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02. November 2009

Ein kleiner Möhrenturm markiert den Ortseingang von Raitbach

Raitbach beginnt schon im Tal: Der Zeller Holzschnitzer Daniel Srock hat auf Initiative des Dorfverschönerungsvereins die außergewöhnliche Ortstafel geschaffen.

  1. Das Team vom Dorfverschönerungsverein Raitbach mit Künstler Daniel Srock (im roten Pullover) Foto: Edgar Steinfelder

RAITBACH (edi). Der 116 Jahre alte Hohe- Möhr-Turm hat seit Samstagnachmittag einen maßstabgerecht in Holz geschnitzten Ableger am Ortseingang von Raitbach, direkt hinter den Bahnschranke oberhalb der B 317, bekommen. Es ist eine bestens gelungene Nachbildung, die auf Initiative des Dorfverschönerungsvereins Raitbach hier installiert wurde.

Der Holzschnitzkünstler Daniel Srock vom Kunsthandwerksbetrieb "Holzwurm" in Zell wurde beauftragt, Vorschläge für eine etwas außergewöhnliche Ortstafel zu entwerfen. Der Künstler hatte schließlich die Idee, den Möhrenturm und den daneben angebrachten und in Holz eingravierten Ortsnamen unter einem Schindeldach zu platzieren.

Alle Vereinsmitglieder hätten sich gleich für diese Variante entschieden, erzählt Ortsvorsteher Karlfrieder Oswald vom Dorfverschönerungsverein Raitbach. Natürlich musste für diese Ausführung erst einmal ein Bauantrag beim Landratsamt gestellt werden, der auch anstandslos genehmigt wurde. Aus dem Gemeindewald spendete das Forstamt für die Möhrenturmskulptur den Stamm einer Douglasie, die dann einige Vereinsmitglieder fällten und nach Zell in die "Holzwurm"-Werkstatt verfrachteten.

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Rund vierzig Arbeitsstunden benötigte Daniel Srock für die Fertigstellung des Kunstwerks. Auf dem Grundstück von Günter Greiner am Ortseingang von Raitbach ließ man die Betonplatte ein, auf der das gesamte Ensemble installiert wurde. Nach den abschließenden Dachdeckerarbeiten stieg dann in kleinem Kreis eine zünftige Einweihungsfeier.

Karlfrieder Oswald bedankte sich bei Daniel Srock und seinem Mitarbeiter Daniel Weißkopf für die termingerechte und saubere Ausführung. Es sei schon lange ein Anliegen des Dorfverschönerungsvereins gewesen, mit einem künstlerischen Symbol deutlich zu machen, dass der Ortsteil Raitbach nicht erst am Berg, sondern eben schon hier unten im Tal beginne. Aber auch das Engagement aller Vereinsmitglieder stellte er lobend heraus. So hätten diese mit dem Verkauf von Grillwürsten und Getränken auf dem Raitbacher Wochenmarkt einen finanziellen Grundstock geschaffen.

Dem Dorfverschönerungsverein, der sich eher als lose Verbindung bezeichnet, gehören Henny Potthin, Diana Grether, Ulrich Grether, Günter Greiner, Gabriel Glatt und Karlfrieder Oswald an. Holzschnitzer Daniel Srock bekam den Auftrag, auf der Scheuermatt ebenfalls Hinweistafeln mit Möhrenturm zu schaffen. Am 21. November, kann man dem Künstler in seiner Zeller Werkstatt beim Tag der offenen Tür über die Schulter schauen.

Autor: edi