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21. Juni 2014

Junge Leute lassen sich inspirieren

Dreitägiges Seminar für Unternehmensgründer auf dem Freizeithof Langenhard.

  1. Junge Leute, zum großen Teil aus Frankreich, tauschen auf dem Langenhard ihre Geschäftsideen aus. Foto: Christoph Breithaupt

LAHR. Insgesamt 40 Teilnehmer und zehn Referenten haben sich für drei Tage zum Unternehmensgründer-Seminar "Geeks on a Farm" auf dem Freizeithof Langenhard versammelt. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer war aus Frankreich gekommen, der weit überwiegende Teil war zwischen 20 und 30 Jahre alt. Alle trugen sich mit dem Gedanken, eine Geschäftsidee zu verwirklichen. Deshalb erwarteten sie sich von dem Start-up-Seminar sowohl Informationen wie auch möglicherweise hilfreiche Kontakte untereinander.

Mit dabei waren auch die Teilnehmer des "Black Forest Accelerator" in Lahr, die drei Monate lang auf dem Zeit-Areal gemeinsam – und mit einer von Investoren angeschobenen Finanzierung – an der Umsetzung ihrer Geschäftsidee aus den Bereichen Gesundheit, Fitness und Landwirtschaft arbeiten. Diese thematische Beschränkung galt bei den Langenhard-Geeks (die man auf Deutsch in etwa als Technologie-Streber bezeichnen würde) nicht.

In den Vorträgen ging es um grundsätzliche Überlegungen bei der Unternehmensgründung, um Informationen über verschiedene Start-up-Programme in Straßburg, Paris und Berlin, und um Themen wie Marketing und Leadership. Genauso wichtig wie die Vorträge waren aber die informellen Gespräche am Rande und das Kennenlernen bei Grillabenden oder beim gemeinsamen Fußballschauen.

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Markus Schranner, Vorstandsvorsitzender des Vereins Startup Germany, der seit vielen Jahren in der Szene aktiv ist, fand die Resonanz auf die Geeks-Premiere erstaunlich. "Dass eine kleine Stadt wie Lahr gleich bei der ersten Veranstaltung 40 Teilnehmer anziehen kann, beweist, dass Innovation nicht nur in den Großstädten zuhause ist", lobte er. Schranner zeigte sich erfreut über die Qualität der Referenten und die Offenheit der Teilnehmer – und dass auf dem Langenhard Smartphone und Laptop nicht immer Empfang haben, empfand er auch nicht als Nachteil.

Michael Kraft, der im Rahmen des Black Forest Accelerators eine Mangalitzaschwein-Genossenschaft gründen möchte, und Nicole Ambacher und Daniel Knapp, die an der Markteinführung eines digitalen Pflegeprotokolls arbeiten, äußerten sich ähnlich positiv. Kraft lobte vor allem die Möglichkeit, Kontakte untereinander zu knüpfen und seine Ideen bei den Gesprächen weiter entwickeln zu können. Die Gefahr, dass bei einem solchen offenen Treffen auch Ideen geklaut werden, sieht er für seinen landwirtschaftlichen Bereich eher nicht. Ambacher und Knapp fanden ihre eigenen Einschätzungen im Austausch mit den anderen Teilnehmern bestätigt. Für Nicole Ambacher war vor allem der Kontakt zur Gründerszene in Frankreich interessant. "Ich wusste vorher mehr über die deutsche Szene in den Großstädten und über die USA." Nach drei Tagen Input und Austausch geht es jetzt für alle Gründer wieder daran, das Gelernte des Seminars in ihren Geschäftsideen umzusetzen.

Info: Geeks On A Farm (GOAF) wurde veranstaltet von der Organisation Alsace Digitale und der Team E aus Lahr, das auch den Black Forest Accelerator organisiert. Unterstützt wurde "Geeks on a Farm" vom Euro-District.

Autor: Juliana Eiland-Jung