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15. November 2017

Wohin mit der Pfeife?

Tabakmuseum, Feuerwehrgerätehaus oder Schrottplatz? Die Entscheidung wurde vertagt.

  1. Es war einmal. Das große Pfeifenlogo ist längst vom Kreisel bei Mahlberg verschwunden. Derzeit steht die Skulptur weit abseits auf dem Buck an der B3. Der Gemeinderat überlegt, wohin damit. Foto: Sandra Decoux-Kone

MAHLBERG. Wohin damit, hat am Montagabend in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Mahlberg die Frage gelautet. Die Rede ist von dem Pfeifenlogo, das einst auf dem südlichen Kreisverkehr stand und dort abgebaut werden musste. Die Entscheidung über den künftigen Standort wurde nach 20 Minuten Diskussion vertagt.

Erst kürzlich war die Stahlplatte mit dem markanten Pfeifenlogo auf dem Buck an der B 3 aufgestellt worden, nachdem sie nach langer Streiterei mit dem Landratsamt und vor Gericht auf dem Kreisverkehr abgebaut worden war. Als der Gemeinderat im April dieses Jahres den neuen Standort mehrheitlich beschloss, versprach er sich mehr Aufmerksamkeit für die Pfeifenskulptur. Damit ist es aber nicht weit her, weil man das Logo kaum sieht, vor allem dann, wenn man von Süden kommt. Die Frage nach einem neuen Standort hatte Thomas Schwarz deshalb in einer vorangegangenen Sitzung aufgeworfen. Weil das Logo laut Straßenverkehrsbehörde 20 Meter vom Fahrbahnrand abgerückt sein muss, verschwindet es gewissermaßen in der Landschaft. Weil das Logo aufgestellt wurde, als der Mais hoch stand und es sich farblich kaum vom Grün und Gelb des Feldes abhob, hatten viele den neuen Standort kaum bemerkt.

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Zwischen 5000 und 6000 Euro hatte das Versetzen gekostet. Sollte man nun noch einmal Geld in die Hand nehmen, und es an einem weiteren Standort aufstellen? Der Tenor der Gemeinderäte war überwiegend ein Ja. "Erst mal weg vom Buck", meinte Andreas Ruder, für den der Beschluss im April eine Abstimmungspanne war. Die Meinungen über einen Standort am Tabakmuseum oder am Feuerwehrgerätehaus waren wie schon im Frühjahr erneut geteilt. Bernd Dosch, Barbara Frieden und Markus Kromer sprachen sich klar für einen Standort am Tabakmuseum aus, weil es dort hingehöre. Der Förderverein des Tabakmuseums befürworte diese Option, ergänzte Bürgermeister Dietmar Benz.

Rolf Baum favorisierte nach wie vor einen Platz beim Feuerwehrgerätehaus. Das steht aber beim südlichen Kreisverkehr und befindet sich laut Ortsdurchfahrtszeichen an der Gärtnerei Kiesel außerhalb der geschlossenen Ortsdurchfahrt, gab Benz zu bedenken. Da könne das Straßenverkehrsamt ähnlich argumentieren wie beim früheren Standort auf dem Kreisverkehrsplatz.

Gar nicht über einen neuen Standort sprechen wollte Annette Hilß, die auf andere wichtigere Aufgaben verwies, die man abzuarbeiten habe. Jürgen Weber sah es ähnlich, aber eher aus finanziellen Gründen. Er schlug vor, die Platte an den Schrotthandel zu verkaufen, was Benz nicht ernst nehmen wollte. Versetzen war auch für Maria Frey kein Thema. Sie wollte einen erneuten "Schnellschuss" wie im April vermeiden. "Wir sollten das Ganze erst mal sacken lassen und in Ruhe überlegen". Ihrem Vorschlag einer Vertagung folgten Rolf Baum, Annette Hilß, Ulrike Kesselring und Barbara Frieden. Dagegen waren Dietmar Benz, Andreas Ruder, Bernd Dosch und Jürgen Weber.

Autor: Irene Bär