6 213 Stunden für die Gemeinde im Einsatz

Rolf-Dieter Kanmacher

Von Rolf-Dieter Kanmacher

Mi, 05. September 2018

Malsburg-Marzell

Die Gemeinde Malsburg-Marzell zieht Bilanz der Bauhofaktivitäten – und rüstet sich für den Winter.

MALSBURG-MARZELL (kn). Der nächste Winter kommt bestimmt. Deshalb beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung, den sogenannten Splitt-Turm auf dem Bauhofgelände in Malsburg auf Vordermann bringen zu lassen, bevor es so weit ist. Dort wird vor allem Streumaterial für den Winterdienst gelagert. Dabei soll das Dach am Turm bis auf eine untere Balkenlage abgebaut werden, da der Raum nicht mehr benötigt wird. Nach Planungen von Architekt Albert Gothe, die vom Gemeinderat gebilligt wurden, wird ein Pultdach mit Blechpanelen aufgebaut.

Umfangreicher als ursprünglich angenommen müssen die Arbeiten an der vorhandenen Stützmauer ausfallen, bedingt durch die Beschaffenheit des Geländes hinter der bisherigen Mauer. Nach Ende der Arbeiten werde das Befüllen des Silos auch durch größere Fahrzeuge wesentlich erleichtert, so Planer Gothe und Bürgermeister Mario Thomas Singer.

Nicht nur im Winter ist von den vier Mitarbeitern des Bauhofs der Berggemeinde, den Frank Zimmer leitet, Vielseitigkeit gefragt. Die Bilanz der Tätigkeiten ist in der Jahresrechnung 2017 nachgewiesen, die der Gemeinderat kürzlich in öffentlicher Sitzung genehmigt hatte.

Im Nachweis der geleisteten produktiven Bauhofmitarbeiterstunden für Einrichtungen der Gemeinde werden in der Jahresrechnung insgesamt 6213 Stunden aufgeführt, 2016 waren es 6258 Stunden gewesen. Der umfangreichste Einsatzbereich ist unter der Rubrik "Straßenreinigung" mit 1308 Stunden aufgeführt. Dieser Bereich umfasst auch die Einsätze für den Winterdienst.

In milderen Wintern ist der Arbeitsaufwand wesentlich geringer – so wurden 2016 nur 651 Einsatzstunden aufgelistet. 2017 waren 624 Stunden für den Arbeitsbereich "Rathaus" erforderlich, im Vorjahr waren es nur 197. Hier bedingten wesentlich die Bauhofleistungen im Zuge der Rathauserweiterung den Mehraufwand. Groß war der Aufwand für das weitläufige Netz der Gemeindestraßen im Jahr 2017 laut Rechenschaftsbericht mit 917 Stunden. Im Jahr 2016 waren es sogar 1110 Stunden gewesen. Relativ umfangreich waren auch die Arbeitseinsätze für die Feldwege mit 809 Stunden (Vorjahr 562), auch die drei Friedhöfe erforderten mit 438 Stunden (Vorjahr 407) erheblichen Arbeitsaufwand. Exakt so viele Stunden wie im Vorjahr, nämlich 253, investierten die Bauhofmitarbeiter in den Bereich Kläranlagen, 207 Stunden für den Bereich Wasserversorgung. Nicht berücksichtigt sind hier die Stunden der Fachkräfte.

Weitere aufgeführte größere Einsatzbereiche waren neben anderen mit 125 Stunden (Vorjahr: 217) die Veranstaltungsräume und mit 196 Stunden die Spielplätze (Vorjahr: 219).