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22. Mai 2010
40 Jahre Warten haben sich gelohnt
Spatenstich für das Bürgerzentrum mit Kindergarten in Hartheim-Feldkirch / 3,5 Millionen-Objekt auf den Weg gebracht.
HARTHEIM. Am Donnerstag fiel mit dem Spatenstich der Startschuss für den Bau des Bürgerzentrums in Feldkirch. 3,5 Millionen Euro sind für die auf dem 10 000 Quadratmeter großen Gelände entstehende Halle samt Kindergarten budgetiert. Bis im Spätsommer 2011 soll das Großprojekt abgerechnet sein.
Beim beherzten Griff zur Schaufel wurde Bürgermeisterin Kathrin Schönberger von den Planern Johannes Link, Michael Klein und Frank Rickhoff sowie Feldkirchs Ortsvorsteherin Antoinette Faller flankiert. Es war nicht nur für die Bürgermeisterin eine Premiere, zu der sie angesichts der trüben Witterung vorausschauend Gummistiefel mitbrachte, auch für Antoinette Faller war es der erste Spatenstich. Allzu viele Gäste fanden sich zwar auf dem vom Regen aufgeweichten Baugelände nicht ein, doch dafür wimmelte es bei der anschließenden Feier in der Wessenbergschule nur so rund um die von den Landfrauen gedeckte Tafel.Nach dem Sektempfang waren an den Bistrotischen im Klassenzimmer vom Kindergartenkind bis zum Feuerwehrgesamtkommandanten viele Hartheimer Bürger versammelt, um ihre Freude über das zu demonstrieren, was Antoinette Faller dann in Worte fasste: "Was lange währt, wird jetzt gut". Das unterschrieben zuvorderst die anwesenden Gemeinderäte, die Ortschaftsräte, die Verwaltungs- und Bauhofmitarbeiter sowie die Vereinsvertreter. Außerdem war mit Ortsvorsteher Ottmar Seywald aus Schlatt ein äußerst kompetenter Hallenbauprofi in Vertretung von Bad Krozingens Bürgermeister Ekkehart Meroth gekommen, um Hartheim an diesem historischen Tag, so die Bürgermeisterin, zu beglückwünschen. Die eingeladenen Landtagsabgeordneten Fleischer, Bayer und Mielich hatten sich aufgrund Terminverpflichtungen entschuldigt, wobei Gundolf Fleischer eine Baustellenbesichtigung nachholen will.
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40 Jahre schwelte nach Schönbergers Ausführungen in Feldkirch der Wunsch nach einer Halle. Auf den Tag des Spatenstichs hätten die Hartheimer Gemeinderäte engagiert hingearbeitet, und es sich nicht leicht gemacht mit der Suche nach einem geeigneten Plätzchen. Mit dem Bau des Bürgerzentrums nebst Kindergarten – inklusive Vereinsräumen – in der "neuen Mitte am Scheidepunkt von drei Gemeindestraßen" sollen die drei Hartheimer Ortsteile künftig näher aneinander rücken, hofft man.
In den ersten Entwürfen im Jahr 2003 sei das Projekt mit einem Volumen von 2,16 Millionen Euro noch mit einer Option für die Feuerwehr angedacht gewesen. Nachdem jedoch die Zuschüsse für die Konzeption verweigert wurden, kristallisierte sich bis zum Jahr 2008 die Version mit abgespeckter Hallendimension und Kindergartenneubau heraus. Johannes Link, in dessen heimischem Ingenieurbüro intensiv an einem zuwendungsfähigen Modell gefeilt wurde, freute sich, jetzt die seinerzeit von Bürgermeister Martin Singler mit den Gemeinderäten vorangebrachten Pläne in die Tat umsetzen zu können, nach einem weiten Weg der Entscheidungsfindung, wie er erklärte.
Satte 1 000 Quadratmeter Außenfläche stehen künftig nach seinen Worten zur Verfügung für den Kindergarten, der mit einem Flachdachzwischenraum mit der neuen Halle verbunden sein wird. Die 340 Besucher, die der bestuhlte Hallenraum aufnehmen kann, finden vor dem barrierefrei zugänglichen Gebäude in Massivbauweise 98 Parkplätze vor. Am Ende seiner Ausführungen, die in eine anschauliche dreidimensionale Computersimulation mit einer virtuellen Rundfahrt um die neuen Gebäude mündete, ließ Link keinen Zweifel: "Mit diesem Standort wurde die richtige Wahl getroffen".
Autor: Susanne Müller
