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15. Juli 2010
Internationale Kunst in Endingen
Rund 80 Künstler, vor allem aus Deutschland und Frankreich, kommen zur Kunstmesse am 7. und 8. August / Kunsthandwerkermarkt.
ENDINGEN. Rund 80 Künstler – vor allem aus Deutschland und Frankreich, aber auch anderen Ländern Europas und aus Übersee – geben sich am 7. und 8. August bei den Internationalen Kunsttagen in Endingen ein Stelldichein. Sie zeigen im Rahmen einer Kunstmesse Werke aus den Bereichen Malerei, Fotografie und Skulptur. Parallel dazu findet auf dem Marktplatz ein großer Kunsthandwerkermarkt statt. Organisator Willy Kern, Bürgermeister Hans-Joachim Schwarz und Tourismusleiterin Gerda Kauschat stellten das Programm beim Pressegespräch vor.
Der Anstoß für die deutsch-französische Kunstveranstaltung kam von Willy Kern von der Künstler- und Kunstorganisation artegal. Kern lebt in Weisweil und richtet im Rahmen der deutsch-französischen Partnerschaft in den Bereichen Kunst, Musik und Literatur, an der sich Künstler, Künstlergruppen und Kunstvereine beider Länder beteiligen, in Zusammenarbeit mit dem Kunstkreis Südbaden, der internationalen Künstlervereinigung alpha 7, der Europäischen Kunstakademie in Frankreich, der République de Montmartre und der elsässischen Künstlervereinigung Passion Peinture die Internationalen Kunsttage 2010 in Endingen aus. Veranstalter ist die Stadt Endingen, Bürgermeister Schwarz der Schirmherr.Werbung
34 Künstler kommen aus Deutschland, 30 aus Frankreich, vier aus Polen, drei aus der Schweiz, je ein Vertreter aus den Niederlanden, Norwegen, Chile, der Dominikanischen Republik, aus Algerien und Russland. Das deutsch-französische Teilnehmerfeld reicht weit über Elsass und Baden hinaus. Vertreten sind mit der Malerin Michaela Lucie ("Milu") Dassow und dem Bildhauer Christopher Lampart aus Kiechlinsbergen aber auch zwei Künstler unmittelbar aus Endingen.
Die Teilnehmer wurden von einer internationalen Jury ausgewählt anhand bisheriger Auszeichnungen, aber auch aufgrund innovativer künstlerischer Arbeit. Mit dabei ist unter anderem auch der Franzose Romain Burgy, ausgewählt als ständig vertretener Künstler auf der Weltausstellung in Schanghai. Als Ehrengäste dabei sind auch Jacqueline Foujiroud, künstlerische Leiterin der Kunstmessen Lyon und Dijon, der Norweger Peer William Kilde, der Russe Nicolas Thikobrazoff, Präsident von Artcorusse, und Hocine Ziani, in Straßburg lebender algerischer "Staatsmaler".
Was die Künstlerinnen und Künstler in Endingen zeigen, steht auch zum Verkauf, denn schließlich handele es sich um eine Messe, betont Kern. Daneben geht es aber auch um Auszeichnungen einer Jury in acht Bewertungskategorien – nach unterschiedlichen Maltechniken sowie abstrakten und konkreten Skulpturen. Den Siegern winken Teilnahmen für die Kunstmesse 2011 in Lyon, die Jahresausstellung der Europäischen Kunstakademie 2011 in Paris sowie weiteren Ausstellungen in Frankreich, Dänemark, Norwegen und Deutschland. Daneben vergeben auch die Gäste der Kunstmesse je einen Publikumspreis in den Bereichen Malerei und Skulptur.
Parallel zur Kunstmesse in der Stadthalle präsentieren 50 ausgewählte Kunstschaffende auf dem Endinger Marktplatz Kunst, Kunsthandwerk und Design. Die Teilnehmer kommen aus Baden und dem Elsass, aber auch aus Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Berlin.
Sowohl die Kunstmesse, als auch der Kunstmarkt haben am Samstag, 7. August, von 10 bis 19 Uhr und am Sonntag, 8. August, von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei. Die offizielle Eröffnung der Kunstmesse findet am 7. August um 17 Uhr statt – verbunden mit der Preisverleihung.
"Wir freuen uns, Gastgeber sein zu dürfen", betonte Bürgermeister Hans-Joachim Schwarz beim Pressegespräch am Dienstag im Rathaus. Die ganze Vielfalt der deutsch-französischen Kunstszene habe ihn bereits bei der Ausstellung vor gut zehn Jahren in Riegel beeindruckt. Die letzte deutsch-französische Kunstmesse hatte Ende 2009 in Freiburg stattgefunden. Ob die Messe in den kommenden Jahren zu einer regelmäßigen Einrichtung in Endingen werden könnte, wollen Stadt und Organisatoren nach der Veranstaltung gemeinsam beraten.
Mindestens 2000 Besucher sollten es schon werden, meint Organisator Willy Kern zu seinen Erwartungen. Immerhin habe man ein Teilnehmerfeld mit "richtig guten Namen". Er rechne auch mit vielen Besuchern aus Frankreich. Dort finden Jahr für Jahr zahlreiche deutsch-französische Kunstveranstaltungen statt, und das dortige Publikum scheue für derartige Events auch Anfahrtswege von bis zu 400 Kilometern nicht, berichtet Kern.
Autor: Martin Wendel
