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24. April 2010
Mehr Transparenz für die Wahl der passenden Klinik
Helios-Rosmann-Krankenhaus führt Qualitätsmesssystem ein.
BREISACH (kff). Die Breisacher Helios-Rosmann-Klinik ist eines von bundesweit 122 Krankenhäusern, die seit Neuestem Daten zur Messbarkeit ihrer medizinischen Leistung veröffentlicht. Grundlage der Zahlen sind 1,8 Millionen stationär und 4,2 Millionen ambulant behandelte Patienten in diesen Häusern, zu denen kleine Akutkliniken ebenso zählen wie große Universitätskrankenhäuser –darunter auch das Kantonsspital Basel als einzige nicht deutsche Klinik.
Die laufend aktualisierten Daten werden mit dem Kooperationspartner, der Ärztekammer Berlin, ausgewertet, um statistische Aussagen über 90 Prozent der medizinischen Hauptdiagnosen, vor allem im chirurgischen und internistischen Bereich, gewinnen zu können. Als Basis wird von den Sterblichkeitsquoten in den Krankenhäusern ausgegangen.
"Diese Initiative kann die Qualität des Gesundheitswesens in Deutschland entscheidend verbessern", sagte der Ärztliche Direktor der Helios-Klinik, Professor Dr. Michael Pfeiffer, bei der Vorstellung des Qualitätsmessystems. Krankenhäuser und ihre medizinischen Leistungskennzahlen könnten in breitem Umfang vergleichbar werden. Auf die Kliniken selbst käme kein zusätzlicher Bürokratieaufwand zu, denn die für diese Statistiken benötigten Daten würden ohnehin erhoben. Die Initiative Qualitätsmanagement (IQM) ist ein eingetragener Verein und ein unabhängiges Gremium, das die Daten aufbereitet und den beteiligten Kliniken zur Verfügung stellt. Diese können sie dann veröffentlichen und über Internet jedermann zugänglich machen. "Zukünftig wird so eine unmittelbare und überregionale Vergleichbarkeit aller klinischen Anbieter möglich sein", sagte Pfeiffer, der keinen Zweifel daran hat, dass mittelfristig sich die meisten der über 2000 Kliniken in Deutschland an der von den Helios-Kliniken ausgehenden Initiative beteiligen werden.
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Für Patienten soll das IQM-System ein nützlicher Gradmesser sein, an dem sie bei allen aufgelisteten Krankheitsbildern erkennen können, wie hoch die Sterbefälle je Krankenhaus sind. Die Darstellung klinikbezogener Fallzahlen und die Ziel- und Durchschnittswerte der beteiligten Krankenhäuser machen transparent, wie die medizinischen Leistungswerte jeder Klinik, unabhängig von Größe oder Standort, aussehen. Ein Parameter, den auch die Krankenkassen als Kostenträger zum Vergleichsmaßstab heranziehen können. Der Helios-Rosmann-Klinik ermöglicht das neue System, wie Pfeiffer verdeutlichte, die Sicherheit in den Operationsräumen zu erhöhen. In der Zusammenfassung mit den schon seit längerer Zeit erhobenen Zufriedenheitsdaten der Patienten, könne die medizinische Versorgungsqualität insgesamt besser erfasst und zügiger optimiert werden.
"Das IQM-System legt Stärken und Schwächen jedes einzelnen Krankenhauses offen", so Andrea Heese, Verwaltungsleiterin der Breisacher Klinik. IQM biete einen viel weitergehenden und aussagefähigeren Bewertungsmaßstab als herkömmliche Zertifizierungssysteme. Mit Einführung des IQM-System, so schätzt der Ärztliche Direktor, werden sich insgesamt die Anstrengungen in Bezug auf Prävention in der Medizin erhöhen, um damit die Sterblichkeitsrate von Krankenhaus-Patienten positiv beeinflussen zu können. Pfeiffer sieht in der großen Datenfülle, die das System öffentlich darstellt, die gewünschte qualitativ umfängliche Patienteninformation und ist sicher, dass die Patienten damit verantwortungsvoll umgehen werden.
Autor: kff
