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16. Januar 2010

Wenn die Gelenke Probleme machen

Am kommenden Dienstag, zwischen 18 und 20 Uhr, beantworten Experten in einer Telefonaktion Fragen zum Thema Orthopädie.

  1. In Zusammenarbeit mit Dr. Erwin Grom, Ärztlicher Direktor des Ameos-Krankenhauses Dr. Lay (rechts), beantworten Experten der Universitätsklinik Freiburg am Dienstag am Telefon Fragen der BZ-Leser zum Themenkomplex Orthopädie. Auch Professor Norbert Südkamp, Ärztlicher Direktor des Departments Orthopädie und Traumatologie an der Uniklinik, stellt sich den Fragen der Leser. Foto: bianka Pscheidl

VOGTSBURG-BISCHOFFINGEN/ FREIBURG. Rückenschmerzen sind ein häufiger Tribut an den aufrechten Gang des Menschen. Mit zunehmendem Lebensalter bereitet auch der Verschleiß von Gelenken Probleme. Welche Therapien helfen? Was kann der Patient im Alltag gegen seine Beschwerden tun? Am kommenden Dienstag, 19. Januar, beantworten 6 Spezialisten der Freiburger Universitätsklinik in Kooperation mit dem Ameos-Krankenhaus Dr. Lay und der Badischen Zeitung in einer telefonischen Sprechstunde Fragen der BZ-Leser zum Thema Orthopädie.

"Unsere Auskünfte ersetzen natürlich nicht die eingehende Untersuchung und Beratung bei einem Facharzt", betont Dr. Erwin Grom, Ärztlicher Direktor des Bischoffinger Krankenhauses, im Vorfeld der Gemeinschaftsaktion. Das Angebot bestehe vielmehr darin, sich allgemein zu informieren und mögliche Optionen für einen erfolgversprechenden Therapieansatz zu erfahren.

"Gerade in Zeiten großen ökonomischen Drucks wird eine objektive, interessensfreie ärztliche Beratung von Patienten zunehmend nachgefragt", ergänzt Professor Dr. Norbert Südkamp, Ärztlicher Direktor des Departments Orthopädie und Traumatologie am Universitätsklinikum Freiburg. Neben Südkamp stellen sich 5 Fachärzte seiner Abteilung für die Telefonaktion zur Verfügung, die am 19. Januar, zwischen 18 und 20 Uhr stattfindet.

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Fragen zum Thema Wirbelsäule wird Dr. Stefan Knöller beantworten. Es ist davon auszugehen, dass 8 Prozent der Deutschen von täglich auftretenden Rückenschmerzen betroffen sind. Pro Jahr fallen in der Bundesrepublik 31 Millionen ärztliche Behandlungsfälle in diesem Bereich an. Rückenschmerzen sind bei Männern die häufigste, bei Frauen die zweithäufigste Diagnose für Arbeitsunfähigkeit und stellen damit neben dem individuellen Leiden einen hohen Kostenfaktor für die Gesellschaft dar. Die beste Prävention bieten ein gutes und regelmäßig trainiertes Muskelkorsett sowie ein ausgewogenes Körpergewicht.

Mit Fragen zur Hüft- und Knieprothetik können sich die BZ-Leser an Dr. Peter Helwig wenden. In westlichen Industrieländern leiden zirka 15 Prozent der über 65-Jährigen an einer Arthrose des Hüftgelenks. Diese ist ebenso wie die Gelenkarthrose des Knies nicht nur schmerzhaft, sondert führt zu deutlichen Funktionseinbußen und mindert so die Lebensqualität. Bei hochgradigem Verschleiß wird das Gelenk ersetzt, um dem Patienten wieder eine alltagstaugliche und schmerzfreie Beweglichkeit zu ermöglichen. Hüft-Prothesen haben in der Regel eine Lebensdauer von über 15 Jahren, bevor ein Wechsel notwendig wird.

Kniegelenksprothesen müssen üblicherweise nach mehr als 10 Jahren ausgetauscht werden. Die Verschleißerkrankung im Knie betrifft insbesondere ältere Frauen. Im Jahr 2008 wurden in Deutschland 146 000 Knieprothesen und 157 000 Hüftprothesen erstmalig transplantiert.

Auskünfte zu dem Gelenk mit dem größten Bewegungsumfang, der Schulter, wird Dr. Martin Jaeger erteilen. Die Schulter ist bei jeder Bewegung des Armes beteiligt. Auftretende Schmerzen können in den Arm oder in den Nacken ausstrahlen und auch in Ruhe auftreten. Probleme an der Schulter müssen nicht die Folge von Unfallverletzungen sein. Es gibt auch andere Veränderungen an diesem stark beanspruchten Gelenk. Beim Engpass-Syndrom handelt es sich um das häufigste Krankheitsbild der Schulter. Eine chronische Überbelastung kann dazu führen, dass die Muskulatur die Schulter nicht mehr stabilisieren kann. In der Folge wird der im Gleitraum befindliche Schleimbeutel empfindlich gereizt, was entsprechende Schmerzen auslöst. Weit verbreitet sind außerdem die so genannte Kalkschulter, ein Sehnenriss der Rotatorenmanschette oder eine Schulter-Arthrose.

Acht Prozent der Deutschen leiden täglich unter Rückenschmerzen

Beratung zum Thema Osteoporose, Knochendichte und -brüchigkeit wird es bei Dr. Philip Niemeyer geben. Fragen zur Knorpelchirurgie können an Dr. Wolfgang Köstler gerichtet werden. Professor Dr. Norbert Südkamp selbst steht ebenfalls für orthopädische Auskünfte zur Verfügung.

Um möglichst vielen Beratungssuchenden die Gelegenheit zu geben, sich zu informieren, werden die Anrufer gebeten, relevante Unterlagen zu ihren Erkrankungen bereitzuhalten und ihre Anliegen möglichst präzise zu formulieren.

ANSPRECHPARTNER UND THEMEN



Dr.
Stefan Knöller, Wirbelsäule,Telefon 07662/811-401;

Dr. Peter Helwig, Hüft- und Knieprothetik, Telefon 07662/811-403;

Dr. Martin Jaeger, Schulter, Telefon 07662/811-405;

Dr. Wolfgang Köstler, Knorpelchirurgie,

Telefon 07662/811-413;

Dr. Philip Niemeyer, Osteoporose, Telefon 07662/811-415;

Professor Dr. Norbert Südkamp, Orthopädie allgemein, Telefon 07662/811-406  

Autor: bp

Autor: Bianka Pscheidl