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20. Mai 2009
Geschichte der Ritterorden
Im Römermuseum Villa urbana in Heitersheim öffnet am Donnerstag eine neue Ausstellung.
HEITERSHEIM (mod). Vor zwei Jahren war im Römermuseum Villa urbana in Heitersheim die Ausstellung "Die Kreuzzüge – Eine Spurensuche" zu sehen. Am Donnerstag wird nun die Folgeausstellung "Die Kreuzzüge – Die Ritterorden" eröffnet. Wieder sind die Ausstellungsstücke eine Leihgabe der befreundeten Ritterhausgesellschaft Bubikon in der Schweiz. Wie die erste Ausstellung wurde auch diese dort bereits gezeigt und stieß auf überwältigende Resonanz.
Der ehemalige Präsident der Ritterhausgesellschaft, Hans-Peter Frei, und die dortige Museumsleiterin Daniela Tracht haben dem hiesigen Museumsleiter Manfred Schlegel beim aufwändigen Transport und Aufbau geholfen. Sie werden in die Thematik einführen und beim anschließenden Rundgang die Exponate erklären. Die Historische Gesellschaft Heitersheim, die den Kontakt mit Bubikon pflegt, ist stolz darauf, im Heitersheimer Römermuseum bis zum 30. August diesen Einblick in die Geschichte der Ritterorden geben zu können.Vorgestellt werden die drei großen Ritterorden aus der Zeit der Kreuzzüge ins Heilige Land: Die Orden der Templer, Johanniter und des Deutschen Ordens. Aufgefächert wird die Entwicklung von der Gründung bis zu Beginn des 14. Jahrhunderts als die Johanniter ihren Hauptsitz endgültig auf die Insel Rhodos verlegten. Neben einem Überblick über die Kreuzzüge wird die "Idee" der Ritterorden erläutert, die im 11. Jahrhundert im Zuge der Erneuerungen entstanden sowie ihre jeweilige Entstehungsgeschichte und ihre verschiedenen Aufgabenbereiche.
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Besonders intensiv widmet sich die Ausstellung dem Johanniter- und Malteserorden, seinen Regeln und Wurzeln sowie dem Heiligen Johannes als Patron. Gleichzeitig sind die Verbreitungsgebiete und die Verteilung der Besitztümer dargestellt. Nicht vergessen wurden die kleineren Orden, wie der Lazarusorden, der in Gfenn, im Zürcher Oberland, ein Ordenshaus besaß, oder die Orden der Spanischen Reconquista.
Die Internationalität der Orden begünstigte den kulturellen Austausch zwischen Morgen- und Abendland. Viele Gewürze und Früchte heute sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ebenso hat sich in den Naturwissenschaften, der Musik und in der Sprache das "Morgenländische Erbe" manifestiert, das in einem separaten Teil der Ausstellung dokumentiert wird. Sogar eigene Münzprägungen und Briefmarken der Orden sind zu sehen.
Die Ritterorden überdauerten diverse Strömungen, Entwicklungen und Kriege der Zeit. Bis heute sind der reformierte Johanniter- und der katholische Malteser-Orden dort aktiv tätig, wo die Not am größten ist: bei den Armen, Kranken und Schwachen dieser Welt. Solches Engagement und weitere Besonderheiten werden in einem speziellen Bereich durch zeitgenössische Exponate umfangreich dokumentiert. Zu der Ausstellung gibt es ein 82 Seiten starkes Begleitheft.
Autor: mod


