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13. April 2010
Seit 50 Jahren Garant für Qualität
Auf dem vor drei Jahren übernommenen "Maien" in Vogelbach feiert Herbert Henning Jubiläum.
MALSBURG-MARZELL/VOGELBACH. Seit 50 Jahren ist Herbert Henning in der Gastronomie zu Hause. In seinem Beruf ist das eine lange Zeit. Der Blick zurück zeigt, Herausforderungen haben den versierten Küchenchef schon immer zu besonderen Leistungen angespornt. Die Liste seiner Wirkungsstätten ist lang, darunter einige Adressen, die bei Gourmets weltweit einen guten Ruf genießen. Seine Erfahrung als Küchenchef und Gastronom bringt er seit 2007 auch als Pächter des Landgasthauses "Maien" in Vogelbach ein, das er gemeinsam mit seiner Frau Brigitte im Service betreibt.
Aufgewachsen in einer Gastronomenfamilie auf dem platten Land bei Hannover, erklimmt Herbert Henning nach seiner Lehre, die er 1960 im Kurhaus Bad Niederbreisig abschließt, die Gipfel der Gastronomie in den Bergen: St. Moritz, Grindelwald, Klosters und Interlaken sind seine ersten Stationen am Herd von Spitzenhäusern. Dort arbeitet er sich mit 21 Jahren nicht nur bis zum Posten des Küchenchefs empor, sondern lernt auch seine mondänen Gäste persönlich kennen. Unter ihnen der Schah von Persien, Sophia Loren und Charles Regnier.
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1969 gibt er die aufreibende Saisonarbeit in den Schweizer Alpen auf und wird in Basel sesshaft. Zur Ruhe kommt er jedoch noch lange nicht. In verschiedenen Kaderpositionen ist er unter anderem im "Sankt Alban Eck" und im "Basler Stab" tätig. Einen weiteren Karrieresprung wagt er bei seiner Rückkehr nach Deutschland. Auf einen Posten als Geschäftsführer folgt die Selbstständigkeit. Von 1976 bis 1999 übernimmt er die Leitung über die "Bärenhöhle" in Niederweiler, dann das Bistro-Restaurant "Forum" der Cassiopeia-Therme in Badenweiler und schließlich die "Krone" in Steinen. Im April 2007 geht es für den Gastronomen dann wieder, wie zu Beginn seiner Karriere, in die Höhe: Er übernimmt den "Maien" in Vogelbach. Auf 690 Metern Höhe fühlt er sich wohl. Er genießt die Nähe zur Natur und erwandert, wenn es die Küchenplanung erlaubt, die nähere Umgebung.
Die Liebe zur Kulturlandschaft des Markgräflerlandes spiegelt sich auch in der Speisekarte wieder. In seine Töpfe und Pfannen wandern ausschließlich frische Produkte aus der Region, die Mischung aus gutbürgerlicher und internationaler Küche ist gelungen. Herbert Henning geht es darum, "die Ess- und Trinkkultur mit Niveau überregional zu erhalten", wie er über sein Selbstverständnis als Gastronom sagt. Dazu gehören auch saisonale Angebote mit Fisch- oder Wildspezialitäten oder, wie dieses Frühjahr, Gerichte vom südbadischen Weidekalb.
Autor: Julia Jacob
