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04. Februar 2010
Die Special Olympics locken
Mosolf-Firmen FTU und ACM spenden 5000 Euro an den Förderverein der Georg-Wimmer-Schule.
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Fünf der acht am Projekt teilnehmenden Jugendliche der Georg-Wimmer-Schule nahmen den Spendenscheck der Mosolf-Firmen FTU und ACM entgegen. Rechts Abteilungsleiter Bernd Rein, links vorn dessen Stellvertreterin Marianne Wieber. Sowie von links Bernhard Hirschbolz, Holger Matscheko von der Wimmer-Schule und Dieter Schaudt, Vorsitzender des Förderkreises der Schule. Foto: christoph breithaupt
LAHR. Die jungen Männer der Georg-Wimmer-Schule strahlen: Sie dürfen einmal in der Woche für einen ganzen Tag in das Mosolf Technik- und Logistikzentrum auf Gemarkung Mietersheim /Kippenheim. Sie pflegen Kraftfahrzeuge aller Marken. Und manche von ihnen könnten hier einen richtigen Beruf ausüben, wenn es in Baden-Württemberg das Berufsbild des "Fahrzeugpflegers" geben würde: Arbeitsplätze für leicht Behinderte.
Die jungen Männer sind zwischen 16 und 19 Jahren alt und dürfen jeden Mittwoch bei Mosolf mit in die Werkhalle. Mit dabei Bernhard Hirschbolz. Gestern war allerdings ein besonderer Tag, denn die Mosolf-Firmen FTU und ACM, vertreten durch deren Geschäftsführer Meinrad Rein und Ralf Gropper, überreichten an Dieter Schaudt, den Vorsitzenden des Fördervereins der Wimmer-Schule, und an Holger Matscheko, Konrektor der Schule, einen Scheck über 5000 Euro. Bestimmt ist das Geld für den Höhepunkt eines jeden Schuljahres, die Special Olympics (diesmal in Bremen) und für ein internationales Treffen von Schulpartnerschaften, denn im Juni erwartet die Wimmer-Schule gleichaltrige Gäste aus Dänemark, Rumänien, Zypern, England – und auch noch aus Norddeutschland. Das europäische Projekt Comenus soll behinderte Schüler aus allen Europäischen Ländern zusammen führen.Werbung
Freude über das Geld also bei den Vertretern der Georg-Wimmer-Schule. Aber auch eine freundliche Bitte an die Öffentlichkeit: "Wir brauchen mehr Praktikumsplätze in Betrieben", so Bernhard Hirschbolz. So wie in den Mosolf-Firmen, weil man dort leicht behinderten Menschen eine Berufschance fürs Leben eröffnen kann. Mit einer Anforderung, die sie bewältigen können, die aber, wie man am Fleiß der jungen Männer sieht, große Freude bereitet, weil es eine unglaubliche Selbstbestätigung ist. Die Geschäftsführer Rein und Gropper bedauern, das es im Land noch nicht die Möglichkeit gibt, solche Arbeitsplätze anbieten zu können, weil es das erforderliche Berufsbild nicht gibt. Bernhard Hirschbolz: "Für einen großen Teil unserer Schüler ist der Weg in die Behindertenwerkstatt vorgegeben."
Ermöglicht haben die Spende die rund 400 Mitarbeiter und Geschäftsführung der Mosolf-Firmen durch den Verzicht auf Kundenpräsente, den Verzicht auf Mitarbeiterpräsente oder Weihnachtsfeier. Bei Mosolf werden Fahrzeuge aller großen Hersteller umgeschlagen, Neu- und Gebrauchtfahrzeuge, Flottenrückläufer. Fahrzeuge werden bewertet, repariert, gelagert und wieder verteilt.
Autor: Bruno Kohlmeyer
