"Café und Trödelladen"

Elena Borchers

Von Elena Borchers

Fr, 20. April 2018

Rheinfelden

BZ-INTERVIEW: Dorothee Rottmann eröffnet am Samstag in der Hebelstraße ein besonderes Café.

RHEINFELDEN. Am Samstag, 21. April, eröffnet in der Hebelstraße 23a, in den Räumen der ehemaligen Drogenberatung, ein Café mit derzeit 25 Plätzen und einem ganz besonderen Konzept. Elena Bischoff hat mit der künftigen Betreiberin Dorothee Rottmann über ihre außergewöhnliche Idee und ihre Pläne für das Café gesprochen.

BZ: Welches Konzept steckt hinter dem Café?
Rottmann: In dem Café gibt es neben Essen und Trinken auch ein Spielzimmer für Kinder und Bücher. Die Spielsachen, Bücher und auch alle Möbel, das Geschirr und das Besteck, bekomme ich vom AWO Schatzkästlein, mit dem ich eine Kooperation habe. Das Café ist zugleich ein Trödelladen, denn die Gäste können alles kaufen, den Stuhl, auf dem sie sitzen, den Teller, von dem sie essen und auch den Kaffee oder Tee, den sie gerade trinken.

BZ: Sie sind Gartenbauingenieurin und haben eine kleine Gartenbaufirma. Wieso nun Café ?
Rottmann: Von dem Konzept eines Cafés und Trödelladens in Einem hat mir jemand mal erzählt. Da es hieß, dass die ehemalige Drogenberatungsstelle abgerissen werden soll, und diese bereits ein Jahr leer stand, habe ich mich entschieden, ein Café zu eröffnen, um das schöne Gelände nochmals vielen verschiedenen Menschen zur Verfügung zu stellen. Außerdem habe ich sowieso schon lange von einer schönen Location in Rheinfelden geträumt, und es soll auch ein bisschen wie ein Blumencafé werden. Saisonal bepflanzte Töpfe und Zimmerpflanzen gibt es auch zu kaufen. Da das AWO Schatzkästlein mein Lieblingsladen in der Stadt ist, habe ich dort einfach angefragt und meine Idee kam gut an.

BZ: Welche Speisen und Getränken werden Sie anbieten?
Rottmann: Bei der Eröffnung am Samstag gibt es Kaffee, Kuchen und eine Suppe. Künftig plane ich dann ein kleines Frühstücksbuffet, Kuchen, Kräutertee aus Steinen, Kaffee und Limonade, die in Lörrach hergestellt wird. Wein und Sekt kommen von einer Biowinzerei in Efringen. Außerdem werde ich Bier anbieten, das der Rheinfelder Benedikt Schmidt zusammen mit Nils Schade selbst braut. Das Bier soll St. Anna Bräu heißen. Außerdem werde ich kleine vegetarische Gerichte, hauptsächlich aus regionalen und biologisch produzierten Produkten anbieten.

BZ: Machen Sie das alles selbst?
Rottmann: Ja, zu Beginn mache ich alles selbst, ich koche und backe, das Café wird zunächst mit Selbstbedienung sein, aber ich hoffe, dass ich bald noch jemanden einstellen kann. Ich habe auch schon meine Schwester gefragt, aber die zögert gerade noch ein bisschen (lacht).

BZ: Und der Gartenbau?
Rottmann: Die Gartenbaufirma läuft weiter, wir haben jemanden eingestellt und ich übernehme noch einzelne Aufträge. Auf Dauer werde ich einfach schauen, was mir mehr Spaß macht.

BZ: Wie sieht es finanziell aus? Was haben Sie in das Café investiert?
Rottmann: Ich bin Teileigentümerin der Räume. Für den Umbau, die Kücheneinrichtung und die Zulassung habe ich rund 10000 Euro investiert.

Info: Das Café Metamorphose in der Hebelstraße 23a eröffnet am Samstag, 22. April, um 9 Uhr. Geöffnet ist bis 17 Uhr.