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19. Januar 2012

Feuerwehrgruppe erhält neues Fahrzeug

Dank enormem Eigenbeitrag von 25 000 Euro / Lob für großes Engagement in Vogelbach-Käsacker.

MALSBURG-MARZELL (kann). Nur die enorme Eigenbeteiligung in Höhe von 25 000 Euro machte es möglich: Die Gruppe Vogelbach-Käsacker der Freiwilligen Feuerwehr Malsburg-Marzell erhält nach dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderates vom Montagabend ein neues Feuerwehrfahrzeug mit Allradantrieb.

Gruppenführer Frank Zimmer machte es bei der von mehreren Wehrmitgliedern besuchten Sitzung im Marzeller Rathaus deutlich: "Der Allradantrieb ist uns das Geld wert!" Ratsmitglied Manfred Wetzel, früher selbst Gruppenführer in Vogelbach-Käsacker, hatte schon zuvor auf die große Eigenleistung der Wehrleute aus den beiden Ortsteilen beim Bau der Feuerwehrgarage hingewiesen, die fast vollständig in Eigenarbeit errichtet worden war.

Und nicht nur das: Mit annähernd 20 000 Euro an Materialkosten hatte sich die rührige Gruppe mit derzeit 27 Mitgliedern, die auch durch ihr beliebtes Maifest am Lindenbückle bekannt ist, an der Beschaffung des Baumaterials beteiligt. Mehrere Besichtigungen und Vorführungen waren der Entscheidung vorangegangen, die schließlich zugunsten der Firma Ziegler für ein Staffellöschfahrzeug mit Allradantrieb mit einem Fahrgestell Typ Mercedes-Benz Vario 818 DA (Aufbau Firma Ziegler) fiel, das nach dem aktuellen Angebot 169 108 Euro kosten soll. Bürgermeister Gerd Schweinlin hatte darauf verwiesen, dass der Gemeinde Zuschüsse in Höhe von 146 500 Euro zur Verfügung stehen würden.

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Die topographische Lage macht einen Allradantrieb unerlässlich

Der Allradantrieb wurde angesichts der topographischen Lage für unerlässlich gehalten, bei einem Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen können eine größere Zahl von Feuerwehrangehörigen das Fahrzeug führen, ohne dass zusätzliche Führerscheine erworben werden müssen.

Mehrere Ratsmitglieder, so Walter Osswald, zollten der Wehr und besonders der Gruppe Vogelbach-Käsacker hohen Respekt für den vorbildhaften Einsatz. Einleitend hatte Bürgermeister Gerd Schweinlin auf einen gewissen "Investitionsstau" im Blick auf die Ausrüstung der Feuerwehr gesprochen. So war es wohl nur eine logische Folgerung, dass der Gemeinderat auch der Beschaffung einer Pumpe vom Typ TS 8/8 zum Preis von 10 245 Euro zustimmte.

Auch soll nach diesem grundsätzlichen Beschluss auch noch in diesem Jahr die Ausrüstung der Wehr mit Meldeempfängern abgeschlossen werden, auch wenn der jährliche Investitionsetat, der aktuell bei 15 000 Euro liegt, dadurch knapp überschritten wird.

Weiter wurde der Wehr vom Gemeinderat und der Verwaltung auch die Beschaffung einer zweiten Pumpe in Aussicht gestellt, wenn die Finanzierung der Anschaffung gesichert ist. Auch hier hat die Wehr schon die Leistung eines Eigenbeitrags signalisiert, für die Beschaffung soll auch der Erlös aus dem Verkauf des aktuellen Fahrzeugs der Gruppe Vogelbach-Käsacker verwendet werden, dessen Beschaffung (einschließlich des Umbaus) schon damals die Gruppe selbst übernommen hatte.

Autor: kann,bz