Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

06. April 2009

Zwei große Bewährungen gut bestanden

Das Feuerwehrhaus ist in Lenzkirch nur eine Frage der Zeit.

LENZKIRCH. "Wenn wir unsere Feuerwehr mit einem Schiff auf großer Fahrt vergleichen, so gibt es auch bei uns ein Auf und Ab wie auf hoher See. Wir müssen auf unserem Weg zu neuen Ufern so manche Klippen umschiffen." Mit diesen Worten eröffnete der Kommandant der Lenzkircher Feuerwehr, Martin Metzger, am Samstag die Hauptversammlung im "Kreuzhof".

Eine sichere Hand bewies der Beschaffungsausschuss bei der Ausschreibung des Löschfahrzeugs HLF 20/16, das bereits bestellt ist und das bisherige, bereits 30 Jahre alte Fahrzeug ablösen wird. Eine weitere Klippe gilt es aber noch zu bewältigen: Hinsichtlich des Feuerwehrhauses bedarf es dringend einer Lösung. Hier sei laut Bürgermeister Reinhard Feser nicht mehr die Frage, ob, sondern wann.

Metzger blickte auf sein erstes Jahr als Kommandant zurück und berichtete von ständig steigender Bürokratie. "Statt uns auf die eigentliche Arbeit Retten - Löschen - Bergen - Schützen zu konzentrieren, müssen wir uns mit immer mehr Verwaltung und Schreibarbeit auseinandersetzen." Er zog dennoch ein günstiges Fazit und berichtete von 27 Atemschutzgeräteträgern und zahlreichen Kameraden, die 2008 verschiedene Lehrgänge besuchten. Da man kaum noch mit Quereinsteigern rechnen könne, freute sich Metzger, mit Jonas Stoll und Manuel Schellbach zwei Jugendwehrler als Anwärter bei den Aktiven aufnehmen zu können.

Werbung


Kreisbrandmeister Max Eschenlohr sprach zahlreiche Beförderungen aus. Wolfgang Mettmann ist Oberlöschmeister, Georg Wehrle Oberbrandmeister. Auch Bernhard Mantel, von 1997 bis 2002 Kommandant in Kappel, wurde zum Oberbrandmeister ernannt.

Schriftführer Tobias Lehmann berichtete von den häufig auftretenden Alarmen der Brandmeldeanlagen, umgestürzten Bäumen und Verkehrsunfällen. Daneben waren die zwei Großbrände – die einzigen im vergangenen Jahr im Landkreis – die größte Herausforderung. Der Dachstuhlbrand im Hotel Schwörer und auch der Brand der Löwenscheune mit vier Nachlöscheinsätzen brachte die Feuerwehrleute aus der Haslachgemeinde an ihre Grenzen. Dass die Lösch- und Aufräumarbeiten dennoch fast optimal klappten, bestätigten die unterstützend angerückten Wehren aus Nachbargemeinden. In dem Zusammenhang bat Harald Zimmermann vom Polizeiposten Lenzkirch, man möge vor allem bei der Anfahrt zu Brandorten stets Augen und Ohren offenhalten, damit man erste Eindrücke möglicherweise später schildern und zur Klärung der Sachverhalte beitragen könne.

Die Jugend soll ein größeres Zelt bekommen

Jugendleiterin Yvonne Klumpp berichtete von 30 Übungsabenden mit 18 Jugendwehrlern und drei Betreuern, die sich unter anderem auf die Jugendflamme 1 vorbereitet hatten, aber auch bei "Jugend hilft mit Spiel und Spaß" in Titisee aktiv dabei waren. Für 2009 steht mit der Neuanschaffung eines großen Zelts eine größere Investition an. Das alte Zelt sei nicht mehr einsatzfähig und man hoffe auf die bestmögliche Unterstützung, um sich für das Zeltlager der Jugendwehren ein neues Zelt anschaffen zu können.

Gesamtkommandant Andreas Wangler griff Metzgers Vergleich auf und bescheinigte ihm: "Du hast dein Schiff mit deiner Mannschaft auf dem richtigen Kurs gehalten, mach' weiter so!" Wangler berichtete von Änderungen im Feuerwehrgesetz, die zum 1. Januar 2010 in Kraft treten. So dürfen Anwärter dann schon mit 17 Jahren zu den Aktiven wechseln, der Verdienstausfall für Selbstständige soll künftig besser honoriert werden und 2010/2011 wird der Digitalfunk eingeführt. Und nicht zuletzt steht dieses Jahr eine Gesamtfeuerwehrsitzung in Lenzkirch an, bei der der Gesamtkommandant und sein Stellvertreter gewählt werden.

Autor: Tina Hättich