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08. Oktober 2008 13:27 Uhr

Zsófia Csákány gestaltet Klosterkonzert

Facettenreiche Orgelklänge

Wer beim Klosterkonzert in erster Linie ein barockes Orgelkonzert erwartet hatte, musste umdenken. Alle, die sich auf ungewohnte, aber umso facettenreichere Klänge einlassen konnten, erlebten ein wahres Orgelfest.

  1. Foto: Jutta Binner-Schwarz

Mit ihrem jüngsten Klosterkonzert feierte die Kapuzinergemeinschaft Stühlingen gleichzeitig in angemessener Weise den Namenstag des Heiligen Franziskus, ihres Ordensgründers. Unter dem passenden Titel "Da berühren sich Himmel und Erde" unterstrich Konzertorganistin Zsófia Csákány mit einem ausgesuchten Repertoire die Gloriole des Hochfestes. Wer ein in erster Linie barockes Orgelkonzert erwartet hatte, musste umdenken.

Alle, die sich auf ungewohnte, aber umso facettenreichere Klänge einlassen konnten, erlebten ein wahres Orgelfest. Die junge Organistin interpretierte Werke des Frühbarocks wie Zeitgenössisches meisterhaft. Bruder Jürgen Meyer führte gewohnt kenntnisreich in die Kompositionen ein. Zu Gehör brachte Csákány mit der "Toccata I FbW 302" von Johann Jakob Froberger und dem "Präludium in g BuxWV 150" zwei wohlklingende Werke voller Lebendigkeit. Die berühmte, für ihre Zeit gewagte "Fantasia und Fuge in g BWV 542" von Johann Sebastian Bach bestach durch starke Chromatik und gewagte Akkorde.

Ebenfalls glänzend intonierte die junge Musikerin drei Werke des 1992 verstorbenen französischen Komponisten Olivier Messiaen. Der bekennende Katholik wollte mit seinen Arbeiten laut Bruder Jürgen einen direkten Kontakt zum Göttlichen schaffen, sich diesem öffnen und nicht im "Sumpf des Lebens" verbleiben. Mit den Partien "Le Verbe", "Les Anges" und "Les Berges" aus "La Nativité du Seigneur" setzte er eindrückliche, musikalische Zeichen des Glaubens.

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Für das Ende des Konzert wartete Zsófia Csákány mit eindringlichen Kompositionen des im Zweiten Weltkrieg gefallenen Franzosen Jehan Alain auf. "Le Jardin" Suspendu" und die "Litanies" erfüllten das Publikum mit großer Freude.

Im Anschluss an das Klosterkonzert öffnete das Kapuzinerkloster Stühlingen wieder die Pforten des Refektoriums für interessierte Musikliebhaberinnen und -liebhaber.

Autor: Jutta Binner-Schwarz