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23. März 2016

Ein Mann mit ausgeprägtem sozialen Bewusstsein

Wenige Monate vor seinem 91. Geburtstag verstarb in Binzen Walter Ebi, der sich als Kommunalpolitiker große Verdienste erwarb.

  1. Walter Ebi Foto: Walter Bronner

BINZEN (bn). Wenige Monate vor seinem 91. Geburtstag verstarb in Binzen Walter Ebi, der sich über viele Jahre als Kommunalpolitiker in seiner Wohngemeinde herausragende Verdienste erwarb. Der Verstorbene war der Sohn eines Haltinger Landwirts und Bahnbediensteten, und fast folgerichtig stieg auch er in die Fußstapfen seines Vaters – zunächst als Fernmeldetechniker später als Bahnsekretär und Fahrdienstleiter in höherer Position.

1951 heiratete Ebi Emma Marie Wagner aus Binzen, die ihm fünf Töchter schenkte, deren eine – Ursula Kolb – vor Jahren als Kommunalpolitikerin ihren Vater im Binzener Gemeinderat ablöste. Diesem Gremium gehörte Walter Ebi von 1965 bis 1994 ununterbrochen als ambitionierter Bürgervertreter der SPD-Fraktion an.

Die Entwicklung der Gemeinde beförderte er dabei mit unermüdlichen Engagement, zugleich aber auch mit wachsam kritischem Verstand. Das trug ihm den Ruf ein, als Kommunalpolitiker meist die "Hefe im Teig" zu sein, mitunter aber auch der "Sand im Getriebe", wenn ihm gewisse Dinge auf der lokalpolitischen Tagesordnung allzu forciert vorangetrieben wurden. Als er 1994 seinen Abschied aus dem Dorfgremium nahm, zollte der damalige Bürgermeister Ulrich May dem Scheidenden höchsten Respekt sowohl für dessen Sachverstand und Detailwissen sowie für sein ausgeprägtes soziales Bewusstsein, aber auch für seine Hartnäckigkeit in der sachlichen Auseinandersetzung bei kommunalen Entscheidungsprozessen, wofür ihm verdientermaßen die Ehrenmedaille des Gemeindetags verliehen worden war. Eine noch größere Auszeichnung für sein herausragendes bürgerschaftliches Engagement erhielt Walter Ebi im Jahr darauf mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande, das ihm der damalige SPD-Staatssekretär Peter Reinelt überbrachte.

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Denn über die Kommunalpolitik hinaus war der Verstorbene zudem in zahlreichen weiteren ehrenamtlichen Funktionen verdienstvoll tätig. So 1966 als maßgeblicher Mitbegründer des SPD-Ortsvereins, dem er auch in Vorstandsfunktionen viele Dienste erwies. Ferner engagierte er sich über drei Jahrzehnte bei der Flurbereinigung Binzen-Eimeldingen-Ötlingen als deren Kassenverwalter, desgleichen bei der Obstbau- und der Rebenaufbau-Genossenschaft. Er war zudem ein begeisterter Sänger und viele Jahre Stimmführer im Männerchor, ebenso Mitbegründer des Binzener Kirchenchores und schließlich auch über 30 Jahre hindurch Rechner der Binzener Oktoberfestgemeinschaft.

Die Beerdigung findet am Mittwoch, 30. März, um 14.30 Uhr von der Laurentiuskirche in Binzen aus statt.

Autor: bn