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24. Juli 2010
Kopf und Herz für den Wald
Zum Tode von Rudolf Kapp.
WALDKIRCH. "Er war nicht nur ein versierter Fachmann auf verschiedenen Fachgebieten, sondern auch ein angenehmer Mitmensch und treuer, zuverlässiger Freund und Kamerad, und der musste sterben," so lautete der Kommentar eines Teilnehmers an der Beisetzungsfeier für Forstoberamtsrat a.D. Rudolf Kapp, der am Donnerstag in Waldkirch zur letzten Ruhe geleitet wurde.
Mit Bedacht war die Trauerfeier in die Kirche St. Margarethen verlegt worden, und sie war voll besetzt. Etliche Trauergäste fanden sogar nur noch Stehplätze. Am Sarg stand eine Ehrenwache der Forstkollegen. Die vielen Besucher sangen und beteten für ihren im Alter von 68 Jahren verstorbenen Freund. Nach dem kirchlichen Ritus eröffnete Hauptamtsleiter Dieter Grupp von der Stadtverwaltung die Reihe der Nachrufe. Er sprach von unersetzlich wertvollen Begegnungen und der vielfältigen Erfahrung, die Rudolf Kapp auszeichnete. Er habe mit seinem verantwortungsvollen Dienst in der Infrastruktur des Stadtwaldes deutliche Spuren hinterlassen. Grupp nannte den Verstorbenen einen außerordentlich kompetenten und zuverlässigen Ansprechpartner für die Bürger, engen Berater des Gemeinderats, der Ortschaftsräte und der Waldbesitzer, der Jägerschaft und der Vereine. Forstdirektor Martin Moosmayer erinnerte daran, dass Rudolf Kapp 47 Jahre lang seinen Dienst versah und seinen Beruf in allen Facetten liebte. Für "seinen" Stadtwald Waldkirch und alle daran Beteiligten sei der in Oberwinden Geborene rund um die Uhr mit Leib und Seele erster Ansprechpartner, Ratgeber und Vermittler gewesen. So war der Berufswunsch schon von frühester Jugend gelegt und Rudolf Kapp lernte nach erfolgreichem Besuch des Progymnasiums in Waldkirch sein Handwerk von der Pike auf. 1972 trat er die Revierleiterstelle in Waldkirch an; die er 32 Jahre lang innehatte und prägte. Ein Großteil der heutigen Fahr- und Wanderwege wurden unter seiner Leitung gebaut. Er erkannte aber auch die elementare Bedeutung des Waldes für das aufstrebende Waldkirch und trat für den Erhalt von Schutzhütten und anderen Einrichtungen ein. Den Menschen gegenüber war er gesellig, humorvoll und unterhaltsam, stand neuen Entwicklungen in der Forstwirtschaft offen gegenüber.
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Für die Jägervereinigung des Kreises Emmendingen und die Gamshege-Gemeinschaft Kandel nahm Frank Waibel Abschied von einem hochgeschätzten Jagd- und Bläserkollegen, dem er für 44 Jahre treue Mitarbeit auch an leitender Stelle dankte. Waibel rühmte die Liebe des Forstmannes zur Jagdbläserei und seine Gabe, sowohl die Kollegen als auch das Publikum zu begeistern. Man werde ihn als Fachmann und vor allem auch als liebenswerten Menschen sehr vermissen.
Im Namen des Schwarzwaldvereins, Ortsgruppe Waldkirch-Kandel, stellte dessen Vorsitzender, Forstdirektor a.D. Ortgies Heider, abschließend fest, einen Mann vom Schlage eines Rudolf Kapp könne man sich als Müßiggänger und beschaulichen Betrachter seiner Umwelt kaum vorstellen. So seien auch seine Verdienste um den Schwarzwaldverein unübersehbar. und er konnte eine ganze Reihe davon aufzählen.Wer Rudi Kapp im Vereinsvorstand erlebte, kannte ihn als stets hilfsbereit, zuverlässig, pflichtbewusst und geradlinig. Trotz strömenden Regens nahmen unzählige Trauergäste an der anschließenden Beisetzung auf dem Friedhof teil.
Autor: wm
