Hunde an die Leine – los geht’s

Michael Masson

Von Michael Masson

Do, 30. August 2018

Mahlberg

Mit 36 Kindern war die Schnitzeljagd mit Vierbeinern im Mahlberger Ferienprogramm wieder ein Renner.

MAHLBERG. Gerne lange durch die Landschaft gehen, gleich vier Kilometer weit – nicht jedes Kind wäre davon begeistert, wohl schon gar nicht in den Ferien. Doch jetzt hatten gleich 36 Mädchen und Jungen in Mahlberg einen Heidenspaß damit: Es ging auf eine "Schnitzeljagd mit Hunden".

16.30 Uhr. In vier Gruppen aufgeteilt setzt sich eine "Meute" vom Mahlberger Edeka-Markt aus in Bewegung, allgemeine Richtung Autobahnraststätte Ost: Im Rahmen des Mahlberger Ferienprogramms steht eine "Schnitzeljagd mit Hunden" auf dem Programm – freilich nicht die Jagd nach einem Schnitzel, sondern eine Suchjagd, und die erweist sich damit erneut als einer der Renner. Mitten in der großen Kinderschar laufen zehn absolut kinderliebende, schwanzwedelnde Vierbeiner an Leinen mit und werden unterwegs noch für Spaß sorgen.

Herrchen und Hund müssen eng zusammenarbeiten

Unterwegs gibt es dann für die folgsamen Hunde bei der Schnitzeljagd manches Leckeli in Form von kleinen Wurststückchen – kein Problem, dass auch mal das eine oder andere gleich im Magen eines hungrigen Kindes landet. Die dürfen unterwegs immer wieder die Hundeleinen wechseln, soll doch jedes mal das Vergnügen mit einem der Hunde haben. So schließen sie innige Bekanntschaft mit kreuzbraven Bordercollies (Hütehunden), aber auch Promenadenmischungen oder einem laufkräftigen Pudel.

Bei allem Spaß sorgen sechs erwachsene Laufbegleiter dafür, dass Kinder unterwegs nicht über die Stränge schlagen. Bei den Hunden ist das weniger nötig, denn die gehören alle den Mitgliedern des veranstaltenden Vereins Agility Dogs Ortenau (ADO). Und die wissen: Ihre Vierbeiner kennen keine Aggressivität, lassen sich höchstens Freudengebell entlocken.

18.30 Uhr. Nach und nach treffen die vier Gruppen auf dem Übungsgelände der ADO ein. Thomas Grimmer hat vorab schon Wienerle heiß gekocht, denn auf Feuergrills wird angesichts der Brandgefahr bei aktueller Trockenheit wohlweislich verzichtet. Trotzdem entwickelt sich ein lustiges Lagerleben.

Die Kinder schließen auf dem abgezäunten Gelände neue Freundschaften, vertiefen diese, und würden wohl am liebsten einen der tollen Hunde gleich behalten und mit nach Hause nehmen. Geht natürlich nicht, und so spielt sich vor Einbruch der Dunkelheit manch leicht herzzerreißende Abschiedsszene ab. Der erst vor drei Jahren gegründete Verein ADO zählt derzeit elf Mitglieder mit 15 Hunden. Das reicht ihm eigentlich schon, denn er will die sich mittlerweile weltweit prächtig entwickelnde Hundesportart Agility (Beweglichkeit) fachkundig betreiben. Es geht hier darum, den Hund möglichst fehlerfrei und schnellstmöglich leinenlos über einen vorgegebenen Parcours zu lotsen. Dazu müssen Herrchen und Hund eng zusammen arbeiten, sich verstehen und gegenseitig vertrauen.

Geistige und körperliche Fitness von Hund und Mensch sind gleichermaßen gefordert. Neben guter Ausbildung wird bei Agility auch der Spaßfaktor ganz groß geschrieben. Darum sagt die Vorsitzende Sandra Grimmer: "Neue Mitglieder samt Hunden sind selbstverständlich willkommen, Langeweile wird nicht aufkommen." Allerdings sei schon ein stetiges Training auf dem Übungsgelände und über Winter in einer Reithalle angesagt. Denn der Verein nimmt an zahlreichen Agility-Turnieren zwischen Karlsruhe und Bodensee teil, und die aktiven Mitglieder möchten dabei möglichst viele Pokale erringen.

Weitere Informationen unter http://www.agilitydogs-ortenau.de