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20. Februar 2017 00:00 Uhr

Lahr-Reichenbach

Die "Poche" im Gereutertal eröffnet wieder

Der Dörnröschenschlaf des Gasthauses "Zur Poche" ist beendet: Hubert Kopf aus Reichenbach hat das Traditionslokal im Gereutertal gekauft und baut es derzeit zu einem urigen Gasthaus aus.

  1. Aus dem Dornröschenschaf geweckt. Foto: Wolfgang Beck

  2. Hubert Kopf aus Reichenbach hat das Gasthaus „Zur Poche“ im Gereutertal gekauft. Besonders die alten Wandmalereien von Matthäus Breig liegen ihm am Herzen. Foto: Wolfgang Beck

LAHR-REICHENBACH. Der Dörnröschenschlaf des Gasthauses "Zur Poche" ist beendet: Hubert Kopf hat das Lokal im Gereutertal gekauft und baut es derzeit zu einem Gasthaus im ursprünglichen Stil aus. Die Wiedereröffnung soll im Mai sein.

Der Landschaftsgärtner hat das frühere Traditionsgasthaus gekauft und ist seit Wochen mit Handwerkern dabei, es gründlich zu sanieren und ihm wieder das ursprüngliche Flair einzuhauchen. Seit 2010 war die "Poche" geschlossen. Gebaut wurde es 1825 als Bier- und Buschwirtschaft, die in der Nähe des Erzabbaus im Gereut und eines Zerkleinerungswerks stand und bis 1958 "Goldener Schlüssel" hieß. 1895 ging das Traditionslokal an die Familie Breig über, die bis 2001 in vier Generationen das Lokal betrieben hatte. Erster Namensträger war Andreas Breig, es folgte 1902 Matthäus Breig und ab 1928 Emil Breig, der die Gaststätte neugestaltet hatte und durch einen Saalanbau erweitern ließ.

1981 ging die Poche auf Tochter Hedwig Breig und damit auf die vierte Generation über. Als sie im vergangenen Jahr starb, bot die Erbengemeinschaft die Gaststätte samt Grund und Boden zum Verkauf an. Hubert Kopf erhielt den Zuschlag. Er will aus dem Gebäude ein neues Wirtshaus mit vielen alten Erinnerungen machen. Kunstvoll überarbeitet werden gerade die Bilder von Matthäus Breig an den Wänden im Gastraum, die die Heimatidylle darstellen und auch in der neuen "Poche" ein Blickfang sein sollen. "Ich hänge an den Bildern", sagt der neue Eigentümer über Matthäus Breig aus Reichenbach, der im Malerbetrieb Franz in Lahr erlernte, sich 1961 in Reichenbach selbständig machte und viele Bilder und Motive aus der Heimat anfertigte. "In seiner Seele schlummerte eine Welt, die er zeichnend und malend gestalten wollte", hatte einmal der frühere Oberbürgermeister Philipp Brucker über Breig. "Er blieb der Heimat immer nah", sagt auch Hubert Kopf.

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Autor: Wolfgang Beck