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Soll man Nudelwasser salzen, bevor es kocht, oder erst danach?

val

Von val

Sa, 02. Dezember 2017 um 15:18 Uhr

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Es stimmt: Salz im Nudelwasser erhöht die Siedetemperatur und gesalzenes Wasser braucht, bis es kocht, etwas länger als Ungesalzenes.

Allerdings steigt der Siedepunkt von bis dahin ungesalzenem kochendem Wasser in dem Moment, in dem Salz in den Topf gegeben wird. Bei nudelgerechter Salzzugabe (circa ein Esslöffel pro Liter) handelt es sich dabei um weniger als ein Grad Celsius.

Nach den Gesetzen der Wärmelehre ist es folglich egal, ob das ungesalzene Wasser erst kocht, dann gesalzen wird und weiter erhitzt werden muss oder ob es gleich gesalzen zum Kochen gebracht wird. In beiden Fällen ist die gleiche Menge Energie dafür nötig.
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Wer allerdings seine Töpfe schonen will, sollte erst nach dem Kochen salzen: "Zwar ist Edelstahl, wie auch Aluminium, durch eine stabile Oxidschicht vor gleichmäßigem Korrosionsabtrag geschützt, jedoch kann es bei einer Schwachstelle in der Oxidschicht lokal zu einer schnell voranschreitenden Lochfraßkorrosion kommen", warnt Matthias Uebel, Doktorand in der Gruppe Korrosion am Max-Planck-Institut für Eisenforschung in Düsseldorf.

"Die Gefahr, dass Lochfraß eintritt, steigt grundsätzlich mit steigender Temperatur und Salzkonzentration an. Bei festem Salz auf dem Topfboden liegt dort lokal die höchstmögliche Salzkonzentration vor, somit sollte so gesalzen werden, dass dies nicht eintritt – das funktioniert bei warmem, bewegtem Wasser und langsamer Salzzugabe am ehesten."

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