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13. Dezember 2011

Bunte Klänge, eindrucksvolle Mimik

Zum diesjährigen Familienabend bot der Musikverein Malterdingen wieder einen allseits geschätzten Einakter.

MALTERDINGEN. Nach einjähriger Pause wurde die liebenswerte Tradition, am Familienabend des Musikvereins auch ein kleines Theaterstück aufzuführen, wieder aufgenommen. Mitglieder des Ensembles erwiesen sich dabei abermals als erprobte Akteure auf der Bühne.

Den Auftakt des mehr als dreistündigen Familienabends übernahm das Jugendorchester unter Leitung von Michiel Oldenkamp mit einem musikalischen Bummel über die Kirmes. In dem Stück von James Curnow, das er speziell für junge Orchester komponiert hat, setzten die Nachwuchsakteure in fünf Sätzen die unterschiedlichsten Eindrücke auf einem Rummelplatz fein nuanciert um. Die Besucher waren davon sehr angetan. "One Moment in time" ist fast schon eine Hymne, ein Klassiker allemal. Das Stück erklang teils gefühlvoll, teils feierlich. Felix Leutner erwies sich als sicherer Moderator.

Mit einem Marsch, bei dem erfreulicherweise die konzertanten Aspekte überwogen, eröffnete das 50-köpfige Hauptorchester das Konzert. Der 17-jährige Frank Schüssele ist vermutlich die Entdeckung des Jahres. Kurz zuvor wurde er noch für das Goldene Leistungsabzeichens für Jungmusiker geehrt, beim Klarinettenkonzert No. 3 von Carl Stamitz brillierte er mit mehreren Solopartien, die immer wieder mit Sonderbeifall belohnt wurden.

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Italienische Lebensfreude tischte das Ensemble mit einem viergängigen musikalischen Menü, das Robert Finn komponierte, auf. Und Moderator Yannick Bury versprach nicht zuviel. Die Überraschung gelang: Während des Spiels servierten einige Musiker an auserwählte Gäste Spezialitäten Italiens. Musikalische "Liebesgrüße aus Moskau" oder sehnsuchtsvolle Momente "Jenseits von Afrika" und weitere weltbekannte Filmmelodien. Die Umbaupause nutzen die Gastgeber für den Losverkauf der Tombola.

Dann war es soweit: Dramatische Szenen einer Ehe spielten sich auf der Bühne ab. Dem Einakter mit dem verheißungsvollen Titel "Viele heißen Waldemar" verliehen die Musikerinnen und Musiker Dynamik und Dramatik (fast) wie im richtigen Leben: Ein schwülstiger Liebesbrief löst eine Kettenreaktion an Missverständnissen aus. Natürlich kam im weiteren Verlauf der Handlung Licht ins Dunkel.

Die Spielfreude war den Akteuren jedenfalls anzumerken. Und dabei entpuppte sich Andrea Ruf mit ihren tänzerischen Einlagen als Bühnentalent. Dazu die Leistungen der "alten Hasen" Stefan Pfister, Sabrina Broicher, Christoph Jauch Kathrin Jauch und Yannick Bury. Regie führte Michael Pfister. Tosender Beifall war allen sicher.

Autor: Dieter Erggelet