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22. November 2008
Kameras in Straßenbahnen bleiben
VAG meldet erfolgreichen Probelauf mit Videoüberwachung / Vandalismus zurück gegangen.
Die Kameras in zehn Freiburger Straßenbahnen spähen weiter. Wie die Freiburger Verkehrs AG (VAG) gestern mitteilte, sei der Probelauf mit der Videoüberwachung erfolgreich gewesen. Anlass für den Spähangriff war der Vandalismus in den Fahrzeugen: Seit 1998 musste die VAG nach eigenen Angaben 1,8 Millionen Euro investieren, um zerstörte Gegenstände zu ersetzen.
Inzwischen ist die VAG von der abschreckenden Wirkung der Kameras überzeugt. Von Anfang April, als die Anlagen eingeschaltet wurden, bis Ende Oktober seien nur noch neun Glasschäden in den Straßenbahnen registriert worden. Im gesamten Vorjahr habe man noch 142 solche Schadensfälle verzeichnet. "Damit ist die Zahl der Vorkommnisse eindeutig gesunken", sagt Pressesprecher Andreas Hildebrandt. Eine genaue Vergleichszahl, also wieviel Glasschäden von April bis Oktober 2007 entstanden, konnte er nicht nennen. Genauso wenig veröffentlicht die VAG Zahlen zu strafbaren Handlungen in den Trams, etwa zu handgreiflichen Auseinandersetzungen oder Diebstählen. Nur so viel: Deren Zahl sei seit der Videoüberwachung ebenfalls rückläufig. Man wolle nicht den Eindruck erwecken, dass Straßenbahnfahren unsicher sei, so Hildebrandt. Auch die Polizei habe von der Videoüberwachung profitiert: Bislang habe sie bei der VAG in 14 Fällen wegen strafrechtlich relevanter Tatbestände Daten aus den Kameras angefordert und erhalten.
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Der Aufsichtrat der VAG hat deshalb beschlossen, die Kameras in den Trams nun dauerhaft einzusetzen. Bislang sind allerdings nur zehn Combinos mit den Anlagen ausgerüstet. Ob nun auch die anderen Straßenbahnen mit elektronischen Augen ausgerüstet werden, soll der Aufsichtsrat noch entscheiden. Geprüft werde obendrein, ob künftig auch die Bilder der Kameras entlang der Fahrstrecke aufgezeichnet werden sollen. Dies war in einer zweiwöchigen Testphase bereits erprobt worden. Danach hatte die VAG den Speicherbetrieb wieder eingestellt.
Autor: hsp
