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17. September 2009 17:36 Uhr

Anbau bringt das "phaenovum" weit nach vorn

Fachbereiche rücken zusammen

Heute war der symbolische Spatenstich für den Anbau ans Schülerforschungszentrum (SFZ), der ein Zusammenrücken der drei Disziplinen erlaubt.

  1. Symbolischer Spatenstich: Der Roboter, im SFZ entwickelt, wird mit Zitrone und Hefe angetrieben. Foto: Sabine Ehrentreich

  2. Bundesforschungsministerin Annette Schavan in Lörrach Foto: Sabine Ehrentreich

LÖRRACH. Als gestern neben vielen Kooperationspartnern und Gästen auch Bundesforschungsministerin Annette Schavan in der Aula des Hans-Thoma-Gymnasiums dem Ereignis beiwohnte, war spürbar, dass es um mehr geht als um den Beginn einer Baumaßnahme.

Steht der Bau erst, wird das SFZ im wesentlichen vollendet sein. Hausherr Hubert Bernnat begrüßte die Gäste, Oberbürgermeisterin Heute-Bluhm schaute zurück. Benannte mit der HTG-Physik-AG und ihrem Gründer Bernd Kretschmer noch einmal die "Keimzelle" des SFZ, dann die wesentlichen Schritte, die auf den gestrigen Tag zuführten. Ohne das Netzwerk, das wuchs, hätte der Weg nicht gegangen werden können, betonte die Rathauschefin und Vorsitzende des Trägervereins. Dies Netz umfasst Stadt, Regierungsbezirk und Land, Bildungsträger und Wirtschaft, Südbaden und immer mehr auch die Nachbarländer. Die Bewilligung von rund einer Million Euro aus dem Interreg-Programm IV für das Gesamtprojekt SFZ machte schließlich den Weg frei für den Ausbau, der nun alle drei Teile des "phaenovum" zusammen führt und das Netz weiterspinnen hilft. Die reinen Baukosten betragen 800000 Euro, die Stadt trägt die Hälfte. Den Entwurf lieferte das Architekturbüro Moser.

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Eine "großartige Initiative" nannte Schavan das Forschungszentrum und das Netz, in dessen Mitte es sich befindet – und die beteiligten Partner eine "Innovationsallianz". Deutschland könne nur bestehen, wenn Forschung vorangetrieben werde. Dafür aber brauche es Menschen, "die Feuer haben". Das Schülerforschungszentrum ermögliche das Staunen, das der Keim sei für ein forschendes Leben. Schülerforschungszentren gebe es inzwischen auch an anderer Stelle, doch keines greife so weit aus auch in die Nachbarschaft wie das Lörracher, lobte sie, und gratulierte der Stadt und der Region zu dieser Einrichtung.

Jean-Paul Heider, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Interreg IV Oberrhein und Vizepräsident des Conseil Régional d’Alsace, würdigte das SFZ als eines der wichtigsten Projekte im aktuellen EU-Programm. Es habe alle Partner überzeugt, weil es so unmittelbar in die Zukunft ziele. Jan Michael Olaf vom Unternehmen Endress+Hauser schließlich begründete als Vertreter der Wirtschaft, die über Patenschaften das Projekt mit finanziert, das Engagement der Firmen. Dies sei keineswegs selbstlos. Die Mitarbeiter seien das wichtigste Kapital der Unternehmen, und hier würden die Begabungen geweckt und gefördert. Mit dem Beginn der Baumaßnahme stehe man vor einer wesentlichen Weiterentwicklung des Projekts "phaenovum".

Autor: Sabine Ehrentreich