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02. Februar 2010
Ein neues Mosaik für den Gesundheitsstandort
Die Firma Inomed will ab Juni auf 3000 Quadratmetern im Hausgrün medizinische Geräte entwickeln und produzieren.
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Die Inhaber, Rudi Mattmüller und Dieter Mußler, mit OB-Stellvertreterin Alexandra von der Heydt Foto: Sylvia-Karina Jahn
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Es weht der Wind mit Stärke zehn - na. vielleicht nicht ganz, aber der Richtbaum musste gehörig fixiert werden! Schön zu sehen: Das Rondell des Bistros. Franz Ruf hält den RIchtspruch Foto: Sylvia-Karina Jahn
EMMENDINGEN. Schon im Juni will die Inomed Medizintechnik GmbH aus Teningen ihr neues Domizil Im Hausgrün 29 im Gewerbegebiet über der Elz beziehen. Am Freitag wurde für den zweistöckigen Rohbau mit 3000 Quadratmetern Nutzfläche Richtfest gefeiert; mehr als ein Drittel dient der Produktion, aber auch Entwicklung, Verwaltung und Vertrieb finden dort Platz. Inomed entwickelt Geräte und Systeme zum Schutz von Nerven bei Operationen.
"Die Mitarbeiter sollen sich hier wohlfühlen, schließlich verbringen wir bei der Arbeit die Hälfte der Lebenszeit", sagte Geschäftsführer Rudi Mattmüller. Deswegen solle das neue Firmengebäude ein attraktiver Ort werden, wo man gern hingehe. Nicht nur die Mitarbeiter: Das Bistro, das als attraktives Rondell vor dem Firmengebäude liegt, wird öffentlich, Ausstellungen und Konzerte sind neben den fachlichen Schulungen geplant.
Die beiden Gründer und Inhaber, Mattmüller und Betriebsleiter Dieter Mußler, schauen zuversichtlich in die Zukunft: 19 Mitarbeiter seien neu eingestellt worden, 16 weitere Einstellungen geplant. Dann werden rund 100 Menschen bei Inomed arbeiten, werden sich Mitarbeiterzahl und Umsatz binnen weniger Jahre verfünffacht haben, erklärte Mattmüller; gegründet wurde Inomed 1991. Das Ziel von mehr als zehn Millionen Umsatz 2009 sei erreicht worden. Inomed hat sich von der Stadt eine Option für das angrenzende Grundstück geben lassen. Die Leistungsschau im Jahr 2008 sei ein Grund für Inomed gewesen, nach Emmendingen zu kommen, sagte Mattmüller.; ein weiterer die Infrastruktur mit Hotels und Busanbindung.
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Hocherfreut zeigte sich Oberbürgermeister-Stellvertreterin Alexandra von der Heydt von dem Richtfest vor dem Szenario der aktuellen Wirtschaftslage. Know how auf höchstem Niveau sei das Pfund für die Zukunft und das Unternehmen mit der innovativen Medizintechnik passe ganz hervorragend an den Gesundheitsstandort Emmendingen; immerhin arbeiteten 9000 Menschen in der Großen Kreisstadt im Gesundheitsbereich.
Freude über den Auftrag vermittelten Franz Ruf (Firma Burger) beim Richtspruch, ebenso bei Architekt Rafael Eßer vom Architekturnetzwerk Carré aus Gutach, der das gute Miteinander hervorhob. Er nannte das Bistro einen "Appetizer" und der Gartenhof auf der Rückseite habe die Chance, sich zum Herz des Neubaus zu entwickeln. Eßer zeigte sich optimistisch, dass das Gebäude Ende Mai/Anfang Juni fertig sein wird.
Das Unternehmen stellt Geräte zur Nervenüberwachung bei Operationen her. Außerdem produziert Inomed Geräte für die Neurochirurgie, die in der Epilepsiediagnostik sowie bei minimal invasiven (also den Patienten möglichst wenig beeinträchtigenden) Gehirnoperationen eingesetzt werden; etwa, wenn es um einen Tumor geht, der über ein winziges Bohrloch von außen erreicht wird. Inomed-Produkte werden nach Angaben des Unternehmens in mehr als 1000 Kliniken eingesetzt und in mehr als 50 Ländern vertrieben; Vertriebsmitarbeiter Andreas Dengler kam gerade aus Dubai zurück und Vertriebschef Jürgen Volkers stellte zufrieden fest, dass es nun viel mehr Möglichkeiten gebe als er sich das 2004 habe träumen lassen. Nach Angaben des Unternehmens läuft das Zulassungsverfahren derzeit für die USA und Japan – das bietet weitere Möglichkeiten auf dem Weltmarkt.
Autor: Sylvia-Karina Jahn


