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26. September 2011

Lärmige Fröhlichkeit und Gedränge

Das Winzerfest erwies sich am Samstagabend wieder als Publikumsmagnet, für die Show sorgte der Musikverein Efringen-Kirchen.

  1. Schunkeln, singen, Taschentuch schwenken war gefragt beim Winzerfest in Efringen-Kirchen, das am Samstagabend wieder Jung und Alt vereinte. Wobei es manch einer vorzog, zum Tanzen doch lieber nicht auf die Bank zu klettern, sondern den sicheren Boden unter den Füßen zu behalten. Foto: Victoria Langelott

  2. Bürgermeister Wolfgang Fürstenberger (von links), Weinprinzessin Laura Kiefer aus Auggen und Winzerfestchef Manfred Honold stießen zur Eröffnung des 62. Winzerfests zünftig an. Foto: Langelott

  3. Als Sänger überzeugten wieder Brita Sperling Foto: Langelott

  4. Foto: Langelott

  5. Foto: Langelott

  6. Rolf Weber Foto: Langelott

  7. und ihre Tochter Katharina Foto: Langelott

EFRINGEN-KIRCHEN. Freunde von Stimmungsmusik, Menschenmengen und lärmiger Fröhlichkeit waren am Samstagabend beim Winzerfest im Zelt am Breitenstein wieder richtig. Der Musikverein Efringen-Kirchen gestaltete wieder einen zünftigen Auftakt zum dreitägigen Fest der Festgemeinschaft. Eine Meisterleistung für die fünf beteiligten Vereine und ihre Helfer.

Bürgermeister Wolfgang Fürstenberger hatte das Fest zusammen mit Winzerfestchef Manfred Honold und der Markgräfler Weinprinzessin aus Auggen, Laura Kiefer, um kurz nach 20 Uhr offiziell eröffnet. Das größte Zeltweinfest zwischen Basel und Freiburg, wie Fürstenberger ergänzte. "Der Papst kann nicht kommen", hatte er noch mit einem Blick auf das Megaereignis des Papstbesuchs am Samstag und Sonntag in Freiburg angespielt. Gekommen waren aber Gerhard Rüdlin, der Geschäftsführer der Bezirkskellerei Markgräflerland, sowie zahlreiche junge und ältere Gäste aus nah und fern.

Der Musikverein sorgte wieder für eine Show nach Maß. Im ersten Teil rockig mit Hits von ABBA, Michael Jackson, Alexandra Stan oder Adriano Celentano und neuen Lichteffekten – möglich dank etwas künstlichen Nebels. Im zweiten Teil wünschte sich Moderator Joachim Wechlin vom Publikum sportlichen Einsatz beim Schunkeln, Taschentuchschwenken und Auf und Nieder zu Liedern wie "Hey Nachbarin". Wobei er sich keine Sorge zu machen brauchte, wenn Besucher die sportliche Aktivität verweigerten. Die Stimmung stimmte. Im dritten Teil wurde gespielt, was immer funktioniert: von Udo Jürgens "Ich war noch niemals in New York" bis zum Kulttitel "Sierra Madre" der Zillertaler Schürzenjäger. Wohlweislich kündigte Joachim Wechlin den Abschied dann schon frühzeitig an, denn das Publikum wollte dann doch noch Zugabe um Zugabe hören. Der Musikverein hatte die richtigen parat mit den unverwüstlichen Queen-Titeln "We will rock you" und "We are the champions", bis mit der Münchner Freiheit und ihrem "Das was ich will, bist Du" wirklich Schluss war und die Bühne für die Tanzband "Enjoy" geräumt werden musste.

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Hatte es zunächst danach ausgesehen, als ob der um eine Woche vorverlegte Festtermin Besucher gekostet haben könnte, sah man sich später eines Besseren belehrt. Gegen 22 Uhr waren auch die anfänglich leeren Ränge rechts und links der Bühne belegt und die Stehplätze am Zelteingang füllten sich.

Der verschobene Termin kostete keine Besucher

Nach 22 Uhr bildete sich dann auch wieder eine lange Schlange vor dem Eingang, an dem Mitarbeiter des Sicherheitsdiensts darüber wachten, dass die an der Kasse ihren Fünf-Euro-Eintritt bezahlenden jungen Leute – sofern nicht von Eltern begleitet – mindestens 16 Jahre alt waren.

Kurz nach 23 Uhr wurde neuen Gästen aber der Eintritt ganz verwehrt: Das Zelt war einfach zu voll. Gut für die Festorganisatoren: Nicht nur im Zelt, sondern auch darum herum blieb es friedlich.

Autor: Victoria Langelott