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08. Dezember 2017

Der Wald wird ein Zuschussgeschäft

Im Forstplan von Mahlberg für 2018 ist ein Defizit von 23 000 Euro ausgewiesen: Vor allem Waldschutz und Kulturen sind die Gründe.

MAHLBERG. Laut dem Ansatz wird der Betriebsplan für den Wald für Mahlberg im kommenden Jahr ein Zuschussgeschäft. Im Verwaltungshaushalt wird für 2018 ein Defizit in Höhe von knapp 23 000 Euro ausgewiesen, wie Forstamtsdirektor Bernd Ihle und Förster Hans-Jürgen Wilting im Gemeinderat erklärt haben.

Hoffnung mache wie aus den Erfahrungen der Vorjahren, dass laut Hans-Jürgen Wilting "bis jetzt" der Markt hervorragend sei. Wie Bernd Ihle später ergänzte, sei man mit dem Ergebnis aus 2016 "deutlich besser herausgekommen" als veranschlagt. Dieser Tage wurde das Ergebnis aus diesem Jahr erstellt, laut dem sich ein Überschuss in Höhe von knapp mehr als 28 000 Euro ergebe – veranschlagt war im Ansatz noch ein Minus in Höhe von 9100 Euro.

Das satte Plus sei zum einen das Ergebnis einer starken Nachfrage, aber auch des vermehrten Einschlags von Eschenholz. Auch in Mahlberg sei der Wald vom Eschentriebholzsterben betroffen. Hier werde eingeschlagen, um das Holz noch rechtzeitig verwerten zu können.

Esche sei im Pflanzplan 2018 nicht vorgesehen, wie Hans-Jürgen Wilting sagte. 4000 junge Bäumen sollen im Rahmen des Postens Kulturen gepflanzt werden. Der "bunte Strauß" von Sorten bestehe zum größten Teil aus Stieleiche mit 1500 Stück und 1100 Roterlen, außerdem würden Feldahorn, Linde und Ulme gesetzt.

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Zurück zu 2018: Hier sei der Einschlag von 3330 Festmetern geplant. Der Erlös aus dem Verkauf sei mit 160 000 Euro einkalkuliert. Nach Abzug der Kosten für die Holzernte mit 74 925 Euro ergebe sich daraus ein Überschuss in Höhe von 85 000 Euro. Somit betrage der Nettoerlös laut Kalkulation 25,55 Euro pro Festmeter; im Vergleich zum Jahr zuvor sei er um 55 Cent pro Festmeter gestiegen.

Der geplante Überschuss bleibt 2018 unverändert

Der Überschuss mit 85 000 Euro für 2018 sei der gleiche wie 2017 – allerdings sind im vergangenen Jahr laut Plan noch 70 Festmeter weniger Holz eingeschlagen. Letzten Endes sind es zwei große Batzen, mit denen Bernd Ihle das veranschlagte Minus erklärte: Kosten in Höhe von 23 500 Euro für Kulturen und von 14 700 Euro für den Waldschutz.

Eigene Waldarbeiter schlagen das Holz nicht mehr, dies erledigen Mitarbeiter des Waldservice des Ortenaukreis. Die Zusammenarbeit funktioniere gut, wie Hans-Jürgen Wilting auf eine Frage von Bürgermeister Dietmar Benz antwortete. Zahlen für 2017 wollte er am Montag in der Sitzung nicht nennen, weil noch nicht alle Rechnungen vorliegen würden.

Thomas Schwarz hatte an den Zahlen nichts auszusetzen, wohl aber daran, dass das Ergebnis für 2016 zum Zeitpunkt der Sitzung offiziell noch nicht vorgelegen hatte. Eigentlich hätte er lieber erst über 2018 abgestimmt, wenn das Ergebnis aus 2016 schon vorgelegen hätte. Gar nicht zufrieden mit dem Betriebsplan 2018 war Ulrike Kesselring, als Kaufmann habe sie "Bauchweh" wegen des hohen Minus. Sie war die einzige, die dem Plan 2018 ihre Zustimmung versagte.

Autor: Irene Bär