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19. August 2008

Der Kindergarten St. Peter darf sich auf einen Scheck freuen

Die Bulldogfreunde St. Peter sammelten bei ihrem Bulldogtreffen fleißig Geld für die Kleinen / Axel Fräßle gewann das Geschicklichkeitsfahren.

ST. PETER (ro). Es war ein langes Fest, dieses zweitägige Bulldogtreffen in St. Peter. Das Resümee des veranstaltenden Vereines "Bulldogfreunde St. Peter" lautet nicht anders als das der vielen, vielen Besucher: "Begeisterung pur!". So macht selbst der große Kehraus mit viel Aufräumarbeit am Montag noch Spaß.

Unzählige Teilnehmer und Gäste tummelten sich, wie berichtet, zwischen Samstagnachmittag und Sonntagabend auf dem sonnenverwöhnten und immer windgekühlten Gelände, um zu schauen, zu fachsimpeln, zu staunen, zu vergleichen, zu entdecken, zu erläutern und zu verstehen, warum Traktoren derart im Trend liegen.

Für den Verein ist es weit mehr als Nostalgie. "Die Entwicklung der landwirtschaftlichen Geräte brachte so viele Erleichterungen bei der bäuerlichen Arbeit, dass man sie und ihren Wert für die damit Arbeitenden nicht in Vergessenheit geraten lassen darf", fasst Vorsitzender Peter Hummel die Motivation der Bulldogfreunde zusammen. Und man spürt die teils faszinierenden Besonderheiten geradezu an seinem inneren Auge vorbeiziehen.

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Neben Anerkennung kam der Spaß nicht zu kurz, vor dichten Zuschauerreihen traten die Teilnehmer des Hindernis- und Geschicklichkeitsfahrens an.

Und der Sieger? "Wie immer de Axel; mer merkt halt, dass seller midm Schlepper groß worren isch!", kommentiert Peter Hummel den wiederholten Sieg Axel Fräßles vom Zipfeljockenhof in Eschbach – nicht weit von der Gemarkungsgrenze zu St. Peter entfernt – bei diesem sonntäglichen Höhepunkt des Festes.

Er schätzte die Höhe der Querlatte des Zieleinlaufes aus 30 Metern Entfernung am genauesten, platzierte den Schlepper auf den Punkt in einem Meter Abstand vor dem markierenden Pflock. Am "Boxenstopp" runter vom Schlepper, einen Bierkrug in Westernmanier über den Tisch rutschen lassen, so nah wie möglich an dessen rote Linie, auch das klappte fehlerlos. Was danach kam, war Millimeterarbeit: Mit dem Schlepper ein Bremspedal antippen, das dem Seil einer hoch aufgehängten Gießkanne signalisierte, ihr Wasser in einen speziellen Behälter auszugießen. Das Erreichen der Füllmarke löste schließlich eine Sirene aus. Noch ein Strohballenhindernis – und zum vierten Mal war der Sieg eingefahren! Es war eine Mordsgaudi für Teilnehmer und Zuschauer.

Über jeden Euro, den man zur Teilnahme an der Schätzfrage bezahlen musste, freute sich Franz Metzger das ganze Fest über, kommt doch das gesamte Geld dem Kindergarten St. Peter zugute. Der Endbetrag wurde allerdings noch nicht verraten, bis er per Scheck überreicht wird; wohl aber, dass Thomas Kürner mit 819 genau die Anzahl der Bestandteile des zu schätzenden Eicher-Motors traf. Er durfte den Kinder-Eicher aus Plastik mit nach Hause nehmen. Auswärtige Teilnehmer freuen sich über einen ordentlichen Schwung Buchen-Feuerholz und sechs Flaschen Wein, die es als zweiten und dritten Preis gab. Der letzte Schlepper trat seine Rückreise am Sonntag gegen 20 Uhr an, im Zelt ging das gemütliche Beisammensein in Festausklang über, "’s het noch e wenig aaghobe".