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09. Februar 2012

Draußen die Kälte – in der guten Stube Gemütlichkeit

Erhard Zeh als besonderer Gast beim "Liechtgang" in der "Krone".

  1. Erhard Zeh (mit Gitarre) und Hans Ruf gestalteten den gelungenen Liechtgang in der „Krone“ Kaltenbach. Foto: R.-D. Kanmacher

MALSBURG-MARZELL (kann). "Z’ Liecht go heißt dr’ Nochber bsuche" sagte Erhard Zeh einleitend beim "Liechtgang" des Heimatvereins Marzell und freute sich mit den Veranstaltern, Mitgestalter Hans Ruf und der Wirtsfamilie Zierold, über die vielen Freunde der alemannischen Mundart und des traditionellen Brauchtums, die den Weg in die gemütliche Gaststube des Kaltenbacher Dorfgast-hauses "Krone" gefunden hatten.

Draußen sei es so kalt, "wie es si soll", meinte Zeh, der wiederum wie bei seinen vielen vorangegangenen Auftritten im oberen Kandertal ein "Heimspiel" hatte, verbrachte er doch seine Jugendzeit in Marzell. Er eröffnete den "Liechtgang" und erinnerte und mit seinen Liedern zur Gitarre vor allem an den alemannischen Liedermacher Roland Hofmaier, der allzu früh im Alter von erst 39 Jahren verstorben war.

Er besang die Heimat im "Heimweih nach dem Markgräfler Land". "Nüt debi" war eine Reminiszenz an frühere Erlebnisse am Zoll. Aber auch Frank Dietsches "Sternli" und das "Lied vo Adelhuse" von Otto Bürgelin erklang zur Freude der Zuhörer. Strittig blieb nach dem Lied von Hofmeier letztlich jedoch, ob im Kander- oder Kleinen Wiesental das "breitschte Alemannisch" gesprochen wird. Das alte Volkslied "In Mueders Stübeli" wurde, wie andere Lieder auch, von den Liechtgang-Gästen begeistert mitgesungen.

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Als Gast an diesem Abend von einigen ehemaligen Schülern besonders begrüßt wurdeDieter Zeh aus Grenzach-Wyhlen, der einige Jahre Lehrer in Malsburg gewesen war und der einige interessante Erläuterungen zu diesem Lied geben konnte.

Hans Ruf aus Wies-Demberg verwies in seinen Vorträgen auch an viele Verbindungen zwischen den Menschen im Kleinen Wiesental und den Kandertälern "äne am Lippli". Er wolle mit seinen "Versli no minere Schnure" den Zuhörern Freude bereiten. Viele seiner Beiträge waren Zeugnisse von echtem, auch aus Lebenserfahrung gewachsenem Humor und ein Bekenntnis zur alemannischen Muttersprache. Mit seinem gereimten Lebenslauf stellte er sich vor, nach eher besinnlichen Beiträgen im ersten Teil sorgte er in der Folge für Heiterkeit im Saal und stellte auch einige seiner neueren Gedichte vor.

Für die Bewirtung sorgte hervorragend "Krone"-Wirtin Rosmarie Zierold mit ihren Leuten. Hans-Dieter Kolbe vom Heimatverein dankte im Namen aller Gäste.

Autor: kann,bz