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03. Mai 2010

Firmenerweiterung

Hochbetrieb bei WKV

Zahlreiche Besucher bei Segnung, offizieller Eröffnung und den Führungen durch den Betrieb.

  1. Eröffnung der neuen Generatorenfabrik der Wasserkraft Volk AG in Gutach. Andrang bei Besichtigungen. Foto: Sylvia Timm

  2. Eröffnung der neuen Generatorenfabrik der Wasserkraft Volk AG in Gutach. Jede Menge Besucher wollen alles besichtigen. Foto: Sylvia Timm

  3. Eröffnung der neuen Generatorenfabrik der Wasserkraft Volk AG in Gutach. Pfarrerin Klomp und Pfarrer Spath nach der Segnung. Foto: Sylvia Timm

GUTACH. Die Eröffnung der "Energiefabrik", einer Generatorenfabrik, bei der Wasserkraft Volk AG in Gutach stieß am 1. Mai auf riesiges öffentliches Interesse. Nach einem Einweihungsgottesdienst und den offiziellen Reden war bei Führungen Gelegenheit zur Besichtigung.

Mehr als 4500 Quadratmeter und 48 000 Kubikmeter ist die neue Halle der Wasserkraft Volk AG groß und könnte auch 100 Einfamilienreihenhäuser aufnehmen, stellte Architekt Klaus Wehrle bei der Eröffnung fest. Planung und Bau hätten im vergangenen Jahr durchgängig im Schnitt etwa 25 Menschen aus der Region Arbeit gegeben. Die gesamte Entwicklung von WKV diene auch dem Ansehen der Gemeinde Gutach, so Wehrle.

Zuvor segneten Pfarrerin Wibke Klomp und Pfarrer Michael Spath bei einem Einweihungsgottesdienst die neue Halle. "Es ist für uns etwas Besonderes", so Wibke Klomp, "etwas, was Zukunft verheißt". Beide baten um Gottes Segen und darum den Betrieb und seine Mitarbeiter vor Schaden zu bewahren und würdigten die Verantwortung des Menschen für Gottes Schöpfung, auch in sozialer Hinsicht.

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Vorstand Josef Haas erinnerte in seiner Eröffnungsrede zunächst an die Inbetriebnahme der "Zukunftsfabrik" der Wasserkraft Volk AG, also die Einweihung der Wasserkraftanlagenfertigung am Standort Gutach, vor genau zehn Jahren, als erste energieautarke und emmissionsfreie Schwermaschinenfabrik Europas, damals mit 39 Mitarbeitern. Heute sind es 114. Und die Entwicklung geht weiter: Nach der Einweihung der Generatorenfabrik, die WKV zur weltweit einzigen Fabrik macht, in der sowohl Turbinen als auch Schaltanlagen und Generatoren geplant, gebaut und bei den Kunden weltweit in Betrieb genommen werden, wird nächste Woche in der alten Halle mit Fundamentarbeiten für ein neues, fast doppelt so großes Bohrwerk wie dem bisherigen, an sich schon riesigen, begonnen.

Josef Haas und später auch der Aufsichtsratsvorsitzende Josef Volk erinnerten auch daran, dass es immer viele Skeptiker gegeben hat und weiterhin gibt, die eine solche Entwicklung von WKV nicht für möglich halten. Zuweilen kämpfe man wie Don Quichotte gegen Windmühlenflügel. Nur mit Hilfe der Aktionäre gelang es beispielsweise, die 15-Millionen-Euro-Investition zu stemmen; die Banken wollten laut Volk keine Kredite geben, da der Betrieb "nur" einen Jahresgewinn von 4 bis 5 Prozent macht. Zur Belohnung bekommen die Aktionäre – davon viele Bürger aus der Region – in diesem Jahr laut Volk 20 Prozent Dividende und die Mitarbeiter für ihre Bemühungen und ihr Aushalten der nicht immer einfachen Firmenleitung einen Tag Sonderurlaub. Auf Ausstellungstafeln waren nicht nur Fotos vom Grundstein bis zur Fertigstellung, Baupläne und technische Zeichnungen ausgestellt, sondern auch der Briefwechsel mit der Gemeindeverwaltung.

Die neue Generatorenfabrik und WKV insgesamt sind laut Firmengründer und Aufsichtsratsvorsitzendem Josef Volk schon bis Mitte 2011 ausgelastet. Einen Einblick von dem, was hier gebaut wird, verschafften sich tausende Besucher am Samstag.

Mehr Fotos davon unter http://www.badische-zeitung.de; Lokales, Gutach.

Autor: Sylvia Timm