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22. Juli 2017

Neues Baugebiet für mehr als 30 Eigenheime

Ortschaftsrat wünscht kleine Änderungen im Bebauungsplanentwurf, hält aber am Projekt selbst ohne Gegenstimme fest.

MAHLBERG-ORSCHWEIER (ib). Auf einer Fläche von drei Hektar am nördlichen Ortsrand von Orschweier will die Stadt Mahlberg ein neues Baugebiet ausweisen. Platz für 38 Eigenheime wird dort geschaffen. Der Ortschaftsrat hat den Bebauungsplanentwurf des Ingenieurbüros Zink bei einer Enthaltung von Dieter Beck (Bürgerforum) mit einigen kleinen Änderungswünschen begrüßt. Jetzt ist der Entwurf Gegenstand der Beratungen kommende Woche im Gemeinderat. Sofern auch dieser den Bebauungsplan begrüßt, geht er in die Offenlage.

Die Änderungen beziehen sich zum einen auf eine Anpassung der Straßenplanung an die Einmündung von der Kreisstraße. Dort soll ein Fahrbahnteiler hergestellt werden. Die 130 Meter lange Lärmschutzwand, die am Rebweg endet, verläuft nach den Änderungswünschen nicht mehr ganz schnurgerade, sondern etwas geschwungener. Die Wand soll Gabione (Drahtgestelle mit Steinen) gestaltet werden. Kosten: 135 000 Euro.

In einem Bereich von zehn Metern zur Kreisstraße sollen Nebengebäude, zum Beispiel Garagen, nur noch ausnahmsweise zugelassen werden. Die Straßenhöhe wurde geändert. Neu aufgenommen wurde, dass am Spielplatz eine Trafostation errichtet wird. Zudem soll auch ein versetztes Pultdach ausdrücklich zugelassen werden, Dachbegrünung soll auch auf Nebengebäuden möglich sein.

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Lärmschutz zur Bahnlinie zu teuer

Bei der Gestaltung der Grundstückszäune hatte sich Planer Thomas Kernler an die Vorgaben beim Baugebiet Lachenfeld angelehnt. Dies blieb im Gremium nicht unwidersprochen. Gestattet sein soll, dass die Höhe der Abgrenzung zur Straße und Gehwegen hin maximal 1,20 Meter betragen darf und einen halben Meter von der Grundstücksgrenze abgerückt ist. Außerdem sind standortgerechte Gehölze vorgeschrieben. Der Passus, dass Einzäunungen privater Grundstücke mit Mauern, Plastikzäunen oder Zäunen mit eingeflochtener Plastikfolie unzulässig seien, wurde gestrichen. Den Antrag dazu hatte Rolf Baum (CDU) gestellt. Ebenso wurde auf Antrag von Nikolaj Blasi (Bürgerforum) beschlossen, dass Mansarddächer doch zugelassen sind.

Diskutiert wurde auch, ob entlang der Bahnlinie eine Lärmschutzwand gebaut werden soll. Dies hatte Dieter Beck wieder zur Sprache gebracht, nachdem er gelesen hatte, dass die Anwohner im neuen Baugebiet trotz Lärmschutzwand an der Straße einer erhöhten Belastung ausgesetzt seien. Bürgermeister Dietmar Benz erinnerte an die hohen Kosten, Ortsvorsteher Bernd Dosch an die Diskussion und den ablehnenden Beschluss vom vergangenen Jahr.

Der Bebauungsplan ist Thema der Gemeinderatssitzung am Montag, 24. Juli, 19.30 Uhr, im Rathaus Mahlberg.

Autor: ib