Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

13. April 2015

Spatenstich 2016 scheint möglich

Jahnstadion: Weiterhin stehen die Varianten Neubau, Teilabriss oder Sanierung zur Entscheidung an.

TITISEE-NEUSTADT. Wie und wann geht es weiter mit dem Clubhaus im Jahnstadion? Das war die zentrale Frage in der Hauptversammlung des FC Neustadt im "Jägerhaus". Bürgermeisterstellvertreter Bernhard Schindler nahm Stellung dazu und machte Hoffnung, dass sich 2016 etwas tun könnte.

Das Jahnstadion mit seinen teils 50 Jahre alten Anlagen und Bauten ist – wie vielfach beklagt und beschrieben – keine Anlage, die man gerne zeigt. Die beiden Umkleideräume erinnern an Käfige, die Duschen strahlen den kalten Charme der frühen 60er-Jahre aus, und die Toiletten sind selbst für hartgesottene Fußballer eine Zumutung. Aber auch das Clubhaus selbst ist zumindest energetisch ein Sanierungsfall und liegt zudem noch am Rande der gesamten Anlage. Daher wird seit langem über Abhilfe diskutiert, und vor allem die Fußballer aus Neustadt und Hölzlebruck, aber auch die Leichtathleten hoffen auf baldige Besserung.

Bürgermeisterstellvertreter Bernhard Schindler bedankte sich in seiner Ansprache "für das Ertragen der spartanischen Ausstattung im Jahnstadion." Die möglichen Varianten Neubau, Teilabriss oder Sanierung wurden in der letzten Sitzung des Arbeitskreises im Herbst 2014 konkretisiert und zur Prüfung an verschiedene Architekturbüros versandt. Ergebnisse stünden noch aus, man rechne aber bald mit belastbaren Zahlen, sodass der Arbeitskreis dann erneut tagen und eine Weichenstellung vornehmen könne. Derzeit seien noch alle Optionen auf dem Tisch: Sanierung, Teilabriss oder kompletter Neubau. Auch sei die Frage noch offen, ob man auf der kleinen Wiese zentral baut, eventuell den Parkplatz mit einbezieht oder am alten Ort verbleibt. Weiter müsse berücksichtigt werden, dass das Bauvorhaben während des dann parallel laufenden Spielbetriebs verwirklicht würde. Auf jeden Fall seien die Planungsgelder im diesjährigen Haushalt eingestellt und das "Baugeld" werde nächstes Jahr bereitstehen. Daher stehe seiner Meinung nach einem Baubeginn 2016 nichts im Wege. Allerdings sei es auch erforderlich, dass hierzu konkrete Ziele mit den Vereinen vereinbart werden.

Werbung


Kunstrasen marode: Kosten 110 000 Euro

Rudolf König bemerkte, dass es in Neustadt andere Projekte gebe, wie beispielsweise das Felsele oder das Freibad, bei denen es anscheinend zügiger vorangehe, und auch der Vorsitzende Arnold Löffler zeigte sich eher skeptisch, ob es bereits 2016 auf der alten "Mexikanerwiese" losgehen kann.

Doch damit wird das Thema Jahnstadion noch nicht erledigt sein, denn es gibt noch zwei andere Baustellen, die angegangen werden müssen: Löffler sprach davon, dass der kleine Kunstrasen erneuert werden muss, "wir wollen die Knochen unserer Kinder ja nicht kaputtmachen". 110 000 Euro seien erforderlich.

Und zuletzt mahnt auch der Turnverein Neustadt und hier speziell die Leichtathletikabteilung die Sanierung der Tartanbahn an. Besonders die Situation hinter den Toren in den "Sektoren" stellt sich schlimm dar: Eine schlechte Drainage sorgt für zentimeterhohe Wasserlachen. Auch an den Sprunganlagen gibt es Stolperfallen und auf der Rundbahn löst sich der obere Belag.

Die Stadt vertritt den Standpunkt, dass für den Komplex Jahnstadion eine große Lösung am sinnvollsten wäre. Der Vorteil wäre, dass dann auf Jahrzehnte hinaus "Ruhe" wäre.

Autor: Jochen Köpper