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12. März 2010
"Ikarus" und "Christa" sind zurück
Zum zweiten Mal nisten sich die im Dreisamtal bekannten Störche auf dem Stegener Kirchturm ein.
KIRCHZARTEN/STEGEN. Während der Frühling noch weit scheint, besiedelt ein Storchenpaar das Storchennest auf Stegens Kirchturm, im Ebneter Schlossgarten wartet eine Störchin auf ihren Partner und in Kirchzarten prüften Jungstörche den Komfort des Nestes auf der St. Gallus-Kirche.
Manch einer schaut verdutzt den nicht zu übersehenden großen Vögeln in der winterlichen Landschaft nach, andere warteten schon gespannt auf ihre Rückkehr. So konnte Michael Stix aus Stegen mit seinem hoch auflösenden Fernglases feststellen, dass erneut der in Frankreich registrierten Storch "Ikarus" und seine Schweizer Partnerin "Christa" wieder ins Dreisamtal gekommen sind. Beide zogen 2009 als erste Bewohner des Nestes auf der Herz-Jesu-Kirche drei Storchenkinder auf. Hier trotzen sie nun den Wetterkapriolen mit fleißigem Nestausbau. "Allerfrühestens Ende März" erwartet das vogelkundlich interessierte Ehepaar Stix die Eiablage darin. Unterdessen besuchen die beiden Großvögel schnell jedes vom Schnee befreite Stückchen Wiese im Umkreis auf der erschwerten Futtersuche.Werbung
Zu zweit landeten im Februar in Ebnet die Störche, das dort vorbereitete Nest bewohnt die Störchin aber noch ohne Partner. Auch sie weist ihre Beringung als Schweizerin. Gespannt hält Michael Stix Ausschau, ob sich ein Partner bei ihr einstellt.
"Ikarus" hielt vor 16 Jahren Einzug auf der St. Galluskirche in Kirchzarten, seiner ersten langjährigen Partnerin folgte ein kurzes Intermezzo und schließlich "Christa"; 13 Mal wuchsen dort Jungstörche auf. Waltraud Maurer vom Verein "SOS Weißstorch" übernahm neben Vorsitzendem Hagen Späth das Amt der "Storchenmutter vor Ort". Still im Hintergrund arbeitet seit Jahren der nun offiziell von der Gemeinde beauftragte "Storchenvater" Walter Kistler vom Bauhof. "Windstilles Wetter begünstigte das Ausräumen der Verunreinigungen durch aggressiven Vogelkot", berichtete er von der jüngsten dreistündigen Aktion mit drei Mann Unterstützung in luftiger Höhe: Eine Tragekonstruktion aus Metall hält nun den mit Reisig ausgefüllten Nest-Weidekranz von 160 Zentimetern Durchmesser.
Einige Jungstörche testeten schon neugierig, "vielleicht paarungsreife Störche, die hier geboren wurden", mutmaßt Waltraud Maurer in der Hoffnung auf neues Leben im Nest nach einem storchenlosen Jahr.
Mit Erfolgsaussicht bemüht sie sich derzeit um eine neue öffentliche Übertragung aus dem Nest, wie früher in der örtlichen Volksbank, "zur Freude der Kinder und Erwachsenen und zur Vervollständigung meiner 13-jährigen Aufzeichnungen für SOS Weißstorch".
Autor: Monika Rombach
