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20. März 2010
Digitales Leben in Rheinkultur
Die neue Internet-Präsentation der Gemeinde Kappel-Grafenhausen ist am Donnerstagabend freigeschaltet worden.
KAPPEL-GRAFENHAUSEN. Für den Bürgermeister war es ein Meilenstein in den Bemühungen der Gemeinde, den Tourismussektor zu stärken. Für die Gäste war es die Präsentation der neuen Homepage, für die es viel Lob gab. Am Donnerstagabend wurde der neu gestaltete Auftritt der Gemeinde im Internet im Beisein all jener, die dazu beigetragen haben, frei geschaltet.
Die vom Medienhaus Barth gestaltete Homepage sei als integraler Bestandteil des neuen Erscheinungsbildes der Gemeinde zu sehen, erläuterte Jochen Paleit in seiner Begrüßung. Er erinnerte an die Vorgeschichte bis zur Entwicklung des neuen "Corporate Designs", an den Aufruf der Gemeinde, der über 50 Bürgerinnen und Bürger gefolgt seien, und an die daraus entstehenden Arbeitsgruppen (AG). Die AG Verlässliche Tourismusangebote zum Beispiel habe einen Veranstaltungskalender entwickelt. Die AG Heimatkunde eine viel beachtete Ausstellung zum Keltengrab gestaltet. Und die AG Ortsbild habe den "Wildwuchs im Schilderwald erfolgreich durchforstet".Das heimische Medienhaus Barth hatte von der Gemeinde den Auftrag erhalten, den Prozess der Entwicklung des neuen Erscheinungsbildes professionell zu betreuen, betonte Bürgermeister Jochen Paleit. Marcel Barth und Markus Hartmann beschrieben kurz, wie sich in vielen Diskussionen mit Bürgerinnen und Bürgern die zentralen Begriffe "vielgestaltig, herzlich und traditionsreich" herausgeschält hätten. Dies wiederum habe zum Slogan "Leben in Rheinkultur" geführt und zum nun auch auf der Homepage eingeführten Design mit den Farben blau für Wasser und Himmel sowie grün für Wälder und Wiesen.
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Neben den Pflichtteilen, die eine Homepage heutzutage haben sollte, wie aktuelle Informationen, das Amtsblatt, die Ansprechpartner im Rathaus oder die Möglichkeit, Anträge über das Internet zu bekommen, weist die Internet-Präsentation einige Besonderheiten auf. Dazu zählt weiterhin der Exkurs zur Mundart, für Paleit eine "Pflichtlektüre". Oder die wunderschönen Fotos von den Tieren und Pflanzen im Taubergießen des Naturfotografen Thomas Kaiser – allein schon deshalb lohnt sich ein Blick auf die Seite. Und schließlich die Links zu Organisationen und Institutionen, mit denen die Gemeinde zusammenarbeitet oder deren Mitglied sie ist. Von diesen Organisationen waren vom örtlichen Gewerbeverein Hanspeter Urban, von der Wirtschaftsregion Ortenau (WRO) Dominik Fehringer, vom Naturpark Schwarzwald dessen Geschäftsführer Karl-Heinz Dunker, von "Rhin Vivant" Elisabeth Mühringer, von der Region Europa-Park Katharina Armbruster und für das Regierungspräsidium (RP) Clemens Glunk gekommen.
Glunk, ehemaliger Kollege Paleits an dessen früherer Arbeitsstelle, stellte in Aussicht, dass Kappel-Grafenhausen einer von drei Portalgemeinden für das Ramsar-Gebiet – eine internationale Konvention über Schutzgebiete – werden soll. Paleit fügte dem hinzu, dass sich das RP deshalb die Vorkaufsrechte am alten Zollhaus am Damm gesichert habe.
Mühringer hatte den neuen Prospekt des ersten grenzüberschreitenden Radwegs dabei, der auch durch Kappel führt und Armbruster die neuesten Zahlen der Region Europa-Park, denen zufolge die Doppelgemeinde in der Region die höchsten Übernachtungszahlen nach Rust aufweist. Der Abend schloss mit dem Aufruf des Bürgermeisters, Fehler oder Unstimmigkeiten in der Homepage zu melden.
Autor: Hagen Späth
