Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

18. Januar 2012 11:56 Uhr

Fast verschollene Ansichten

Ein Kleinod, das Jahrzehnte in Archiven schlummerte, ist an den nächsten Sonntagen in der Malterdingen Kirche zu bewundern: 16 Bleistift- und Federzeichnungen mit Ansichten von Malterdingen aus den 1920er- und 1930er-Jahren.

  1. Im Altarraum der Kirche sind die historischen Zeichnungen ausgestellt. Foto: Dieter Erggelet

MALTERDINGEN. Ergänzt werden die Zeichnungen von Postkarten, die schon zu damaliger Zeit von diesen Motiven angefertigt wurden.

"In den 30-er Jahren wurde eine Dorfchronik erstellt, dabei erging an die Zeichner G. Spitz und W. Böck − deren weitere Vornamen nicht bekannt sind –, der Auftrag, Malterdingen so darzustellen wie sie es sahen", berichtet Wolf-Dirk Niesen vom Förderkreis lebendige Kirchengemeinde. Bewundernswert ist, wie viel Liebe zum Detail die Zeichner aufbrachten, um diese Bilder anschaulich zu gestalten. Häufig erscheinen die Zeichnungen aussagekräftiger als manche Fotografie. Immer wieder sind Motive zu finden, bei denen die Kirche als Mittelpunkt des Dorfs erscheint.

Geplant ist eine Neuauflage in der Postkarten-Version

Natürlich haben die Zeichnungen nicht unbeschadet weit mehr als ein halbes Jahrhundert überdauert. Der Künstler Oliver Bär, ein Mitglied des Malterdinger Förderkreises, brachte sein ganzes handwerkliches Geschick als Restaurator ein, um die Zeichnungen in ursprünglicher Schönheit wieder erstrahlen zu lassen. Einige ausgestellte Postkarten zeigen, dass von diesen Zeichnungen auch schon vor etwa 80 Jahren Erinnerungspostkarten angefertigt wurden.

Werbung


"Eine Neuauflage dieser Kostbarkeiten als Postkarten ist vorgesehen", kündigten Oliver Bär und Wolf-Dirk Niesen an. Der Erlös kommt der Kinder- und Jugendarbeit, der Förderung der Kirchenmusik, der Arbeit des Besuchsdiensts und der Erneuerung der Räume der Malterdinger Kirchengemeinde zu Gute. Nach der Ausstellungseröffnung, die der Kirchenchor der Gemeinde umrahmte, gab es bei Schwedenfeuer und Glühwein viel Gesprächsstoff und Fragen, wo nun dieses oder jenes Gebäude stand oder noch heute zu sehen ist.

Die Ausstellung ist an den nächsten Sonntagen jeweils nach dem Gottesdienst zugänglich.

Autor: derg