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18. Januar 2010

Beim Narrenspiel huldigt alle Welt Prinz Karneval

Ob Mexikaner, Afrikaner oder Chinesen: Bunte Narrentruppe reißt die Zuschauer mit / Auch das Fasnet-Freuden-Feuer brannte.

  1. Foto: Karin Maier

  2. Foto: Karin Maier

  3. Ein Kanonenschuss war das Startsignal für das Freudenfeuer. Foto: Karin Maier

TODTNAU (zubi). "Hipp-Hipp-Hurra!" Beim gigantischen Jubiläumswochenende zum 150. Geburtstag der Todtnauer Narrenzunft stand das ganze Städtli Kopf. Wie anno 1906 beim historischen Narrenspiel kam Prinz Karneval nach Todtnau und alle Völker der Welt waren ganz Auge und Ohr und hin und weg ob der farbenprächtigen, ideenreichen und professionellen Darbietungen um und auf der hochherrschaftlichen Marktplatzbühne. Gefeiert wurde das Jubiläum frei nach dem Motto "immer no närrsch!"

Die moderne Version um den Einzug von Prinz Karneval Jürgen von Wehrle (alias Oberzunftmeister Jürgen Wehrle) war ein Spektakel der Extraklasse und brachte viel Volk auf die Narrenbeine inklusive eines Königselefanten, eines fliegenden Teppichs, tanzenden Kakteen, eines bewegungsfreudigen Drachens und nicht zuletzt eines störrischen Esels. Zu den über 120 Beteiligten gehörte auch ein Hofnarr (Heinz Winkler), der ehrwürdige Magistrat aus verdienten Todtnauer Narren und 19 Prachtsoldaten der Ranzengarde (150 bis über 200 Zentimeter messend) mit ihrem Kommandanten Gaetano Bertulucci (Gaetano Bertucci). Das Volk des Stammes der Unterfeldberger (Dilldappen) mit Maharadscha Johannes Binder, die Afrikaner (Chlai Basler Narre Clique) mit Häuptling Lothar Glaisner, die Schönebirzler als Mexikaner mit Gaucho Heinz Maier und das Volk der Chinesen mit dem Oberchinesen Chlistian Beckel (Brandbachzinken) steckten viel Liebe ins noch so kleinste Teil ihrer Darbietungen.

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Doch zunächst kamen Prinz Karneval, der Landvogt (Bürgermeister Andreas Wießner) und der Hofmarschall (Roland Walleser) hoch zu Ross vom Narrenbrunnen her ins "Dal" geritten. Der Landvogt wurde gar beim Volk der Afrikaner als Hauptbestandteil einer Suppe eingekocht. Viel Beifall und Jubelrufe donnerten beim Narrenspiel über den Marktplatz, bevor am Hasenhorn das Feuer- und Flammenspektakel mit einem mehrminütigen Feuerwerk startete und per Coasterbahnfackelzug Licht ins Städtli gebracht wurde. Die Flamme überreichte ein Todtnauer Zundelmacher mit dem Todtnauer Narresome im Gefolge an die Ranzengarde. Mit winziger Verzögerung wurde das Fasnet-Freuden-Feuer per Kanone angeschossen, das Feuer sollte gleich einer olympischen Flamme das ganze Wochenende über brennen. Allgemeinen Festjubel gab es bei der Freinacht im Narrechessel mit Fasnet- und Guggemusik im 15-Minuten-Takt auf der Marktplatzbühne. Der später einsetzende heftige Regen vertrieb die Besucher in die an die 20 Hütten und Schöpfe und in die Gaststätten. Über den ersten Oberwiesetäler Narreobe berichten wir noch.

Autor: zubi