Pannenmeiler

Macron: Fessenheim wird im Sommer 2020 geschlossen

afp, dpa

Von afp & dpa

Di, 27. November 2018 um 11:36 Uhr

Elsass

Emmanuel Macron hat einen Zehnjahres-Plan zur Energiewende in Frankreich vorgestellt. Demnach wird das älteste französische Atomkraftwerk in Fessenheim im Sommer 2020 geschlossen. Die Schließung soll einen Teilausstieg aus der Atomkraft einläuten.

Das umstrittene Atomkraftwerk Fessenheim soll im Sommer 2020 endgültig geschlossen werden. Das kündigte der französische Staatschef Emmanuel Macron am Dienstag in Paris an. Frankreich hatte die Schließung bereits grundsätzlich beschlossen, aber bisher keinen konkreten Termin für die Abschaltung genannt.

Die französische Atomaufsicht hatte sich zuletzt auf eine Abschaltung bis 2022 vorbereitet. Der Kraftwerkbetreiber EDF habe mitgeteilt, dass der erste Reaktor bis September 2020 und der zweite bis August 2022 heruntergefahren werden soll, hatte es noch im zurückliegenden Monat geheißen. Der seit gut eineinhalb Jahren regierende Macron hatte bereits Ende 2017 explizit bestätigt, dass Fessenheim geschlossen werden soll.

Atomanteil am Strom soll auf 50 Prozent sinken

Macron sagte bei einer Rede zur weiteren Energiestrategie seines Landes, es sollten bis 2035 - über Fessenheim hinaus - zwölf weitere Atomreaktoren geschlossen werden. Macron bestätigte bisherige Ankündigungen aus der Regierung, wonach der Zeitplan für eine Energiewende hin zu weniger Atomstrom geändert wird. Das Ziel, den Atomanteil an der Stromproduktion auf 50 Prozent zu senken, werde auf 2035 verschoben - zunächst war von 2025 die Rede gewesen.

Frankreich gilt als Atomland und betreibt nach früheren Angaben 58 Atomreaktoren. Mehr als 70 Prozent der französischen Stromproduktion kommen aus der Kernkraft.
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