Immobilienbüro fühlt sich falsch dargestellt

Moritz Lehmann

Von Moritz Lehmann

Do, 17. Januar 2019

Malsburg-Marzell

Kaufpreis für Gasthof Maien.

MALSBURG-MARZELL (mor). Verärgert zeigte sich Immobilienunternehmer Thomas Wendel über Aussagen bei der Infoveranstaltung zu einer möglichen Wiederbelebung des Gasthauses Maien in Vogelbach am vergangenen Freitag (wir haben berichtet). Wendel ist Geschäftsführer des Kanderner Immobilienbüro mbs, welches das ehemalige Gasthaus zum Kauf anbietet – zum Preis von 680 000 Euro. Von einem "Preishammer" war bei der Infoveranstaltung die Rede. Thomas Frick, der die Genossenschaftsinitiative gestartet hatte, gab an, das Gasthaus sei vor vier Jahren noch zu 240 000 Euro verkauft worden.

"Da werden Äpfel mit Birnen verglichen," sagte Thomas Wendel der BZ. Zum einen sei der Preis auch vor vier Jahren höher gewesen, als von Frick angegeben, wie hoch, könne er nicht sagen, er unterstehe der Schweigepflicht. Wendel räumte ein, dass der Preis vor vier Jahren günstiger gewesen sei, dies habe aber auch daran gelegen, dass der Gasthof im Zuge eines Insolvenzverfahrens verkauft worden sei. Außerdem habe der Preis damals das Nebengebäude, eine 600 Quadratmeter große Scheune und das dazugehörige Grundstück nicht eingeschlossen. Vor vier Jahren sei eine Fläche von 745 Quadratmetern verkauft worden, nun stehe eine Fläche von fast 1900 Quadratmetern zum Verkauf. Zum anderen sei in den vergangenen vier Jahren einiges saniert und erweitert worden.

So seien in den oberen Geschossen die Wohnungen ausgebaut worden. Auch die Heizung sei komplett erneuert worden, und zwar so, dass damit auch die Scheune beheizt werden könne. Dort bestehe die Möglichkeit, bis zu sechs Wohnungen zu errichten. Außerdem sei es prinzipiell möglich, auf dem Grundstück weitere zwei Einfamilienhäuser zu errichten, eine entsprechende Genehmigung vorausgesetzt. Dass die Preise für Immobilien stiegen, sei der hohen Nachfrage auf dem Markt zuzuschreiben, sagte Wendel weiter. Er meinte, sein Unternehmen und die Branche insgesamt würden zu Unrecht an den Pranger gestellt.