kam nicht zu kurz: Dazu wurden Materialien im Gelände gesammelt und Feld und Wald waren ideale Spielplätze. Es wurde gebastelt und zum Beispiel ein Buttermesser geschnitzt. In Gemeinschaft leben wurden jeden Tag aufs Neue geübt, indem über alle Vorhaben und Aufgaben diskutiert und abgestimmt wurde.

Zum Abschluss der Ferienaktion hatte Deborah Kunz vom Jugendbüro die Kinder für einen Spielnachmittag auf das Freizeitgelände Engenwald eingeladen. Ebenfalls unter Anleitung von Gudrun Janoschka zogen die Kinder zunächst in den Wald, um Pflanzen und Früchte zu sammeln, die sie dann unter weißen Hütchen zu einem lustigen und lehrreichen Naturmemorie versteckten.

Autor: Karlheinz Scherfling