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23. März 2016

Containerlösung für die neue Kita Langenau ist aus dem Spiel

Der Gemeinderat erteilt stattdessen dem Architektenbüro Kuri den Auftrag, bis Anfang April ein Konzept für eine dauerhafte Kita-Variante zu entwickeln.

  1. Kindergartenplätze zu schaffen ist kein Kinderspiel. Foto: Deck (dpa)

SCHOPFHEIM (hö). Aus dem Spiel genommen hat der Gemeinderat eine Containerlösung für die neu geplante zusätzliche zweigruppige Kita mit 42 Plätzen in Langenau. Stattdessen befürwortete das Gremium am Montag in einer Sondersitzung den CDU-Vorschlag einer von vorne herein nachhaltigen Lösung. Eine, die mit dem Bildungshaus, das innerhalb der nächsten zwei Jahre gebaut werden soll, baulich zusammenpasst. Allerdings hat der Gemeinderat diesen Beschluss an zwei Bedingung geknüpft. Erstens: Zur nächsten Gemeinderatssitzung am 11. April muss die Planung vorliegen. Zweite Bedingung: Der Neubau muss bis 1. Januar 2017 bezugsfertig sein.

Vorgeschichte: Eigentlich hätte der Gemeinderat in der vergangenen Ratssitzung hierzu schon eine Entscheidung treffen sollen. Vorgeschlagen war eine Containerlösung auf dem Parkplatz neben der Schule/Halle in Langenau. Hintergrund ist, dass die Stadt dringend weitere Kita-Plätze benötigt, auch und gerade in Langenau, da zahlreiche junge Familien ins Neubaugebiet "Loh" gezogen sind. Aber auch Flüchtlingskinder sorgen für erhöhten Bedarf. Die Containerlösung nun sollte auf die Schnelle, sprich bis September, für Entlastung sorgen und die Zeit überbrücken, bis in zwei Jahren das Bildungshaus Langenau realisiert wird – eine Verbindung von dem bereits vorhandenen Kindergarten und der Schule. Allerdings wären rund 300 000 Euro Mietkosten für die Container angefallen. Zu viel Geld, um dieses "in den Sand zu setzen", wie Heidi Malnati (CDU) den Antrag ihrer Fraktion begründete. Unter der Voraussetzung, dass es zu keinen größeren Verzögerung kommt, schlug sie eine nachhaltige Lösung vor.

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Debatte und Beschluss: Die übrigen Fraktionen begrüßten dieses Ansinnen. "Auch wir befürworten eine nachhaltige Lösung", sagte Kai Horschig (Unabgängige). Allerdings gab er zu bedenken, dass es mit Kita-Plätzen nicht getan sei, die steigenden Zahlen sich auch auf Schulen auswirken würden. Die Stadt solle den Gemeinderat darüber regelmäßig informieren. Michael Straub (Grüne) merkte an, dass im Zehnjahresplan nichts von Kitas dringestanden sei und die 42 neuen Kita-Plätze in Langenau allein den gestiegenen Gesamtbedarf noch nicht decken. Auch Artur Cremans (SPD) wies darauf hin, dass man den Zehnjahresplan "nochmals anschauen sollte". Zudem hält er es für sinnvoll, jetzt auch die Bildungshaus-Planung voranzutreiben, um sicherzugehen, dass alles zusammenpasst. "Wir brauchen da eine Gesamtkonzeption". Alle Fraktionen waren sich außerdem darin einig, dass es keine Verzögerungen geben dürfe – hierzu gab es zu Sitzungsbeginn auch mahnende Worte des Elternbeirats. Gegen zwei Mitbewerber setzte sich dann in einer geheimen Abstimmung das Büro Kuri Architekten klar durch.

Kiga-Bedarfsprognose

Kindergartenjahr 2016/2017:
605 Kinder, 517 Plätze. Bedarf bei 97-prozentigem Kindergartenbesuch: 587 Plätze. Ergebnis: 70 Plätze fehlen.

Kindergartenjahr 2017/2018:
611 Kinder, 517 Plätze. Bedarf: 593 Plätze. Ergebnis: 76 Plätze fehlen.

Kindergartenjahr 2018/2019:
598 Kinder, 517 Plätze. Bedarf: 580 Plätze. Ergebnis: 63 Plätze fehlen.

Nicht darin berücksichtigt: Flüchtlingskinder, Familienzuzug in Neubaugebiete, Anmeldung auswärtiger Kinder.  

Autor: hö

Autor: hö