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20. Juni 2009

Neue Räume für Produktion, Schulung und ein Bistro

Die Inomed Medizintechnik zieht von Teningen nach Emmendingen und investiert rund fünf Millionen Euro.

EMMENDINGEN (ja). Im Juli 2010 will die Inomed Medizintechnik GmbH ihr neues Firmengebäude Im Hausgrün 29 im Gewerbegebiet über der Elz beziehen. Am Freitag war Spatenstich für das Fünf-Millionen-Euro-Projekt, das auf rund 3000 Quadratmetern Nutzfläche neben dem Verwaltungs- und Produktionsgebäude auch ein Schulungszentrum sowie ein öffentliches Bistro umfasst.

Inomed beschäftigt rund 80 Mitarbeiter und hat nach Aussagen von Geschäftsführer Rudi Mattmüller im Jahr 2008 einen Umsatz von 8,7 Millionen Euro erzielt; in den vergangenen zehn Jahren stieg der Umsatz kontinuierlich im Schnitt um 26 Prozent, allein im Jahr 2009 sogar um 40 Prozent. Zehn Millionen Euro Jahresumsatz werden angepeilt.

"Als ich mit meinem Kompagnon Dieter Mußler am 11. November 1991 das Unternehmen gründete, haben wir nicht daran gedacht, dass wir uns heute Gedanken machen würden über ein neues Firmengebäude für gut 100 Mitarbeiter", sagte Mattmüller. Seit 1997 war Inomed in Teningen ansässig. Das Unternehmen entwickelt Medizinprodukte, stellt sie her und vertreibt sie. Die Produkte dienen der neurologischen Überwachung und der Überbrückung von Nerven bei Operationen sowie in der minimalinvasiven Chirurgie im Gehirn. Dies sei eine Marktnische gewesen, berichtete Mattmüller, Inomed habe hier Pionierarbeit geleistet. Inzwischen sei die Technik etabliert, rund 1000 Klinken arbeiteten mit den Inomed-Produkten, die in mehr als 50 Ländern vertrieben werden. Als Beispiel nannte er Schilddrüsenoperationen, die vor diesen technischen Möglichkeiten in zehn Prozent der Fälle mit Stimmbandlähmungen endeten; heute sei es maximal ein Prozent. Inomed befasst sich mit Geräten zur Überwachung während der Operation, zur neurologischer Diagnostik, funktioneller Neurochirurgie und minimal invasiver Schmerztherapie, bei der die Schmerzinformation über die Wirbelsäule zum Gehirn blockiert wird. Das separate Schulungszentrum dient nicht nur dem Training der Anwender, es soll auch für Fort- und Weiterbildungsangebote zur Verfügung stehen.

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Als sehr positiv bewertete Mattmüller die Zusammenarbeit mit der Stadt Emmendingen, der das Unternehmen ein 6200 Quadratmeter großes Grundstück abgekauft hat; für weitere 3000 Quadratmeter gibt es ein Option. Oberbürgermeister Stefan Schlatterer sagte, dass ein Unternehmen der Medizintechnik-Branche ausgezeichnet in das Gesundheitszentrum Emmendingen passe, denn dieser Bereich sei unter den rund 9000 Arbeitsplätzen in der Stadt am stärksten vertreten. Entsprechend positiv habe der Gemeinderat das Projekt aufgenommen.

Architekt Klaus Wehrle vom Architekturnetzwerk Carré in Gutach wies darauf hin, dass das Unternehmen durch den Neubau auch zur Stabilisierung der regionalen Bauwirtschaft beitrage, denn ohne das Handwerk habe die Planung keine Chance.

Autor: ja